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Familientheater mit dem Theater Lakritz: “Frau Holle”

  • Sonntag, 16.12.18
  • für Kinder ab vier Jahren und ihre Familien
  • Veranstaltungsort: Alte Feuerwache
  • Beginn: 11 Uhr (Einlass erst kurz vorher)
  • Eintritt: 5 €

Frau Holle – ein Erzähltheater mit Objekten aus der Backstube.

Es schneit, es schneit! Endlich! Frau Holle schüttelt die Betten aus! Was für ein Glück! Sagen die einen! Was für ein Pech! Sagen die anderen. Erzählt wird das bekannte Märchen von Goldmarie und Pechmarie, die die gleiche Geschichte erleben. Oder doch nicht?

Neubefüllung Kunstomat

Rechtzeitig zum 1. Advent wurde der Kunstomat neu befüllt. Sie können für vier Euro Collagen von Violeta Vollmer,  Malerei von Nurcan Prenzlow oder interessante Schabkartons von Mitgliedern des Fördervereins Kunst in Kamsdorf erwerben, jedes einzelne Objekt auf jeden Fall auch ein originelles Weihnachtsgeschenk.

10 Jahre Kind & Kegel

Der Verein Kind & Kegel widmet sich der lebenslangen kulturellen Bildung, er besteht seit 2007 und hat sich in diesen gut zehn Jahren zu einer festen Größe im Kulturleben der Gemeinde Eichwalde entwickelt. Zu Beginn war der Verein noch ausschließlich in der kulturellen Kinder- und Jugendarbeit unterwegs, organisierte Autorenbegegnungen, Museumsbesuche oder Bastelnachmittage oder begleitete und betreute Wettbewerbsbeiträge bei Geschichtswettbewerben. Schon bald wurde jedoch klar, dass es einer konsequenten Weiterentwicklung der Vereinsarbeit zu einer generationenübergreifenden Arbeit bedurfte, da gezielt Anfragen zu Erwachsenenveranstaltungen laut wurden.

Erste Erfahrungen mit generationenverbindender Arbeit konnten bereits im Jahr der Gründung während der Arbeit mit SchülerInnen an einem Geschichtswettbewerb gemacht werden. Hier erforschten Kinder die Spielorte in ihrer Heimatgemeinde im Laufe der gemeindlichen Entwicklung. Zeitzeugengespräche mit „Ureichwaldern“ unterschiedlichen Alters wurden genutzt, um eine Verortung beliebter Plätze über Generationen hinweg nachzuweisen. Die Arbeit brachte den Beteiligten einen Landessieg beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ein und dem Verein erste Anerkennung über die Ortsgrenze hinaus.

Die lebendige Geschichtsvermittlung wird bis heute innerhalb der Vereinsarbeit konsequent fortgeführt. Auch Wettbewerbsbeiträge begleitet Kind & Kegel weiter. So folgten weitere Auszeichnungen, etwa der zweimalige Bundessieg beim History Award.  „Die doppelte Mauer“ etwa beschäftigte sich mit den „Freikäufen“ politischer Häftlinge aus der DDR durch die BRD. Diese Auszeichnung nahmen die Sieger aus den Händen Dietrich Genschers in Empfang, nachdem sie sich dank der Unterstützung Ludwig Rehlingers intensiv mit dieser Thematik auseinander gesetzt hatten. „Sandmännchens Erben“ beschäftigte sich mit dem kalten Krieg im Kinderfernsehen und wurde durch Edda Schönherz fachlich begleitet. Weitere Landessiege beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten und sehr gute weitere Platzierungen beim History Award zeigen, dass der Ansatz der Geschichtsvermittlung des Vereins in Fachkreisen gute Resonanz findet und den Kindern Spaß macht. Ergebnisse der Arbeit wurden mit Unterstützung der Mittelbrandenburgischen Sparkassenstiftung Potsdam mittlerweile so aufbereitet, dass sie für den Schulunterricht in der Region nutzbar sind.

Die Literatur ist ein weiteres festes Standbein der Vereinsarbeit. So organisierte der Verein im Laufe der vergangenen Jahre unzählige Autorenbegegnungen für alle Altersgruppen. Ziel ist es, jedem Eichwalder Grundschüler während seiner Schulzeit wenigstens zwei unterschiedliche Begegnung mit Autoren zu ermöglichen. Viele der Schüler erleben deutlich mehr, was nicht zuletzt der guten Zusammenarbeit mit dem Friedrich-Bödecker-Kreis Brandenburg (FBK) geschuldet ist. Dieser widmet sich ausschließlich der Leseförderung und Kind & Kegel ist seit vielen Jahren Mitglied in diesem Kreis. So konnte 2015 neben den Lesungen gemeinsam mit dem FBK eine Autorenpatenschaft zwischen einer schreibenden Schülergruppe und dem Autor Thilo Reffert über ein komplettes Jahr aus Bundesmitteln finanziert werden, weitere langfristige Begegnungen dieser Art sollen folgen. 2017 erarbeitete der Chamisso-Preisträger Michael Stavaric mit SchülerInnen ein Projekt zum Thema Sprachvielfalt, welches durch Studierende der Uni Potsdam begleitet wurde.

Im Laufe der Jahre wurden wir zum Ansprechpartner für alle ortansässigen Schulen, Kooperationspartner mehrerer Hochschulen in der Region und arbeiten eng mit verschiedenen Vereinen im Bereich ZEWS zusammen. So bringt die enge Zusammenarbeit mit dem SV Schmöckwitz-Eichwalde bei den „Fußball-Helden“ regelmäßig geschlechtsgemischte Mannschaften und viele Zuschauer beim Fußballturnier der Grundschulen auf dem Sportplatz am Hirtenfließ zusammen. Auch gehen bei der „Nacht im Grünauer Forst“ gut 500 Läufer aller Altersgruppen für einen guten Zweck an den Start. Diese beiden sportlichen Events bekommen durch den Kulturverein einen Charakter, der sich deutlich von anderen Sportveranstaltungen unterscheidet. Teamgeist ist das vorrangige Ziel beider Events.

Spaß für kleine und große Theaterfreunde weit über Eichwalde hinaus ist viermal im Jahr beim Familientheater in der Alten Feuerwache garantiert. Unterstützt durch die Gemeinde Eichwalde lädt der Verein namenhafte Figuren- und Objekttheater ein. Bei der Programmauswahl steht neben dem ästhetischen und fachlichen Know how der Spielenden das positive gemeinsame Familienerlebnis im Vordergrund.

Seit mehreren Jahren organisieren wir Ausstellungen in der Alten Feuerwache. Höhepunkte waren sicherlich die Ausstellungen von Barbara Klemm, Susanne Janssen, aber auch Ausstellungen über den rein künstlerischen Anspruch hinaus, wie etwa zur Neuen Photographischen Gesellschaft. Diese und auch andere Ausstellungen begleiten wir gezielt mit einem breiten Kulturangebot. Workshops für Schüler, Lesungen oder auch Konzerte werden themenbezogen auf die Ausstellungen zugeschnitten, um so eine Nachhaltigkeit zu erzielen.

Beispielgebend soll hier das Jahr 2017 mit der Ausstellung „SHAKESPEARE D(R)AMEN“ genannt werden. Die Illustrationen von fünf internationalen Künstlerinnen bildeten den Rahmen für ein breit angelegtes Projekt zur Berufsorientierung der Eichwalder Oberschüler. Finanziert würde dieses Programm mit EU-Mitteln. Künstler aus der Region arbeiteten während der Ausstellungsphase intensiv mit den SchülerInnen und brachten ihnen so künstlerische Berufe näher.

Mit „Der Spuk geht weiter“ stellten wir in einer Retrospektive das Werk des Regisseurs Günter Meyer vor. Workshops mit dem Regisseur wurden für SchülerInnen der Grundschule zu einem einmaligen Erlebnis. Gleichzeitig entstand ein begleitendes Booklet und eine Kulturwissenschaftlerin sorgte dafür, dass die Ausstellung einen wichtigen Beitrag zur Medienerziehung der SchülerInnen lieferte. Möglich wurde dies durch die Sparkassenstiftung und den BER.

Im Sommer locken wir gemeinsam mit dem Kulturverein Zeuthen und dem Verein zur Erhaltung der Patronatskirche Schulzendorf Gäste aus dem weiteren Umkreis mit dem Projekt „Kultur entlang der Dahme“ in die Region. Kind & Kegel zeichnet hier für die Gartenlesungen verantwortlich, die regelmäßig an die 100 Gäste in unterschiedliche Gärten lockt, wo sie Schauspielern und Musikern bei ihrem Programm lauschen können.

Musikalisch widmen wir uns gelegentlich dem Bereich „Weltmusik“, da die klassische Musik hochkarätig durch den Freundeskreis Alte Feuerwache betreut wird. International anerkannte Musiker wie Natasha Tarasova aus Russland oder Catalina Claro aus Chile waren so bereits bei uns zu Besuch. Auch liefern wir mit dem Format sing4fun seit 2016 einen niederschwelliger Einstieg in die Musik, der von Sängern aller Generationen gerne genutzt wird. Man trifft sich in lockerer Runde, um begleitet durch zwei Vollblutmusiker an Piano und Schlagzeug Lieder und Schlager zu singen.

Barrierefrei soll auch das letzte hier vorgestellte Projekt des Vereins sein. Im Kunstomaten, der sich seit 2017 an der Bahnhofstraße 6 befindet, ist in einem umfunktionierten Zigarettenautomaten Kunst im Kleinformat für jeden Geldbeutel zu jeder Tageszeit und dies 365 Tage im Jahr zu haben. Die Unikate wechseln für 4 € den Besitzer. Sicher wird der Künstler so nicht reich, aber der Werbeeffekt wurde von den bisher teilnehmenden Künstlern deutlich wahrgenommen. Finanziert wurde die Anschaffung des Automaten ebenso wie das Projekt „Weltmusik“ aus Mitteln der Kulturstiftung des Bundes, die ein gemeinsam mit dem Kulturbahnhof Biesenthal eingereichtes Projekt der Synergienutzung unter Vereinen förderte.

In der engen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit anderen Vereinen oder Institutionen sehen wir die klaren Stärken unseres Vereins. So gelingt es, mehr sinnvolle und wertige Angebote in den Ort zu holen. Kind & Kegel arbeitet dabei komplett ehrenamtlich und dies nicht nur für seine Mitglieder, sondern für die Gesamtbevölkerung in der Region. Zwischen 70 und 100 Veranstaltungen kommen so pro Jahr zustande. Warum also nicht Mitglied, Sponsor, Förderer oder Partner werden, um so gemeinsam lebenslange kulturelle Bildung in der Region zu verankern? Wir freuen uns über jede Unterstützung.

Lego-Projekt zu 125 Jahre Eichwalde

Zum 125. Geburtstag Eichwaldes im Jahr 2018 rief Kind & Kegel zu einer großen Modellbauaktion auf. Die Aufgabe war: Baue dein Wohnhaus oder ein wichtiges Gebäude Eichwaldes mit LEGO nach (z.B. Rathaus, Kirchen, Bahnhof, Badewiese,…). Mache ein Foto von dem Modell vor dem Originalgebäude und nimm damit im Mai an einer großen Verlosung teil.

Es haben leider nicht so viele Bauherren mitgemacht wie erhofft, aber die Bauwerke, die entstanden sind, waren allesamt sehenswert!

Familientheater

Seit vielen Jahren gehört das Familientheater an mindestens vier Sonntagvormittagen fest ins Jahresprogramm des Vereins. Diese Veranstaltungen können durch die Unterstützung der Gemeinde Eichwalde zu familienfreundlichen Preisen angeboten werden, denn wir wollen der gesamten Familie ein tolles Erlebnis bieten. So achten wir bei der Auswahl der Stücke darauf, dass alle Generationen auf ihre Kosten kommen. Viele der Bühnen gehören heute zu liebgewonnen Freunden, aber immer wieder haben wir auch neue Bühnen zu Gast. Als Beispiele seien hier genannt: artisanen, Theter Geist, Theter Lakritz, Andersens Koffertheater, Theater des Lachens …

Spielzeiten 2017

Seit Mai 2017 kann sich jeder aus dem umgestalteten Zigarettenautomaten in der Eichwalder Bahnhofstraße für wenig Geld eine Schachtel Kunst ziehen. Die Aufstellung des Kunstomaten wurde durch eine Anschubfinanzierung der Kulturstiftung des Bundes ermöglicht und von der Gemeinde Eichwalde unterstützt.

In der dritten Spielzeit (ab Dezember 2017) sind mit dabei: Sabine Albrecht (Berlin/Keramik), Frank von Feilitzsch (Schulzendorf/Aquarell, Zeichnung), Dagmar Hintzmann (Berlin/Grafik) und Heidrun Zöllner (Kamsdorf/Malerei). Und die Kunstgewerbeobjekte der letzten Spielzeit von der Eichwalder Holzmanufaktur und der Buchbinderei füllen wegen des großen Zuspruchs weiterhin einen Schacht.

 

 

 

 

 

 

Die zweite Spielziet 2017 begann im August. Diesmal sind kleine Werke regionaler Kunsthandwerker zu erstehen: mit dabei sind die Buchbinderei Kepp & Ewert, die Eichwalder Holzmanufaktur sowie die Fashionschool Widau.

 

 

 

 

 

 

Die erste Spielzeit 2017 war ein unerwartet großer Erfolg. Alle Werke der teilnehmenden Künstler Günther Böhme, Sabine Fiedler, Ingrun Junker und Ute Weckend fanden einen neuen Besitzer.

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Chronik 2017

Literatur

Das Jahr 2017 begann bei Kind & Kegel mit Literatur. Die erste Veranstaltung des Jahres war ein Schreibworkshop mit dem Chamisso-Preisträger Michael Stavaric aus Österreich. Gemeinsam mit dem Friedrich-Bödecker-Kreis Brandenburg (FBK) und der Uni Potsdam und finanziell unterstützt durch die Robert-Bosch-Stiftung folgte auf eine Lesung für eine 4. Klasse ein Schreibworkshop zur Sprachvielfalt. Am folgenden Tag war Michael ein weiteres Mal zu Gast in der Alten Feuerwache. Auch dieser Termin begann mit „Theorie“, eine Oberstufenklasse erhielt eine phantastische Einführungs(vor)lesung, um dann ebenfalls selber kreativ zu werden und sich im Schreiben eigener Texte zu versuchen.

Dank des BER konnten wir den Literaturalarm Bilderbuch in diesem Jahr ebenfalls ausbauen und den interessierten Kindergruppen in und um Eichwalde kostenfrei bzw. kostengünstig zur Verfügung stellen, denn der BER trug über eine Kulturpatenschaft die Finanzierung für 20 solcher Begegnungen. Eine tolle Sache, die uns mit Beamer und Bilderbüchern ausgerüstet im gesamten Bereich ZEWS unterwegs sein ließ.

Für die Grundschüler waren 2017 Thilo Reffert und Boris Pfeiffer, beide liebgewonnene Freunde, in der Alten Feuerwache. Als Thilo aus „Australien ich komme“ las, war dies nicht nur ein Happening für Kinder, auch die begleitenden Erwachsenen hatten Spaß an dem Wombat auf dem Weg zum Uluru in Australien. Eine besondere Ehre war es uns aber, eine Buchpremiere von Thilo bei uns in Eichwalde zu haben. Mit „Fünf Gramm Glück“ stellte sich eine Brotdose den Zuhörern vor, die aus ihren Erlebnissen mit ihrem Besitzer berichtete – ein tolles Buch mit einem ganz eigenen Format!

Boris Pfeiffer hingegen belohnte die Zweitplatzierten des diesjährigen Fußballheldenturniers mit einer Lesung aus „Bundesliga-Alarm“ aus der Drei ??? Kids-Reihe. Man merkte ihm den großen Spaß an, den er bei der Recherche dieses Buches hatte, und die vielen eingestreuten „Trivia“ über die unterschiedlichen Clubs freuten die fußballbegeisterten Zuhörer. So wird die Lesung hoffentlich zu einem festen Bestandteil unseres Fußballheldenturniers. Die zweite Lesung von Boris erfolgte erneut aus dem „Wilden Pack“, eine in Deutschland leider nicht genug gewürdigte Reihe des bekannten Autors. In Eichwalde hat sie mittlerweile eine deutliche Fangemeinde. Die Lesungen wurden durch die Gemeinde Eichwalde und den FBK sowie den BER unterstützt, denen wir hierfür vor allem im Namen der Kinder und Lehrer danken.

Ausstellungen

Die intensivste Auseinandersetzung mit Literatur erfolgte jedoch im Frühjahr des Jahres. Die Ausstellung „Shakespeare D(r)amen“, von der Gemeinde Eichwalde finanziert und durch den Verein Kind & Kegel organisiert, sollte mehr werden als eine reine Ausstellung.

Der KWASI Verlag aus der Schweiz hat die fünf späten Dramen Shakespears durch den Autor Bruno Blume in ein moderneres und doch sheakespeareskes Gewand kleiden und durch fünf wunderbare Illustratorinnen veredeln lassen. Jede Künstlerin alleine wäre eine Ausstellung wert gewesen. Jacky Gleich aus der Schweiz illustrierte Macbeth. Pascale Küng, ebenfalls aus der Schweiz, widmete sich als noch unbekannte Künstlerin auch einem unbekannteren Werk. Ihre zarten Bleistiftzeichnungen entstanden zu „Timon von Athen“ und räumten in der Schweiz gleich Preise ab. Susanne Janssen aus Frankreich illustrierte mit ihrem unvergleichlichen Stil „Hamlet“. Die Kohlezeichnungen von Anke Feuchtenberger zu „King Lear“ zogen jeden sofort in den Bann, sie lebt und lehrt aktuell in Deutschland. Alice Wellinger aus Österreich zeigte Inneneinsichten in die Psyche von „Othello“.

Die Vernissage dieser Ausstellung wurde dank Michael Schwager vom Pfefferberg-Theater und Andrea Mozzarto mit seiner Oud zu einem besonderen Erlebnis. Schüler komplettierten dieses Erlebnis mit einem selbstzubereiteten Buffet. Kind & Kegel nutze die Ausstellung gemeinsam mit der privaten Oberschule „Villa Elisabeth“, um im Rahmen von INISEK II Angebote zur Berufsorientierung in künstlerischen und kreativen Berufen zu organisieren. Finanziert wurde dies durch EU-Mittel, Mittel des Bundes und des Landes. Die Schüler sollten, angeleitet durch Fachleute, eigene Adaptionen zu Romeo und Julia erstellen. Dies war die „Klammer“, die alle Angebote einte und mit der Ausstellung verband.

Ziel war es, Berufe und auch Schlüsselqualifikationen fürs Berufsleben in der Praxis kennenzulernen. Alle Schüler sollten sich auf einen oder mehrere mögliche Workshops bewerben und erhielten in diesem Zusammenhang ein Bewerbungstraining. In den Workshops entstanden später etwa in der Fashion School Wildau selbstentworfene Kostüme. In der Buchbinderei Kepp und Ewert in Eichwalde konnten die Teilnehmer ein eigenes Buch binden. Mit einer Kultur- und Medienwissenschaftlerin entstand ein Film im Stop-Motion-Verfahren. Im ViNN-Lab der TH Wildau entwarfen die Schüler zunächst Merchandiseartikel, um sie dann mit moderner Lasertechnik herzustellen. Mit drei KünstlerInnen aus der Region gestalteten die Schüler Werke in unterschiedlichen Techniken, die zum Tag des offenen Ateliers gemeinsam mit denen der großen Künsterinnen in der AFW ausgestellt wurden. Dies war ein sehr arbeitsintensives Projekt für den Verein, dessen Ergebnisse aber alle Mühen wert waren.

Richtete sich die erste durch den Verein konzipierte Ausstellung des Jahres 2017 mit ihrem Programm an Oberstufenschüler, sollte sich die zweite Ausstellung mit seinen Workshopangeboten eher an die Jüngeren wenden. Mit einer Retrospektive des Regisseurs Günter Meyer widmete sich die Ausstellung „Der Spuk geht weiter“ seinem Filmwerk, die Kuration der Ausstellung übernahm eine Kulturwissenschaftlerin. Die Vernissage war für alle „Spukfans“ ein besonderes Erlebnis, denn Günter Meyer selber gestaltete sie mit dem Eichwalder Komponisten Thomas Natschinski. Dieser komponierte bei den meisten der vorgestellten Meyer-Filme die Musik und war auch für die charakteristischen Soundeffekte zuständig. An dem Abend waren viele „Ehemalige“ aus der großen Filmfamilie zu Gast und sorgten so für eine besondere Stimmung. Günter Meyer, ein phantastischer Erzähler, besuchte uns während der Ausstellungszeit noch mehrfach. So kam eine 5. Klasse zu einem Regie-Workshop, der Groß und Klein gleichermaßen begeisterte, aber auch eine redeZeit war mit im Programm. Weitere Workshops konnten dank der Sparkassenstiftung und dem BER realisiert werden und wurden durch die Grundschule gut angenommen. Die beiden Geldgeber finanzierten auch ein Begleitbooklet, während die Gemeinde Eichwalde im Rahmen ihres Ausstellungskonzepts die Ausstellung als solche unterstützte, die weit über Eichwalde hinaus ausstrahlte und auch in der Presse große Resonanz fand.

Familientheater

Seit vielen Jahren gehört auch das Familientheater an vier Sonntagvormittagen fest ins Jahresprogramm des Vereins. Diese Veranstaltungen wurden auch in diesem Jahr wieder durch die Gemeinde Eichwalde unterstützt. Sie bieten der gesamten Familie ein tolles Erlebnis, denn wir achten bei der Auswahl der Stücke darauf, dass alle Generationen auf ihre Kosten kommen. Viele der Bühnen gehören heute zu liebgewonnen Freunden, aber auch in diesem Jahr hatten wir wieder neue Bühnen zu Gast. So begannen wir mit Günther Helm und „Rita das Raubschaf“. Die artisanen waren in diesem Jahr sogar zweimal zu Gast, einmal mit „Michel aus Lönneberga“ für die Vorschulkinder und kurz nach Nikolaus mit „Die Weihnachtsgans Auguste“ als Theaterstück für die ganze Familie. Darüber hinaus war mit dem Theater Geist noch „Kleiner Piet was nun“ und „Der Fischer und seine Frau“ von Andersons Koffertheater in der Alten Feuerwache zu Gast.

Sport

Ebenfalls zum festen Programm gehören die beiden Sportveranstaltungen des Vereins. Beide werden gemeinsam mit dem SV Schmöckwitz-Eichwalde realisiert. Das Fußballheldenturnier fand wieder mit vielen geschlechtsgemischten Mannschaften aus Eichwalde und Schmöckwitz statt. Der Tag ist für Spieler wie Zuschauer gleichermaßen ein tolles Erlebnis. Die Nacht im Grünauer Forst hingen bringt uns mittlerweile an unsere Kapazitätsgrenzen. Gerade die Meile erfreut sich großer Beliebtheit und macht unsere Laufveranstaltung zu einem der größten Volksläufe der Region. Die fantastischen Zeiten bei den 5 km und 10 km Läufern, die vor allem die exakt vermessene gut zu laufende Strecke schätzen, machen den Lauf zu einem der schnellsten auch im Berliner Raum.

Lesungen, Kabarett, redeZeit und anderes

Das Erwachsenenprogramm bot neben den Ausstellungen in diesem Jahr erneut vier sing4fun-Termine, die sich mittlerweile zum Kult entwickeln und definitiv von allen Generationen genutzt werden. Dank Matthias Lev und Klaus Sedl ist die Liedauswahl breit gefächert und für jeden ist etwas dabei.

Die Gartenlesungen wurden auch 2017 von einer redeZeit eingeläutet. In diesem Jahr war der Botanische Garten Dresden Thema und Matthias Bartusch schaffte es mit vielen Fotos und noch mehr Insiderinformationen, die Besonderheiten dieser Einrichtung zu vermitteln. Im August öffneten dann erneut drei Gärten ihre Tore und wieder fanden sich renommierte Schauspieler, um die vielen Gäste mit ihren Stimmen in ihren Bann zu ziehen. Hans Jochen Röhrig gehört schon zum festen Stamm der Lesenden, in diesem Jahr brachte er neben Janni Struzik und ihrer Tuba allerlei heiteres Jägerlatein im Gepäck mit. Eva Weißenborn kam in diesem Jahr mit ihrem Mann K. Dieter Klebsch und zusammen lasen sie den Briefwechsel von Arthur Schnitzler und Adele Sandrock. René Schwittay brachte uns Hans Fallada mit, er las aus dem Gänsemord von Tütz, begleitet von Cathrin Pfeiffer am Akkordeon. Finanziell unterstützt wurden die Veranstaltungen durch die Gemeinde Eichwalde. Auch das Ende der Sommerzeit markierte eine redeZeit. Götz Aly las aus „Volk ohne Mitte“, gefolgt von einer hochinteressanten Gesprächs- und Diskussionsrunde; ein Abend, der hoffentlich Wiederholung finden wird.

Die enge Zusammenarbeit mit anderen Vereinen gleicher Prägung in der Region liegt uns besonders am Herzen, so ergänzen wir uns seit Jahren mit dem Kulturverein Zeuthen. In diesem Jahr arbeiteten wir aber auch mit dem Förderverein Kabarett Königs Wusterhausen zusammen. Dank dieser Verbindung hatten wir im Frühjahr zunächst Jess Jochimsen zu Gast, gefolgt von merKWürdig ANDERS und dem Kabarett merKWürdig.

Kunstomat

Last but not least kam im Jahr 2017 ein weiteres Kunstprojekt im Verein dazu. Der Kunstomat ist ein ausrangierter Zigarettenautomat, der nun den Künstlern der Region als Verkaufsplattform zur Verfügung steht. Gefüllt mit Unikarten oder kleinen limitierten Serien bieten sie zu jeder Zeit freizugängliche und erschwingliche Kunst zum Mitnehmen. Der Erfolg des Kunstomats hat uns selber überrascht und so konnten bereits 10 Künstler den Automaten zum Verkauf und auch für die Eigenwerbung mutzen.

Chronik 2016

29.04. Sing4Fun

Bei der zweiten Sing4Fun-Veranstaltung rockte die Hütte. Singfreudige Besucher aus der gesamten Region waren angereist, auch Berlin war stark vertreten. Für Klaus Sedl und Mathias Lev wird wohl bald die Alten Feuerwache zu klein werden, wenn sie zum nächsten Sing4Fun aufrufen. Besonders begeistert wurden die ABBA-Songs mitgesungen, aber auch die BEATLES waren vertreten. Der nächste Termin steht schon fest und darf weitergesagt werden. Vielleicht reicht es da ja auch schon nicht mehr, die Fenster zu öffnen, sondern eine Übertragung der Texte nach draußen muss angedacht werden….

23.04. Vereinsfrühstück Zeuthen

Bereits zum zweiten Mal organisierte der CVJM Zeuthen ein Vereinsfrühstück für die Region, um so den Austausch zwischen den Vereinen anzuregen. Eine tolle Idee, die uns nun bereits zum zweiten Mal interessante Kontakte und Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit den Vereinen der umliegenden Kommunen bescherte. So vertiefte sich auch der Kontakt zur Verwaltung der Gemeinde Zeuthen und Kind & Kegel ist gerne bereit, sich auch in Zeuthen im Bereich außerschulische Bildung zu engagieren.

22.04. Henry de Winter

Zum zweiten Mal war Henry de Winter zu Gast, hatte den ersten Besuch noch Kind & Kegel alleine beworben, standen dieses Mal zwei Vereine hinter der Organisation. Der Kulturverein Zeuthen war ein weiteres Mal Gast in der Alten Feuerwache. Henry de Winter füllte den Raum bis auf den letzten Platz und amüsierte mit seinen Anekdoten, informierte mit seinem Wissen über die Zeit zwischen den Kriegen und begeisterte mit der Musik dieser Zeit. Ein wundervoller Abend, der wieder einmal zeigte, dass die Übergänge von U- und E-Musik fließend sind.

15.04. Preisverleihung in Oranienburg

Parallel waren wir zur Preisverleihung des Bobzien-Preises der Stadt Oranienburg und der Gedenkstätte Sachsenhausen geladen. Die Mappe, die Kind & Kegel zur Geschichte Eichwaldes in der Zeit von 1933-1945 erstellt hat, war für diesen Preis nominiert worden. Zwar erhielten wir nicht den Preis, wohl aber gute Querverbindungen zu anderen sehr interessanten Initiativen zur Thematik.

15.04. Filmabend in der Alten Feuerwache

Ein weiteres neues Format konnte durch die Zusammenarbeit mit dem Unterstützerkreis Waßmannsdorf an diesem Freitag an den Start gehen. Gemeinsam wollen wir hochwertige Filme, die für die Situation der Geflüchteten sensibilisieren sollen, in der Alten Feuerwache zeigen. Möglich wird dies durch die ev. Medienzentrale, die uns bei der Rechte- und Gemafrage unterstützt. Der erste Abend darf als Erfolg gewertet werden. Die Alte Feuerwache war voll, das Publikum sehr interessiert und so darf man sich bereits auf den 27.05. freuen, denn da geht es weiter. Der Titel des Films darf hier nicht verraten werden, aber wir garantieren wieder für einen wirklich sehenswerten Film!

05.04. Boris Pfeiffer: Workshop zu “Akademie der Abenteuer”

Ein weiteres Mal bot Kind & Kegel eine Schreibworkshop mit Boris Pfeiffer an. Diesen weiteren Workshop konnten wir dank der Unterstützung des Bödecker-Kreises Brandenburg realisieren. Neben der Einstiegslesung waren die Kinder wiederum gefragt zum Thema Ägypten zu recherchieren. Doch anders als bei den letzten beiden Workshops war dieser Vormittag nur der Anfang einer längeren Projektarbeit. Die Klasse wird sich in den kommenden Wochen sowohl im Deutschunterricht, in Form der Klassenlektüre, als auch im Geschichts- und Kunstunterricht mit dem Thema befassen. Dank der Unterstützung des Fördervereins der Grundschule, die wir an dieser Stelle ebenfalls um ihre Mithilfe gebeten hatten, konnte ein Klassensatz der „Akademie der Abenteuer“ Bücher angeschafft werden. Im ViNN:Lab werden in der Folgezeit noch Hieroglyphen-Lesezeichen entstehen und vieles mehr. Das Projekt wird zum Tag der offenen Tür an der Grundschule präsentiert werden und es freut uns sehr, dass wir den Auftakt hierfür liefern konnten.

31.03. redezeit Bruno und Max Taut

Die erste redeZeit in diesem Jahr beschäftigte sich nicht nur mit dem in Eichwalde bekannten Architekten Bruno Taut, sondern auch mit seinem Bruder Max Taut. Unda Hörner lieferte viele Datails aus dem Leben der beiden Brüder, ließ mit Fotos aus der Familie die beiden im Wesen sehr unterschiedlichen Brüder lebendig werden. Max und Bruno, beide gleichermaßen talentiert, heirateten Schwestern und arbeiteten eng zusammen.

Bruno, der 1933 ins Exil ging und 1938 in Istanbul starb, war der Visionär, der in avantgardistischen und intellektuellen Kreisen verkehrte. Sein Sohn Heinrich führte einen lebenslangen inneren Kampf gegen den genialischen Papa und den berühmten Onkel. Der bodenständigere, weniger mitteilsame Max blieb in Berlin, wo er sich leidlich über Wasser hielt und das gemeinsame Büro weiterführte. Er war es, der nach 1945 das gemeinsame Erbe antrat, als Professor an der Hochschule für bildende Künste und Architekt des Wiederaufbaus.

Eine lebhafte Diskussion schloss sich einem hochinteressanten Vortrag an.

30.03. BiBuKi Wildau “Ich will so bleiben wie ich bin”

Und weil es so schön war, waren wir am folgenden Tag schon wieder im Familienladen Seifenblase und hatten eine weitere Gruppe der Kita am Markt zu Gast. An diesem Vormittag ging es um Medienerziehnung. Kann und darf man Werbung alles glauben und was passiert, wenn man es wirklich tut? Dies beschäftigte die Tiere eines Bauernhofs in dem Buch „Ich will so bleiben wie ich bin“. Die Ideen der Kinder, wie die Hühner nun Überraschungen in ihre Eier bekommen könnten, übertrafen die herrlichen Ideen des Buches noch.

23.03. Liedmobil “Wo Fuchs und Hase sich gute Nacht sagen”

„Wo Fuch und Hase sich gute Nacht sagen“ war schon des Öfteren als Literaturalarm in Wildau zu Besuch. Das Buch eignet sich einfach perfekt für dieses Format. Dieses Mal sang der Fuchs den kleinen Hasen mit unterstützung aller Kinder in den Schlaf…. Oder war es am Ende doch der Fuchs der schlief? Die Kinder waren es auf jeden Fall nicht, die waren wie immer putzmunter und hellwach bei der Sache. Ein großer Spaß für die Kinder, aber auch für uns! Danke an die Kita am Markt für ihre tollen Erzieher.

14.03. 2 JazzWorkshops mit Schülern des Gymnasiums

Die Musiklehrerinnen des Humboldt-Gymnasiums wandten sich mit einem Hilferuf an Kind & Kegel. Sie wollten einen bekannten US-Jazzmusiker zu zwei Workshops einladen, fanden aber in der Chefetage der Schule nur wenig Interesse, eine solche unterrichtsvertiefende Maßnahme relativ spontan durchzuführen. Nun lassen sich aber tourneebedingte Deutschlandbesuche bekanntlich nicht bereits Jahre zuvor planen und es galt schnell und unbürokratisch zu handeln. Dies gelang mit gemeinsamer Unterstützung des Fördervereins, den die Lehrer neben Kind & Kegel auf unser Anraten noch schnell ins Boot holen konnten. Das Ergebnis waren zwei intensive Workshops für über 100 Schüler.

11.03. Lesung mit Antonia Meiners

Mit dem Kulturverein Zeuthen verbindet uns seit Entstehen des Zeuthener Vereins ebenfalls eine enge Absprache. Gerne unterstützen wir uns gegenseitig und so freute uns, dass die Zeuthener heute bei uns in der Alten Feuerwache zu Gast waren. Antonia Meiners las aus ihrem Buch “Die Stunde der Frauen. Zwischen Monarchie, Weltkrieg und Wahlrecht. 1913 – 1919.” Musikalisch wurde sie dabei begleitet von Timothy Thorson, der die spannende Umbruchzeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts am Klavier auch hörbar werden ließ. Eine gelungene Veranstaltung, die aus Anlass des internationalen Frauentages einige Tage zuvor angesetzt worden war.

08.03. Die 2. Klasse lernt nähen

Mit der Fashion School Wildau besteht seit Bestehen dieses tollen Angebots in Wildau eine sehr enge Zusammenarbeit. Immer wieder unterstützen sich Kind & Kegel und die Fashion School bei Angeboten. So waren wir heute dabei, als gut 20 Kinder einer 2. Klasse ihren „Nahmaschinenführerschein“ machten, um im Nachgang ein Kissen zu nahen. Die Kissenplatte hingegen war bei einer gemeinsamen Aktion der Fashion School und des ViNN:Labs entstanden. Ein weiteres Beispiel für tolle Zusammenarbeit!

24.02. Liedmobil “Die verrückte Hutjagd”

Die Gruppe von Frau Krause gehört zu unseren treuesten „Wiederholungstätern“ in Wildau. Bei ihrem heutigen Besuch machten sich die Kinder mit „Die verrückte Hutjagd“ auf die Suche nach einem verlorengegangen Hut. Unterwegs gab es nicht nur Lieder sondern viele, viele Kleinigkeiten in den Bilder zu entdecken. Die Kinder dieser Gruppe haben das Prinzip des Literaturalarms Bilderbuch klar verinnerlicht. So nutzen sie die Chance, über die Bilder ihrer eigen Phantasie freien Lauf zu lassen, zu fabulieren und zu vermuten und in diesem Fall natürlich auch zu singen.

10.02. Liedmobil: “Die Gans, die sich vorm Ofen rettete”

Ein weiteres Mal luden wir in den Familienladen Seifenblase in Wildau zu einem Liedmobil ein. Nach dem großen Erfolg des Buches „Die Gans die sich aus dem Ofen rettete“ in der Vorweihnachtszeit kam es nun bereits zum zweiten Mal in Wildau zum Einsatz, um mit den Kindern die Lieder „Gänsebraten ist ein gutes Essen“ und Fuchs du hast die Gans gestohlen“ einzuüben. Nach der Kritik aus den eigenen Reihen bezüglich des für Kinder unverständlichen Textes des ersten Liedes war dieses für das neue Liedmobil umgetextet worden und lernte sich in der Tat viel leichter von den Kinder.

19.02. Vinn:Lab

Nach dem großen Erfolg des ersten Termins im Vinn:Lab ließ der zweite Besuch nicht lange auf sich warten. Am 19.2. entstanden selbstgestaltete Aufkleber und wieder waren die Kinder restlos begeistert, was man bei den Ergebnisse auch absolut verstehen kann.

24.01. Familientheater: Theater Lakritz mit “Frau Holle”

Frau Holle mit Backutensilien, klingt schräg, ist aber herzallerliebst und ein Spaß für die ganze Familie. Das Theater Lakritz mit Nicole Weißbrot war nun bereits zum zweiten Mal zu Gast in der Alten Feuerwache und die Besucherzahlen sprachen dafür, dass sie beim ersten Mal alle Herzen für sich und ihre Spielfreude gewann. Diese neue Interpretation eines wohl bekannten Märchens begeisterte die Kleinen und die Großen. Uns begeisterte die Textsicherheit der Kleinen. Zudem freut es uns, dass auf Grund der guten Zusammenarbeit mit der „KITA am Markt“ der Folgetermin für Nicole Weißbrot am Tag darauf in Wildau in besagter Kita geplant war. So gefällt uns interkommunale Zusammenarbeit, keiner hat mehr Arbeit und alle haben einen Zugewinn. Für uns ein tolles Ergebnis dem Familienbündnisses ZEWS.

22.01. Sing4Fun

Unter dem Motto Sing4Fun wollten wir mit Klaus Sedl und Mathias Lev am Klavier und am Schlagzeug ein neues Konzept in Eichwalde starten. Gut gespielte Musik von Profis, an die Leinwand projizierte Texte und eine singfreudiges Publikum, so entsteht ein Mitsingkonzert der Extraklasse. Die Rechnung ging auf, alle die da waren, waren begeistert. Die Stimmung war super und so freuen wir uns bereits auf eine Neuauflage im April.

21.01. Boris Pfeiffer: Workshop zu “Akademie der Abenteuer”

Bereits zum zweiten Mal verbanden wir eine Lesung von Boris Pfeiffer aus „Der Akademie der Abenteuer“ mit einem anschließenden Schreibworkshop zum Thema Ägypten. Die Einstiegslesung aus dem Buch eignet sich wirklich prima, um zum einen die Phantasie der Kinder zu beflügeln, ihnen aber zum anderen auch die Notwendigkeit der Recherche beim Schreiben zu vermitteln. So wurde das Gehörte zunächst aufgegriffen, um die Schüler der 5. Klasse zu unterschiedlichen Themen rund um das „alte Ägypten“ recherchieren zu lassen. Die folgende Schreibrunde sollte das neue und bereits vorhandene Wissen zu einer eigenen Geschichte zusammenwachsen lassen. Die Ergebnisse sprachen für die Vorgehensweise und so haben wir bereits einen neuen Termin mit Boris für eine weitere 5. Klasse vereinbart.

20.01. Boris Pfeiffer liest aus “Das wilde Pack”

Boris Pfeiffer ist ein immer wieder gern gesehener Gast bei Kind & Kegel. Auf Grund der wirklich vielen Bücher, die aus seiner Feder stammen, können wir immer noch neue Highlights von ihm vorstellen. So hatte Boris heute eine Serie im Gepäck, die im Ausland deutlich bekannter ist als in Deutschland. „Das wilde Pack“ begeisterte die 2. Klassen und ihre Begleitung gleichermaßen und so sollten die Tiere, die zum wilden Pack gehören, neue Fans in Eichwalde gefunden haben. Die Geschichte hat es auf jeden Fall verdient und eignet sich gut für Kinder ab der 2. Klasse.

19.01. ViNN:Lab

Die Zusammenarbeit mit der Fashion School Wildau und der TH Wildau führte uns heute ins ViNN:Lab der TH. Dort konnten die teilnehmenden Kinder viel über die neuesten Technologien vom 3D-Druck bis zum Lasercuter erfahren und sich am Ende sogar ausprobieren. So entstanden wunderbare Schlüsselanhänger, die zunächst von jedem der Kinder gezeichnet und im Anschluss stark verkleinert gefräst wurden. Dadurch wirkten die Ergebnisse absolut filigran und professionell. Allen hat es sehr viel Spaß gemacht und so wollen wir möglichst schnell wieder ins ViNN:Lab.

13.01. Liedmobil Wildau

Das Jahr begann, wie das davor geendet hatte. Nach dem guten Zuspruch der „Liedmobile“ in Wildau sollte es mit diesem Programm auch 2016 weitergehen. Die erste Gruppe in diesem Jahr freute sich über das Buch „Die schönste Seifenkiste der Welt“ und fieberte mit Ben und seinen Freuden, die mit vereinten Kräften eine Seifenkiste für ein Seifenkistenrennen bauen wollten. Hierfür brauchten sie die Hilfe vieler Handwerker und so sangen die Kinder auch fleißig bei diesem Kinderlied mit. Auch „Das Auto von Lucio“ durfte natürlich nicht fehlen. Die Kombination von Buch und Musik machte allen Kindern sichtlich Freude. Zum Abschluss bekam die Kita-Gruppe der „KITA am Markt“ noch einen Bastelsatz für ein Kazoo mit. So können die Kinder das Erlebte noch bei einem gemeinsamen Basteltag vertiefen.

Chronik 2015

22.12. 2x Pinocchio mit dem Teatro Baraonda

Pinnochio will nicht zur Schule. So nimmt eine alte Geschichte ihren Anfang. Mit Eduardo Mulone spielte ein Sizilianer den Stoff des Italieners Carlo Collodi, der in den vergangenen 135 Jahren nichts von seinem Charme verloren hat. Wie könnte es beim Theater Baraonda anders sein, Pinocchio kam mit vielen Liedern daher und war somit ebenfalls Inhalt des Liedmobils. Denn auch die gespielte Literatur ging eine wunderbare Verbindung mit der Musik ein. Für die Zuschauer war es der letzte Tag vor den Weihnachtsferien und somit sicher ein wunderschöner Jahresabschluss. Sie fieberten mit Pinocchio, hegten aber auch durchaus Sympathie für die beiden Ganoven Fuchs und Katze. Nachdem zunächst die ersten Klassen da waren, folgten mit den dritten Klassen „alte Hasen“ im Weihnachtsgeschäft. Die Kinder waren deutlich weniger aufgeregt und ließen sich wunderbar auf das Spiel von Eduardo Mulone ein.

18.12. Liedmobil in Wildau

Wie sich eine Weihnachtsgans vor dem Ofen retten konnte, erfuhren die Kinder bei diesem Liedmobil. Hier spielt eine Gans, die sich gegenüber dem Fuchs sicher nicht ganz normgerecht verhält, die Hauptrolle. Wer rechnet schon damit, dass so ein Weihnachtsbraten zunächst darauf besteht, dass für sie aufgeräumt wird, um dann für alle erst einmal was Anständiges zu kochen. „Fuchs du hast die Gans gestohlen“ und „Wir wünschen uns frohe Weihnacht“ waren musikalischer Inhalt des Vormittags.

17.12. Abschluss Autorenpatenschaft

14.12. Schreibwerkstatt 15

14.12. Lesung Thilo Reffert aus “Goldgören”

Eine letzte Lesung war noch im Fördertopf „Autorenpatenschaft“, so kamen alle fünften Klassen ein weiteres Mal in den Genuss einer Lesung aus den „Goldgören“. Natürlich stand Weihnachten bei der Lesung im Mittelpunkt. Prämiere war die Lesung einer noch unveröffentlichten Geschichte, die bereits auf eine Fortsetzung der „Goldgören“ wartet. In der Lesung waren auch einige unserer Schreibwerkstattkinder, die an diesem Vormittag nur kurz zum Essen in die Schule gingen, um dann schon wieder zur letzten  Schreibwerkstatt in die Alte Feuerwache zurückzukehren.

06.12. Familientheater: Lingulino mit “Die Weihnachtsgans Auguste”

Die Weihnachtsgans kam in diesem Jahr vom Erzähltheater Lingulio. Auch nach fast 70 Jahren hat die Geschichte nichts von ihrem Charme und Witz eingebüßt und erfreute sich bei kleinen und großen Gästen  gleichermaßen großer Beliebtheit. Während die Großen in Kindheitserinnerungen versanken, machte sich der eine oder andere kleine Gast doch Sorgen, ob Gustje das Weihnachtsfest überleben würde. Gepaart war die Aufführung, wie so oft bei Lingulino, mit Livemusik. Uwe Dohnt gab den Gefühlen der Gans auf beeindruckende Weise mit seinem Saxophone eine Stimme. Somit fand auch diese Veranstaltung Eingang in das Liedmobilprogramm. Uns freute, dass einige Kinder mit Gutscheinen oder Karten aus ihrem Adventskalender kamen, zeigte es uns doch, dass eine Veranstaltung am Nikolaustag bei den Eichwalder Familien gut ankam.

04.12. Liedmobil in Wildau

Mit Findus war ein weihnachtliches Liedmobil in Wildau zu Besuch. Was liegt bei Findus im Schnee näher, als „ABC die Katze lief im Schnee“ zu singen. Aber was wäre ein Weihnachtsbuch ohne Weihnachtslieder und so folgte „Wir wünschen uns frohe Weihnacht“ bei jedem Besucher, den der alte Pettersson mit Findus begrüßen durfte. Da es viele Gäste waren, konnten die Kinder das Lied am Ende des Vormittags prima und trällerten es auch auf dem Rückweg.

01.12. Vortrag zum Kaufhaus Israel im Museum Mitte

Dr. Goebel, der an diesem Abend im  Museum Mitte einen Fachvortrag zu den Grundstücken der Familie Israel hielt, hatte uns gebeten,  die Veranstaltung mit den Forschungsergebnissen der Kinder zu bereichern. Auch wenn es den Kindern des Projektes gar nicht so bewusst ist, sie werden in einem kleinen Teilbereich der Berliner Geschichte von Fachleuten als Spezialisten gesehen. So folgte die Studentin, die im  Rahmen ihres Praktikums das Projekt bei uns begleitet hatte, gerne der Einladung und senkte vor Ort den Altersdurchschnitt durch ihre Anwesenheit erheblich.

23.11. Schreibwerkstatt 14

23.11. Kindertheater: artisanen mit “Rotkäppchen und all die Anderen”

Die artisanen bestechen normalerweise durch ein imposantes Bühnenbild. Umso leichter und filigraner ist das Bühnenbild für dieses Rotkäppchen. Es besteht vorranging aus weißen Schirmen. Was die artisanen aber mit diesen minimalistischen Materialien machten, war ganz großes Theater. Die Zuschauer waren die Autorenpatenkinder, die sich ja in den vergangen Monaten intensiv mit Märchen beschäftigt hatten. Für Inga und Stefan von den artisanen waren sie ein deutlich älteres als das normale Publikum und so durfte der Wolf endlich mal sein ganzes Stimmvolumen ausfahren, ohne dass weinende Kinder nach ihren Müttern riefen. Rotkäppchen durfte sich über die doofe rote Kappe aufregen und erntete tiefes Verständnis bei den Kindern. Die Fragerunde nach der Vorstellung ließ keine Frage offen und die Kinder lernten viel über die künstlerische Umsetzung von Märchen.

12.11. Hoffmanns Erzählungen

Mit Thomas Hoffmann im Gropiusbau zu sein bedeutete heute, viel über die Hintergründe der Sammlung Würth zu erfahren, hinter die Kulissen der Ausstellung „Von Hockney bis Holbein“ zu sehen und natürlich Kunst zu genießen. Diese Mischung macht die hoffmannschen Erzählungen aus. Was veranlasste Reinhold Würth, einen Teil des Firmenvermögens in Kunst anzulegen, wer bewog ihn, die Sammlung letztendlich auch mit alten Meistern zu bereichern? Wer war verantwortlich für die Auswahl der ausgestellten Kunstwerke und für die Ausstellungskonzeption? Dies alles erfuhren wir an diesem Nachmittag, während sich die restlichen Besucher ausschließlich mit den ausgestellten Kunstwerken beschäftigten. Natürlich kamen die Kunstwerke von Anthony Caros monumentaler Skulptureninstallation „The Last Judgement – Sculpture“ bis zur Holbein-Madonna auch nicht zu kurz.

06.11. Liedmobil in Wildau

Mit dem Liedmobil findet der Literaturalarm eine musikalische Ergänzung. Die Kinder singen themenbezogene Lieder während der Bilderbücher und vertiefen so neben dem literarischen auch ihren musikalischen Erfahrungsschatz. Uns fiel auf, dass in Kita und Elternhaus immer weniger selbst mit den Kindern gesungen wird, dies soll mit diesem Programm geändert werden, denn es vermittelt Ansätze zum situativen Singen. Mit einem Seifenkistenrennen, verbunden mit dem Lied „Wer will fleißige Handwerker sehn“ starteten wir das Programm. In der nächsten Zeit werden noch 5-6 weitere Bücher musikalisch aufbereitet und dann in das ständige Repertoire aufgenommen.

11.10. Konzert mit Christian Bleiming

Gemeinsam mit dem Kulturverein Zeuthen konnten wir mit Christian Bleiming einen der besten Boggie-Woggie-Pianisten engagieren. Dass dies nicht übertrieben ist, merkten die Gäste schon bei den ersten Tönen, denn kaum jemand spielt diese Musik technisch so brillant. Zunächst spielte Christian Bleiming zahlreiche Stücke bekannter Boogie-Woogie-Größen, aber auch Musik aus seiner eigenen Feder ließ er in das Programm einfließen. Dabei erzählte und erklärte er kurzweilig vor den Stücken den historischen und musikalischen Hintergrund und so wurde dieses Konzert nicht nur ein besonderer Hörgenuss, sondern auch eine Reise in die Musikgeschichte des Boggie-Woggie.

11.10. Familientheater mit Andersens Koffertheater “Des Kaisers neue Kleider”

Wer sich fragt, ob der Kaiser bei uns gänzlich unbekleidet auftrat, sollte beim nächsten Familientheater selber vorbei kommen. Denn das wird hier nicht verraten. Hendrik Rosenquist Andersen lieferte auf jeden Fall in gewohnter Weise ein Andersen-Märchen mit persönlicher Note und Interpretation. Bei dieser Aufführung stand neben einer Motte die große Frage nach den wirklich wichtigen Dingen des Lebens im Vordergrund. Das altersgemischte Publikum amüsierte sich auf jeden Fall gleichermaßen und uns freut, dass das Stück endlich aus dem dänischen ins Deutsche übersetzt war, denn wir wollten ihn bereits im vergangen Jahr einladen. Da durften sich jedoch leider vorrangig die Kinder im Nachbarland an der Geschichte erfreuen.

02.10. Ausstellungseröffnung im Museum Mitte

Ab heute ist ein Projekt von Kind & Kegel im Museum Mitte ein Teilinhalt der Ausstellung zum 200. Gründungsjubiläum des Kaufhauses Israel. Wir hatten mit einigen Kindern erfolgreich mit dieser Thematik am History Award teilgenommen, aber dass ein Museum nun diesen Filmbeitrag als gelungene Umsetzung eines Geschichtsprojektes in ihr Ausstellungskonzept aufnahm, ehrte uns doch sehr. Bei der Recherche für die Ausstellung stieß die Kuratorin auf unseren Beitrag und fragte an, ob wir uns an der Ausstellung beteiligen. Nichts lieber als dies, eine schönere Nachhaltigkeit unserer Arbeit kann es doch nicht geben.

13.09. Schreibwerkstatt 13

12.09. Schreibwerkstatt 12

07.09. Schreibwerkstatt 11

29.08. Konzert mit Catalina Claro

Sicher begrüßten wir mit Catalina Claro die Künstlerin mit dem weitesten Anfahrtsweg. Zwar war sie nicht nur extra für uns aus Chile angereist, aber Eichwalde folgte gleich nach Paris auf ihrer Welttournee. Wie bereits vor 1 ½ Jahren begeisterte sie mit ihrer sehr eigenen Musik binnen Minuten das Publikum. Die Mundpropaganda, dass mit Catalina etwas ganz Besonderes geboten wird, tat ihr übriges und so war die Alte Feuerwache mit vielen „Wiederholungstätern“ und ihren Freuden gefüllt. Catalina Claro verband wieder chilenische traditionelle Musik mit eigenen Kompositionen und Weltmusik zu einem wundervollen Programm.

28.08. 2 x Liteaturalarm Bilderbuch in Wildau

Damit wirklich alle Gruppen ihr Zirkusthema mit einem Literaturalarm abschließen konnten, wiederholte sich dieser gleich viermal. Doch wer denkt, dass dies doch langweilig sei, kennt den Literaturalarm schlecht. Dank der Tatsache, dass die Kinder nicht reine Zuhörer sind, sondern aktiv ins Geschehen eingreifen können, ergaben sich trotz gleichbleibendem Buch vier komplett unterschiedliche Veranstaltungen. Anders als die vergangen Male waren wir heute nicht im Familienladen Seifenblase zu Gast, sondern im Jugendzentrum Wildau.

27.08. 2 x Liteaturalarm Bilderbuch in Wildau

Die Kita am Markt in Wildau ist ständiger und gern gesehener Gast beim Literaturalarm. Großes Thema in der Kita war in dem vergangen Wochen Zirkus und so wünschten sich die Erzieherinnen ein Zirkusbuch. Dies war gar nicht so einfach. Viele Bücher wurden gesichtet und wieder verworfen, bis wir mit “Zirkus” von Franziska Biermann das richtige fanden. In frechen Reimen tummeln sich in diesem Zirkus die Eselbrüder Klaus und Klaus oder Paula Moops mit ihren 47 Hula-Hoops.

24.08. Liteaturalarm Bilderbuch mit der Kita Pinoccio

In diesem Jahr verlagerte sich der Literaturalarm Bilderbuch zu einem hohen Anteil nach Wildau. Die Situation durch die Doppelnutzung der Alten Feuerwache als Kulturstätte und als Trauraum erschwerte uns die Arbeit sehr. Umso mehr freute es uns, gleich zweimal für die Kita Pinoccio mit einem Bilderbuch im Gepäck die Alten Feuerwache zu belagern. Die Kinder hingegen freuten sich, bei uns eine alte Bekannte wieder zu sehen, denn die letzte Jahrespraktikantin der Kita war ebenfalls bei dem Literaturalarm zu Gast. Gewünscht hatten sich die Kobolde aus der Kita Pinoccio „Nein so war das“. Ein Buch, das viel Raum für die Diskussion über unterschiedliche Sichtweisen bei Streit lässt.

23.08. Gartenlesung mit Hans-Jochen Röhrig und Gisela Richter

Auch im Gärtnerhof zählten wir auf einen altbewährten Künstler. Hans-Jochen Röhrig beehrte uns bereits zum dritten Mal. In diesem Jahr war Gisela Richter mit ihrem Cello zur musikalischen Begleitung dabei. Wie immer erfreute uns der Gärtnerhof als wunderbarer Gastgeber. So gelang es uns, in diesem Jahr das „Catering“ der Familie Hanezog, das alleine schon den Besuch der Gartenlesung für die Gäste lohnte, auch in den andern Gärten anzubieten. Mit Obstbechern, Kuchen, Kanapees und Getränken war für das leibliche Wohl gesorgt. Hans-Jochen Röhrig und Gisela Richter hingegen sorgten genauso perfekt für das geistige Wohl. Hans-Jochen Röhrig versteht es einfach vortrefflich, das ironisch-tragische der Mann-Novelle in Szene zu setzen. Gisela Richter lieferte einen wunderbaren musikalischen Kontrapunkt mit Kompositionen von Elgar, Tschaikowsky und Rachmaninoff. In der Pause entstanden Ideen, im kommenden Jahr einen Kinderbuchklassiker für Alt und Jung bei den Gartenlesungen anzubieten.

16.08. Gartenlesung mit Simone Pabst und Elena Lutz

Das Duo Simone Kabst und Elena Lutz war bereits im vergangen Jahr bei der Gartenlesung in Zeuthen dabei. Der Gastgeberin Frau Meyer gefiel es damals so gut, dass wir bereits zu dem Zeitpunkt die Folgelesung mit “Djamila” fest machten. Während wir im vergangenen Jahr von einem Gewitter mit traumhaften Regenbogen überrollt wurden, drohte auch in diesem Jahr das Wetter. Allerdings so passend zum Text, dass man das Donnergrollen atmosphärisch nicht besser im Studio hätte erzeugen können. Zum Glück war das Wetter aber gnädig und niemand wurde nass. Simone Kabst zeigte ein weiteres Mal ihr Können, gleichermaßen Elena Lutz, die zu den ganz großen Virtuosen des Bajans gehört. So wurde Aitmatows Djamila, die als eine der schönsten  Liebesgeschichten gilt, zu einem Gesamtkunstwerk aus Lesung, Musik, Garten und Wetter. Vielleicht sehen wir sie ja im kommenden Jahr wieder, die Zuschauerzahlen sprachen klar für eine große Fangemeinde.

09.08. Gartenlesung mit Uve Teschner

Uve Teschner kennen wenige, seine  Stimme hingegen kennen viele, denn als Hörbuchsprecher ist er in vielen Wohnzimmern zuhause. Bei uns war er mit Gaito Gasdanows „Das Phantom des Alexander Wolf“ zu Gast. Die markante Stimme des renommierten Sprechers Uve Teschner zieht die Zuhörer hinein in die Welt eines lange übersehenen Meisterwerks der Moderne, wo Verstrickungen menschlicher Seelen in einem makellosen Stil nachgezeichnet werden. Die Lesung fand unter dem Eichwalder Wasserturm statt, denn ein weiteres Mal öffnete Familie Schleicher dankenswerter Weise ihre Gartentore für eine der beliebten Gartenlesungen. Uve Teschner fesselte schnell mit seiner enorm wandlungsfähigen Stimme das Publikum. Die Geschichte, die den meisten unbekannt war, gestaltete sich so spannungsreich, dass viele der Gäste am Ende beschlossen im eigenen Garten weiter zu lesen. Denn wie sie ausgeht, wurde nicht verraten. Gerne würden  wir Uve Teschner wieder in Eichwalde begrüßen und der Gedanke, einen Geräuschemacher dazuzubuchen, gefiel uns besonders.

03.08. Liteaturalarm Bilderbuch in der Kita Senfkorn

Die Kita Senfkorn in Zeuthen-Miersdorf wurde ein Jahr alt und wünschte sich zur Feier des Tages einen Literaturalarm von Kind & Kegel. Mitbringen sollten wir das Buch: „Aber ich will“. Gerne kamen wir der Einladung nach und fanden auch schnell einen geeigneten Ort in der Kita, in der es ruhig und kuschelig war. Die Atmosphäre vor Ort begeisterte uns und die Kinder begeisterte das Erlebnis, so werden wir sicher nicht zum letzten Mal vor Ort zu Gast gewesen sein.

13.07. 2 x Liteaturalarm mit Boris Pfeiffer

Wer kennt sie nicht, die Drei ???? Einer der beiden Autoren der Kids Reihe ist gern gesehener Gast bei Kind & Kegel. Schnell war klar, dass eine Lesung nicht ausreichen würde, um den angemeldeten Klassen den gewohnten engen Kontakt zum Autor zu bieten. So begrüßten wir mit Boris Pfeiffer einen alten Bekannten, der die Kinder an diesem Vormittag gleich zweimal in den Bann schlug. Heute ging es um eine überdimensionierte Kuckucksuhr und ihre Geheimnisse. Wen wundert es, dass der Büchertisch der Buchhandlung Schattauer an diesem Tag nicht nur das vorgestellte Buch verkaufte. Viele der Kinder deckten sich mit Ferienliteratur ein. Das Begeistern für Literatur und das Lesen ist einer der Schwerpunkte des Vereins, besonders viel Spaß macht uns das immer bei Kindern.

11.07. Fußballheldenturnier

Helden gesucht! Diesem Aufruf folgten wieder 15 Mannschaften aus drei teilnehmenden Schulen. Wie immer stellte der SV Schmöckwitz-Eichwalde neben dem Platz vor allen auch die fachliche Betreuung des Fussballtourniers. Kind & Kegel hingegen kümmerte sich um die Organisation im Vorfeld, die Preise und Medaillen und die Waffelhelden. Eine von vielen gewachsenen Kooperationen des Vereins, die uns sehr am Herzen liegt und die vor allem den Kindern sehr zu Gute kommt. Denn anders als bei den üblichen Tounieren, die der SV Schmöckwitz-Eichwalde organisiert, stehen hier geschlechtsgemischte Mannschaften auf dem Rasen, die nicht regelmäßig in einem Fußballverein gemeinsam trainieren.

11-07-15Im Unterschied zu den vergangen Jahren waren in diesem Jahr auch verstärkt 1-2 Klassen auf dem Rasen. Die Klassen, die keine eigene Mannschaft zusammen bekamen, wurden bereitwillig in andern Mannschaften aufgenommen und die 4b aus der Humboldt-Grundschule Eichwalde, die sogar zwei Mannschaften gemeldet hatte, konnte mit dieser Unterstützung aus den 3. Klassen sowohl den 1. als auch den 3. Platz der Gesamtwertung erzielen.

Vielen Dank an alle Teilnehmer, die Unterstützer, die die Teams betreuten, die Waffelhelden und natürlich an die Schiedsrichter von SV Schmöckwitz-Eichwalde!

05.07. Hobbythek

Bereits zum dritten Mal fand im Eichenparkstadion die Hobbythek statt. Wie bereits in den vergangen Jahren war Kind & Kegel nicht nur dabei, sondern maßgeblich an der Organisation beteiligt.

Sinnvolle Freizeitgestaltung für alle Generationen liegt uns sehr am Herzen, was liegt also näher, als der interessierten Bevölkerung die vielfältigen Möglichkeiten in der Region vorzustellen. Vieles ist sicher bekannt, aber immer gibt es für den einen oder andern neue Impulse, aber auch Fragen zu Trainigszeiten, Mannschaften oder Angeboten oder ob es neben dem Instrumentalunterricht auch noch die Möglichkeit des gemeinsamen Musizierens gibt, wie eine Geburtstagsfeier oder eine Ladysnight in einer Nähschule aussieht oder eben ob die „Zeitreise zur NS Zeit“ durch Eichwalde von Kind & Kegel auch bereits für 6. Klassen geeignet ist? Dies und vieles mehr konnte bei strahlendem Sonnenschein und 40 Grad im Schatten erfragt und erfahren werden.

Wir hatten neben unserem Informationsstand auch noch die Holzwerkstatt aus Bie05(1)-07-15senthal eingeladen. Denn Werkstattangebote gehören genau wie Literaturalarm für 4-18 jährige oder die beliebten Gartenlesungen ebenfalls fest ins Kind & Kegel-Programm.

Dem Schulzendorfer Bürgermeister hat die Veranstaltung so gut gefallen, dass er uns kurzerhand für das kommende Jahr nach Schulzendorf eingeladen hat. Das Bündnis für Familie ZEWS, das der neue Organisator der Hobbythek ist, wird dieser Einladung gerne folgen.

29.06. Bilinguale Lesung mit Holly Jane Rahlens aus “Everlasting”

29-06-15Mit Holly Jane Rahlens war eine waschechte New Yorkerin zu einer bilingualen Lesung in der Alten Feuerwache. Sie las aus ihrem Roman “Everlasting”, in dem der Hauptprotagonist Finn, Historiker und Spezialist für die ausgestorbene Sprache Deutsch, die Tagebücher eines 13- jährigen Mädchens unserer Zeit transkribieren soll. Parallel testet er Computerspiele der übernächsten Generation auf ihre Autenzität und begegnet nun in der virtuellen Welt dem Mädchen aus den Tagebüchern.

Neben der spannenden Geschichte war es die Art, wie Frau Rahlens die Lesung gestaltete, die die Schüler schnell in den Bann zog. Sowohl die erklärenden Textzusammenfassungen als auch der Grossteil der Lesung waren Englisch. Die Tagebucheintragungen und Gespräche im virtuellen Berlin hingegen las sie in Deutsch. Im Anschluss gab es noch ein Quiz, bei dem zweimal „Everlasting“ verlost wurde. Eine rundum tolle Veranstaltung mit einer tollen Autorin und einer tollen 9a!

27./28.06. Schreibwerkstatt 9 und 10

26.06. Hoffmanns Erzählungen: Ausstellung “Impressionismus Expressionismus” in der Alten Nationalgalerie

Hoffmanns Erzählungen begleiten Kind & Kegel bereits durch viele Jahre. Diesmal waren 26-06-15wir in der Alten Nationalgalerie zu Gast, doch die wohlvertraute obere Etage bot ein vollkommen neues Bild. Die aktuelle Ausstellung stellten den impressionistischen Werken dieser Etage expressionistische an die Seite. Klingt schräg, war es aber nicht, ganz im Gegenteil, der Vergleich dieser beiden Richtungen war mehr als spannend. Schnell hatten die Kinder im direkten Vergleich die Unterschiede herausgearbeitet. Einige der Kinder hatten gerade die „Blauen Reiter“ im Kunstunterricht durchgenommen und freuten sich nun, Originale von ihnen aus dem Unterricht bekannten Künstlern zu sehen.

Besonders freute uns, dass wir dieses Mal viele „Neue“ begeistern konnten. Immer hin waren sieben Kinder zwischen 7 und 16 Jahren neu dabei und auch sie freuen sich bereits auf die nächste von Hoffmanns Erzählungen.

23.06. redeZeit Stadtgeschichte mit Karen Schröder: “Der „Rosenkönig“ von Berlin oder wie der Buntzelberg zu seinem Namen kam“

Im Berliner Raum war der Name von Max Buntzel vor gut 100 Jahren nicht nur in Gärtnerkreisen bekannt. Heute erinnert nur noch eine Flurbezeichnung in Grünau und ein sehr kurzer Wikipedia-Eintrag an den Rosenkönig von Berlin. Die Journalistin Karen Schröder brachte Licht in das Dunkel seiner Person. Sie erzählte aus seinem Leben, las aus alten Gartenzeitungen und ließ so nicht nur die Person Max Buntzel, sondern auch seine Zeit wieder lebendig werden.

23-06-15Der Werdegang von Niederschöneweide über den Buntzelberg bis zum Niedergang, große Eckdaten, wie die begehrte Auszeichnung durch Kaiserin und Kaiser, aber auch durch Kollegen, die Ausflugsituation der damaligen Zeit und vieles mehr waren Inhalte des Abends.

Alte Rosenarten und riesige Treibhäuser entstanden vor dem geistigen Auge der Zuhörer, die nebenbei Erdbeerbowle genossen. Schnittrosenpreise und Gewerbe- oder Gartenausstellungen des ausgehenden 19. Jh. komplettierten das Bild. Alles in allem war dies nicht nur eine interessante und zeitaufwendige Recherchearbeit der Journalistin Karen Schröder, die sich in einem kurzweiligen Vortrag verdichtete, sondern auch ein wunderbarer Auftakt für den Kultursommer 2015.

12.06. Literaturalarm Bilderbuch in Wildau

Ein weiteres Mal war Kind & Kegel im Familienladen Seifenblase zu Gast, dieses Mal hatten wir „Zwei wirklich dumme Gänse“ im Gepäck. Es war ein Wunschbuch der Kita am Markt und wie immer fühlten wir uns in Wildau sehr wohl. Die Kinder waren ganz bei der Sache, erklärten uns, wo ihr Sammelplatz bei Feuer sei und wunderten sich über die Gänse und all ihre Vorurteile.

31.05. Familientheater „Hase und Igel“

Passend zum Vortag rannten in der AFW an diesem Sonntag Hase und Igel vom Theater Lakritz um die Wette. Es freute uns, dass wir einige der 500m Läufer im Publikum wieder entdeckten und auch die jungen Besucher aus Wildau, die sie wunderten was den „ihre Bücherfrauen“ vom Literaturalarm in Eichwalde machen, zweigen, dass kontinuierliche Arbeit die beste Reklame ist.

Mit dem Theater Lakritz kam eine Geschichte zu uns in die Feuerwache, die jeder kennt und dennoch lieferte sie neue Sichtweisen, die jungen wilden Igel, die den kunstsinnigen und ruhebedürftigen Hasen durch ihre blo31-05-15ße Anwesenheit nervten, spiegeln ein Problem der Zeit, dass vielen der jungen Eltern im Publikum nur zu bekannt ist.

Das besondere Schmankerl für uns war, dass die Geschichte komplett aus dem Nähkästchen gespielt wurde, alle Materialien des Stücks waren einmal Handarbeitsutensilien und wurden zum Schluss auch den Kindern als solche vorgestellt. So lieferte Nicole Weißbrodt gleich zweimal Kulturgeschichte, zum einen mit einer alten Geschichte, die neu erzählt wurde, zum Anderen mit Stopfpilz, Sternzwirn, Nadelkissen und Co, die die meisten Kinder nicht einmal mehr vom Hören sagen kannten. Wunderbar!

30.05. 5. Nacht im Grünauer Forst – Ein gelungenes Jubiläum!

Rekordzahl an Anmeldungen und Finishern, fünf Streckenrekorde, Galavorstellung von Paul Schmidt aus Dresden und über 1000 Euro für die Kenyan Kids Foundation, das war das Ergebnis der „5. Nacht im Grünauer Forst“.

Allein die Zahl von etwa 550 Anmeldungen brachte die Veranstaltung in neue Dimensionen des Zuspruchs, aber auch so langsam an die Kapazitätsgrenzen. Während über die 5 km und 10 km durchaus noch einige Teilnehmer mehr an den Start gehen könnten, sind wir durch den großen Zulauf bei der “Grünauer Meile” am Limit.

Diesbezüglich zollen wir als Organisatoren allen Teilnehmern ein dickes Lob, schon die Stimmung, die sie alle mit in den Wald brachten, war bestens, und nur durch ihr rücksichtsvolles Verhalten war es möglich, so viele Menschen auf der Waldlichtung in Karolinenhof zusammenkommen zu lassen. Aus diversen Äußerungen konnten wir entnehmen, dass unser Konzept eines gemeinschaftlichen und Generationen übergreifenden Sportevents in allen Belangen aufzugehen scheint. Vom Kleinkind mit 10 Monaten bis zum Großvater mit 78 Jahren waren alle Altersklassen neben den Teilnehmern der Schulen aus Eichwalde, Schmöckwitz, Erkner und Schulzendorf mit Spaß, aber auch sportlichem Einsatz bei der Sache.

Der Teamwettbewerb der Grundschulklassen hat sich voll etabliert, über 350 Starter konnten wir allein bei der Meile an der Startlinie zählen. Das war schon eine sehr imposante Kulisse. Neben den tollen Leistungen haben wir uns auch über die Nachrichten aus der “medizinischen Abteilung” gefreut, die trotz der großen Enge auf der Strecke keinerlei besondere Vorfälle zu vermelden hatte. Ihr umsichtiges  und rücksichtsvolles Verhalten wurde ausdrücklich gelobt!

Und von der sportlichen Seite her stellte die 5. Nacht in der Tat alles in den Schatten. Bei bestem Wetter gab es im Teamwettbewerb ein spannendes und enges Kopf-an-Kopf-Rennen der Kandidaten für die Preissummen von 150 Euro, 100 Euro und 50 Euro. Sage und schreibe 50 Teilnehmer (im Ziel!) musste man aktivieren, um auf das Podium zu kommen. Am Ende waren das auf Platz 1 (150 Euro) die Klasse 6a des Humboldt-Gymnasiums Eichwalde mit 58 Teilnehmern vor den Gästen aus Erkner mit der Klasse Flex C  von der Löcknitz-Schule, die 54 Teilnehmer ins Ziel brachten und 100 Euro für die Klassenkasse bekommen. Platz 3 (50 Euro) geht nach Schmöckwitz an die Inselschule und die Klasse 4a mit 50 Finishern.

Ein wichtiger Aspekt dieser Veranstaltung war das Sammeln von Spenden für die “Kenyan Kids Foundation” des Marathonläufers Wesley Korir. Gut 1000 Euro lagen am Ende in den Spendenboxen, ein großartiges Resultat für die Kinder Kenias. Allen ganz herzlichen Dank für das große Spenderherz!

Sportlich war die Nacht so gut wie noch nie. Fünf Streckenrekorde waren eine reichliche Ausbeute. Den Reigen eröffnet über die Meile Leo Wasserkampf aus Schmöckwitz, der die Bestmarke über die Meile um 6 Sekunden auf 5:52 steigerte. Bei den Frauen siegte Karsta Parsiegla (SCC Berlin) in 39:51, wobei sie den Streckenrekord in Grünau um über eine volle Minute verbesserte.

Schon im ersten Lauf des Abends war über 500 m Sinikka Froese aus Eichwalde 2:05 gelaufen, womit die Bestmarke aus dem Vorjahr um 3 Sekunden unterboten wurde.

Das leistungssportliche Highlight produzierte diesmal allerdings Paul Schmidt aus Dresden, der den Kursrekord über die 10 km bei den Männern auf schier unglaubliche 30:43 steigerte. Was diese Leistung noch erstaunlicher macht, ist die Tatsache, dass Paul erst um 15:30 Uhr am gleichen Tag im Stadion Lichterfelde an den Start der Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften über 5000 m ging und dort überlegen den Lauf in 14:43,23 gewann. 2 1/2 Stunden später war er dann bei uns aktiv und lieferte nochmals eine Ausnahmeleistung ab.

Fast noch hochwertiger ist seine Durchgangszeit nach der Hälfte der Strecke, d.h. bei der Wende zur zweiten Runde, die Paul nach großartigen 15:07 passierte, Damit hatte er ganz nebenbei den Streckenrekord über 5 km von Daniel Naumann von 16:14 aus dem Vorjahr erheblich gesteigert. Gratulation und vielen Dank fürs Kommen, Paul!

Die Zeiten von Paul Schmidt belegen, dass auf unserer Stecke optimale Bedingungen herrschen und schnelle Zeiten erzielt werden können. Das war uns bereits vorher bekannt, aber Athleten dieser Klasse hatten wir bisher noch nicht am Start. In den nächsten Jahren sind wir sehr zuversichtlich, dass wir weitere Topläufer in den Grünauer Forst sehen werden, die die aktuellen Zeiten noch einmal deutlich steigern werden. Die Fabelzeiten von Jörg Peter und Michael Heilmann über die Marathondistanz sind u.a. auch in den idealen Bedingungen im Umfeld des Grünauer Forstes begründet. Ihre Erben stehen in den Startlöchern.

22.05. 2x Literaturalarm Bilderbuch in Wildau

An diesem Freitag brüllte der „Löwe, der nicht schreiben konnte“ seinen ganzen Frust und Weltschmerz in den Familienladen in Wildau. Schnell war den Kinder klar, warum die Tiere nie den Ton trafen, den der Löwe für seine angebetete Löwin gerne in seinen „fremd geschriebenen“ Briefen gehört hätte. Sie hatten ihren Spaß mit all den Löwen untypischen Angeboten für die junge, schöne und gebildete Löwin, die dort in den Briefen von Affe, Nilpferd oder Krokodil auftauchten. Wie heißt es so schön, „wer lesen kann ist klar im Vorteil“ nach diesem Buch sollte man ergänzen, „wer schreiben kann aber auch!“.

Zu guter Letzt wurde bereits der nächste Termin in Wildau reserviert und wir freuen uns über das neue Zuhause, dass uns der Familienladen in Wildau bietet, gerade da die AFW in diesem Jahr nur sehr eingeschränkt für die Kultur zur Verfügung steht.

9./10.05. Schreibwerkstatt 7 und 8 – Märchenhaftes Wochenende

Es war einmal eine Schar von Kindern, die suchten nach Wegen zur Literatur. Sie suchten sie unter Anleitung ihres Autorenpaten, der mit der Literatur vertrauteren Umgang pflegte. Eines Tages nun sprach der Autorenpate: Liebe Kinder, lasset euch von euren Eltern in den Wald bringen, in das Jugendbildungszentrum Blossin. Die Eltern aber brachten nicht nur ihre Kinder, sondern auch Kuchen und Erdbeeren, denn eines der Kinder hatte just am Samstag Geburtstag und aus der Küche ward eine Fontäne gebracht, die funkelte und leuchtete, dass es eine Art hatte.

09(2)-05-15Und wie die Kinder ihre Zimmer im Seminarhotel fanden, da leuchteten ihre Augen, denn es waren je vier Bettlein aufgestellt, ein jedes versehen mit Kissen und Bettdecke. In ihren Taschen und Koffern aber hatten die Kinder das feinste Bettzeug mitgebracht und das wurde nun auf die Betten gezogen – eine Kunst, die nicht jedes Kind verstund, aber mit Hilfe der geduldigen Barbara verschwand schließlich auch das letzte Inlett im Bezug.

Darauf zogen die Kinder mit ihren Federtaschen und Märchenbüchern in den Seminarraum Nr. 10, wo neunzehn Stühle um eine Tafel in U-Form standen, auf dass sich alle anschauen können beim Lesen und Zuhören, beim Diskutieren und Erwägen.

Der Autorenpate aber sprach: „Liebe Kinder, gewärtigt euch das Märchen vom Rotkäppchen.“

Und die Kinder taten wie ihnen geheißen.

„Liebe Kinder“, frug der Autorenpate nun, „welche anderen Figuren spielen in diesem Märchen eine Rolle außer Rotkäppchen?“

Und die Kinder trugen zusammen: Die Mutter, die Großmutter, der Wolf und der Jäger sind die anderen Figuren.

„Und wer, liebe Kinder“, frug der Autorenpate weiter, „wer könnte das Geschehen noch schildern, auf dass uns Augen und Ohren übergehen?“

Und die Arme der Kinder fuhren in die Höhe und ihre Gesichter strahlten, als sie verstanden, wie ganz wunderbar und höchst erstaunlich es wäre, das Märchen aus der Sicht des Wolfes zu schildern oder aus der Sicht der Großmutter!

„Dies, liebe Kinder, ist nun eure Arbeit“, sprach der Autorenpate, „wählt euch ein Märchen, wählt eine Figur und schildert das Geschehen aus ihrer Sicht!“

Und die Kinder zückten die Federn, um zu schreiben.

Das heißt nein, erst brauchten sie eine Pause. Der Bolzplatz lockte gar sehr und der See lockte gewaltig und der Spielplatz lockte wie verrückt.

Endlich aber kehrten die Kinder zurück in den Seminarraum Nr. 10 und der Autorenpate war es zufrieden, als er erkannte, wie erholt die Kinder aus der Pause kamen und wie tatkräftig und konzentriert sie nun ans Werk gingen.

Eines der Kinder, Florian mit Namen, hub an und erzählte ein bekanntes Märchen so:

„Ich habe mein Haus in den Wald gebaut, weil ich Ruhe vor den Menschen haben wollte. Denn ich hatte einen großen Schatz, Gold, Edelsteine und Rubine. Weil ich im Wald keine Ziegel hatte, habe ich das Haus ganz aus Lebkuchen gebaut, aus Lebkuchen, die ich selber gebacken hatte. Das hat zwei Jahre gedauert. Es ging mir ziemlich lange gut, hier draußen im Wald vergisst man  schnell die Zeit.“

Ein anderes Kind, Jonas genannt, hub an und erzählte ein anderes bekanntes Märchen so:

„Es war einmal ein Männlein, das lebte im Wald.Das Männlein hatte magische Kräfte. Einmal hörte das Männlein das Weinen eines Menschleins. Es tat die Tür von einer Kammer auf und sah ein Mädchen, das weinte. Es fragte, was mit ihr los wäre. Sie antwortete: ‘Ich soll dieses Stroh zu Gold spinnen.’“

Und der Autorenpate sah die Kinder denken und tüfteln, er sah sie schreiben und schaffen und dachte bei sich, jawohl, auch dieses könnte ein Weg zur Literatur sein.

Als aber der Abend gekommen war, zogen die Kinder in eine Köhlerhütte und in einer metallenen Schale ward ein Feuer entfacht, darauf der Autorenpate die köstlichsten Würste briet, blond oder kross, ganz nach Wunsch. Auch Gebratenes gab es und Gebackenes, denn der Kuchen war am Nachmittag nicht alle geworden. Dazu tranken die Kinder Gänsewein und wie sie alle recht vergnügt waren, da trat der Vater von Marie in die Köhlerhütte und hatte seine Gitarre mitgebracht. Da sangen die Kinder lustige Weisen von ihrer Tante aus Marokko, vom Cowboy Jim aus Texas und einer verschwundenen Kokosnuss, bis die Nacht hereinbrach und absolute Bettruhe angesagt war, was die Kinder relativ ernst nahmen.

Am nächsten Morgen gingen die Kinder gar frisch ans Werk, was den Autorenpaten erstaunte, denn einige Kinder waren noch lange nach dem Zubettgehen wach gewesen und hatten doch auch vor dem Wecken das Bett verlassen. Und so kam es, dass an diesem Morgen einige Geschichten erstaunliche Fortschritte machten, während die fleißige Maren andere Geschichten schon auf dem Laptop abtippen konnte, denn die Menschen hatten es sich angewöhnt, alles digital zu bearbeiten und für den Autorenpaten war es eine große Erleichterung.

Nun hatten die Kinder ein Märchen aus einer Perspektive neu erzählt und dabei erfahren, welche Rolle es spielt, wer eine Geschichte erzählt. Dieses, dachte der Autorenpate bei sich, ist eine Erkenntnis, die über die Literatur hinaus von Bedeutung ist. So sucht man, dachte er im Stillen weiter, Wege zur Literatur und findet Wege ins Leben. Dann fuhr er fort, mit bekannten Märchentexten herumzuspielen. Er hatte drei Märchen in dramatischen Text übersetzt, d.h. die Handlung in Dialoge aufgelöst und den Erzähler auf wenige Bemerkungen reduziert. Die Märchen waren aber Rotkäppchen, Rumpelstilzchen und Frau Holle.10(2)-05-15

Das Märchen vom Rotkäppchen probten die Kinder gemeinsam und führten es anschließend unter freiem Himmel auf. Das aber machten sie so: Die Spieler nahmen hinter einem halbhohen Vorhang Platz und standen nur auf, um zu sprechen. Nach jeder Replik setzten sie sich nieder, so dass immer nur der Sprechende sichtbar ward. Der Autorenpate nannte dieses Theater Aufsteh-Theater, aber er ist sich nicht sicher, ob das eine belastbare Bezeichnung ist.

Darauf teilte sich die Kinderschar und probte in zwei Gruppen die Märchen vom Rumpelstilzchen und von der Frau Holle in einer Aufsteh-Theater-Version, falls man so sagen will. Und dabei machten sie eine Erfahrung, die jeder Schauspieler teilt, dass man nämlich auch in kleinsten Rollen glänzen kann, wenn man nur groß genug spielt. Jonas war es, der im Märchen von Frau Holle den Brunnen (sic!) zu geben hatte. Sein Text beschränkte sich auf die (teils wiederholten) Worte „plumps“ und „gluck“. Doch diesen seinen winzigen Text gestaltete Jonas mit brunnentiefer Stimme und der Würde eines Königs, der gramgebeugt den Untergang eines Riesenreiches verkündet. Die zuschauenden Kinder aber brachen darüber in Lachen aus, so dass es selbst einem steinernen Brunnen schwer gefallen wäre, ernst zu bleiben.

Auf diese Weise, stellte sich der Autorenpate vor, würden die Kinder in der nächsten Werkstatt dramatische Texte aus den Märchen ihrer Wahl verfertigen, die dann als Hörspiel und / oder als Theatertext gespielt werden können. Und da wunderte es den Autorenpaten, ob die gesuchten Wege zur Literatur sich überhaupt wollten finden lassen? Und für einen Moment kam ihm vor, als entstünden die Weg zur Literatur erst dadurch, dass sie gegangen werden.

Wie groß war aber die Freude der Kinder, dass sie den Weg nach Hause nicht gehen mussten, sondern von ihren Eltern abgeholt wurden. Glücklich und erschöpft fuhren sie von hinnen, die Herzen von Dankbarkeit erfüllt gegen die gütigen Fördermittelgeber im Bundesministerium und die freundlichen Mitarbeiter des Jugendbildungszentrums Blossin.

27.04. Literaturalarm Bilderbuch Schnurzpiepegal

Einen besonderen Literaturalarm Bilderbuch hielt Kind & Kegel dieses Mal für die Grundschüler aus Eichwalde bereit. Mit Barbara Steinitz hatten wir Autorin, Illustratorin und Interpretin des gleichnamigen Bilderbuchs vor Ort.

27-04-15Hier wurden nun die Zeichnungen in einem Papiertheater lebendig und die Figuren entwickelten ein Eigenleben und eine Dynamik, die nur der Autor und Illustrator selbst ihnen verleihen kann. Björn Kollin verlieh der Geschichte mit seiner Musik und den vielen mitgebrachten Instrumenten zudem noch eine weitere Komponente, die vielen Zwischentöne lieferten Gefühle und Stimmungen. So wurde die witzige Liebesgeschichte, in der es auch um Einsamkeit, Anders sein und Selbstakzeptanz geht, ein einzigartiges Erlebnis für Groß und Klein. Schade nur, dass das Buch momentan nicht mehr im Handel erhältlich ist.

Humor bewiesen die Beiden Akteure auch, in dem sie kurzerhand das „Bitte Ruhe Eheschließung Schild“, kurzerhand ins Spiel einbezogen.

26.04. Schreibwerkstatt 6 – Alles eine Frage der Perspektive

Dies war die Sonntagswerkstatt und ich möchte hier die erste Strophe eines Lobliedes auf die Eltern singen. Wir wurden das Wochenende über mit Kuchen und Naschwerk versorgt, sogar warme Pizzabrötchen wurden uns gebracht. Ein voller Bauch studiert nicht gern, heißt es, aber ein leerer – das weiß ich persönlich ganz genau – denkt nur ans Essen!

Alles eine Frage der Perspektive hieß diese Werkstatt und sie hätte richtig heißen müssen: Alles eine Frage der Perspektive, der Erzählweise und des Mediums. Es ging aber nicht um die Vorbereitung von siebzehn Doktorarbeiten, sondern um Märchen. Märchen hatte ich gewählt, weil ich davon ausging, dass bei den Kindern eine ungefähre Textkenntnis vorliegt, was sich später als bedingt richtig erwies. Märchen sind außerdem stabile Geschichten, an denen sich gut herumprobieren lässt – und darum ging es mir, in Vorbereitung der nächsten Doppelwerkstatt in Blossin.

Die Kinder stellten ihre Lieblingsmärchen vor, wobei auch Wilhelm Buschs „Max und Moritz“ als Märchen vorgestellt wurde. Wilhelm Busch selbst hätte sich wohl geehrt gefühlt, dass seine Verse auf diese Weise zur Volksdichtung erhoben wurden. Für das Ende der Werkstatt hatte ich eine Geschichte vorbereitet, in der ich sechzehn Märchen kompiliert hatte – verbunden an Märchenorten wie dem Brunnen oder dem Häuschen im Wald. Das war die Klammer der Werkstatt.

Wir haben eines meiner Lieblingsmärchen als Hörspiel gehört, den gestiefelten Kater, die DDR-Produktion, als Schallplatte bei LITERA wohl Anfang der 70er Jahre erschienen, die ich selbst als Kind dutzendemal gehört hatte. Klaus Piontek als Kater, Kurt Böwe als König, Katharina Thalbach als Prinzessin – das ist große Kunst für kleine Leute. Wir haben nach dem Hören zusammengetragen, welche Mittel im Hörspiel zum Einsatz kamen im Unterschied zum erzählten Märchen(text) und tatsächlich war es erstaunlich, wie z.B. die (optische) Verwandlung des Zauberers durch Geräusche, Musik und Sprechweise für die Ohren erfahrbar gemacht wurde. Auch die erzählende bzw. illustrierende Funktion der Musik wurde vielen Kinder hier zum ersten Mal bewusst.

26-04-15Anschließend und nach einer angemessenen Pause haben wir mit der gleichen Fragestellung die ARD-Neuverfilmung des Märchens – in Auszügen – angeschaut. Was soll ich sagen, das alte Hörspiel war der bessere Film. Zwar sah man die Verwandlung des Zauberers in einen Löwen, eine Elefanten und ein Mäuschen, aber wie armselig wirkten diese digitalen Bildtricksereien gegen das fantastische Hörerlebnis. Die stärksten Bilder entstehen offenbar im Kopf: Geschichten erleben ist eine Koproduktion zwischen Text und Leser, zwischen Hörspiel und Hörer und auch zwischen Zuschauer und Film – nur mit dem Unterschied, dass dieser Film versuchte, die ganze Arbeit allein zu machen.

Es war das einzige Mal, dass ich die Kinder mit einer Art Hausaufgabe entließ. Ich bat sie, sich ihr Lieblingsmärchen nochmals durchzulesen, denn am kommenden Werkstattwochenende wollen wir Märchen nacherzählen – aus anderen Perspektiven und in anderen Medien.

25.04. Schreibwerkstatt 5 – Schreiben ist Umschreiben

Wieder eine Wochenenddoppelwerkstatt, aber diesmal zerfiel sie inhaltlich so, dass ich getrennt berichten möchte.

Dass man achtzig Prozent einer 25-04-15Arbeit in zwanzig Prozent der Zeit bewältigt, ist eine bejubelnswerte Tatsache. Jedenfalls bis zur Einsicht in die beklagenswerte Tatsache, dass man für die verbleibenden zwanzig Prozent Arbeit achtzig Prozent der Zeit braucht. So ging es uns an diesem Samstag. Schnell hatten die Kinder Episoden aus dem Leben ihrer Brotdosen herausgegriffen bzw. erfunden: Eine Brotdose geriet aus Versehen in die Kita, eine andere übernachtete draußen, war Vogeltränke und Spatzenpool, ein dritte schlug gar Einbrecher in die Flucht. Aber die konkrete Arbeit am Text erwies sich als anstrengend und zäh, als langwierig obendrein; achtzig Prozent eben. Ich gab mir Mühe, die Kinder zu motivieren und tatsächlich gelangen uns in Partnerarbeit einige erstaunliche Texte.

Ein gutes Beispiel gibt der Text von Marie. Die Geschichte ihrer Brotdose beginnt damit, dass sie als Hundefutternapf herhalten muss und dabei einen Mops näher kennenlernt. In der ersten Version war die Hundebesitzerin eine alte, etwas vertrottelte Dame, die im Grunde nur mit Autofahren beschäftigt ist, denn die Geschichte spielt in einem fahrenden Auto. Die Brotdose nun konnte Möpse nicht leiden, im allgemeinen nicht und im besonderen den dicken Mops der alten Frau nicht. Wir alle kennen solche Lebenslagen. Und es wurde schon großartige Literatur aus solchem Leid destilliert.

Für uns aber geht es darum, das Erzählen von Innen kennenzulernen und dafür waren zwei kleine Änderungen wichtig. Die Brotdose durfte – erstens – keine vorgefasst Meinung über Möpse haben und es musste – zweitens – etwas geschehen, dass die beiden noch anders verbindet als durchs Fressen. Das waren meine Hinweise. Marie schrieb also die Geschichte um. Sie spielt immer noch im fahrenden Auto der vertrottelten alten Dame und noch immer frisst der Mops aus der Brotdose, aber es ist keine ekelhafte Angelegenheit mehr. Und als die Brotdose aus dem Fenster geschleudert wird (die Dame besitzt ihren Führerschein offenbar zu Unrecht), rettet der Mops die Dose durch einem beherzten Sprung aus dem Fenster. Wie das gut ausgehen kann? Die Rückholfunktion des Rollgurtes rettet beide, Hund und Dose, die seitdem die besten Freunde geworden sind – die Filmrechte liegen bei Marie.

25(2)-04-15Es kommt mir bei alledem gar nicht so sehr auf den Inhalt an. Obwohl eine Geschichte, in der etwas passiert, besser ist, als eine Geschichte, in der nichts passiert. Aus meiner – unmaßgeblichen – Sicht. Worauf es mir ankommt, ist, dass die Kinder Geschichten – Literatur letztlich – als gemacht und als veränderbar wahrnehmen. Dies lernen sie am ehesten durch das Verändern ihrer selbst-gemachten Geschichte. Auch wenn dies achtzig Prozent der Zeit kostete, war ich am Ende zu neunzig Prozent zufrieden.

Dank der Mitarbeit von Barbara Winter und Maren Keutel mussten sich die Kinder nicht durch endlose Pausen quälen, sondern waren aktiv und schöpferisch tätig beim grafischen Gestalten von Buchstaben und erfanden eine Geschichte, in der es um einen verschwundenen Zeigefinger geht. Die Lesung dieser Geschichten unter freiem Himmel an der frischen Luft war ein guter Abschluss dieses Wochenenddoppelwerkstattsamstags.

24.04.  redeZeit Sport mit Horst Milde – Ein Rückblick auf 100 Jahre Berliner Laufgeschichte

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung zur 5. “Nacht im Grünauer Forst” begeisterte der Begründer des Berlin-Marathons, Horst Milde, bei seinem Vortrag in der “Alten Feuewache” Eichwalde seine Zuhörerschaft. In einem spannenden Exkurs über die Laufaktivitäten im Berliner Raum in den letzten 100 Jahren zeigte sich schnell, dass hier ein Referent vor Ort war, der selbst maßgeblich an dieser Geschichte mitgeschrieben hat. Dabei belegte Milde im Rückblick auf die Anfänge der Laufbewegung in der Hauptstadt, dass  es “vieles schon früher gegeben hatte”. Wie zum Beispiel Waldläufe mit Teilnehmerzahlen von über 1000 Läufern oder Staffelläufe mit großer Beachtung auch seitens der Zuschauer und der Presse.

24-04-15Milde selbst hat dann die Entwicklungen des Laufsports in Berlin ab 1964 geprägt, als er als FU-Student den legendären SCC-Cross im Grunewald im Bereich des Teufelsberg ins Leben rief, der damals ein absolutes Highlight im Sportkalender der damals noch isolierten Stadt war. Der 13. Oktober 1974 war dann für die Geschichte des Marathons ein historisches Datum, denn an jenem Tag ging parallel zur Avus der 1. Berliner Volksmarathon über die Bühne. Der Sieger dieses Laufs, Günter Hallas, war als Zuhörer nach Eichwalde gekommen und wurde mit einem kräftigen Applaus bedacht. Als sich dann 1981 die französischen Alliierten den Bedenken der hiesigen Polizei widersetzen und auf einen 25 km Lauf durch die Innenstadt bestanden, fiel auch der Startschuss für die einmalige Erfolgsgeschichte der Berliner Marathon-Veranstaltung. Spätestens mit dem “Lauf in die Einheit” am 30. September 1990 erlangte dieser Event Weltgeltung und wurde bald danach nach einem leistungssportlichen Spätstart zum Non-plus-ultra der Szene.

Zehn Weltrekorde und -bestleistungen wurden in Berlin aufgestellt, die seit 2003 eingeführten Weltrekorde verwaltet Berlin bei den Männern im Monopol. Alle diese Entwicklungen wären ohne Milde und sein Team undenkbar gewesen. Mittlerweile hat Milde die direkte Organisation des Marathons seinen Nachfolgern übergeben, darunter auch seinem Sohn Mark, der als sportlichen Leiter hohen Anteil an dem Höhenflug des Berlin Marathons hat.

Doch damit hat sich Horst Milde mitnichten zu Ruhe gesetzt. Mit Staunen konnten die Zuhörer nur registrieren, welche Palette an Aktivitäten der rüstige Senior immer noch bewältigt. Nach einem kurzen Exkurs zum Frauenlauf, dem Halbmarathon oder einem 5x5km Staffellauf, die alle mit einem mehrtausendköpfigen Teilnehmerfeld über die Bühne gehen, wurden auch aktuelle Projekte wie ein Lauf in der JVA Plötzensee oder das AIMS Marathon Museum of Running vorgestellt. Abschließend appellierte Milde in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Vereinigung der deutschen Straßenlaufveranstalter (German Road Races e.V.) sich an der Petition gegen eine drastische Erhöhung der Genehmigungsgebühren seitens des DLV (sog. “Lauf-Maut”) zu beteiligen.

Mit einem kräftigen Applaus wurde seine faszinierende Präsentation durch die Zuhörer bedacht. Als kleine Erinnerung an den Vortrag bekam der Referent ein Plakat vom Fukuoka-Marathon 2013 und seine Ehefrau Sabine für ihre großen Verdienste um den Laufsport einen Blumenstrauß überreicht. Allen Zuhörern vielen Dank fürs Kommen und für die Spenden von Sportutensilien, die wir in Kürze an Flüchtlingsinitiativen weiterleiten werden.

25.03. 25 Jahre Bödecker

Zur Festveranstaltung anlässlich des 25 jährigen Bestehens unseres Kooperationspartners des „Friedrich Bödecker Kreises Brandenburg“ waren drei der schreibenden Kinder geladen das Projekt in Potsdam vor gro25-03-15ßem Publikum vorzustellen. So machten wir uns auf den Weg nach Potsdam, um erste Resultate der Schreibwerkstatt zu präsentieren.

Die Jungautoren trafen dort auf ein begeistertes Publikum und begeisterten auch uns mit ihrem Vortrag. Nach einem ausgiebigen Buffet ging es wieder Richtung Eichwalde.

21./22.03. Schreibwerkstatt 3 und 4 – Eine kurze Geschichte vom langen Leben

Dies war die erste von fünf Wochenenddoppelwerkstätten, so werden wir künftig immer arbeiten, bis auf die letzten Werkstätten im Herbst, in denen wir die Publikation und die Abschlussveranstaltung vorbereiten.

21-03-15Wochenendwerkstatt, das gab mir ein Gefühl irgendwo zwischen Subbotnik und Ferienlager. Die Kinder waren entspannt und frisch und freuten sich auf die Schreibanregungen fast genauso wie auf den Spielplatz hinterm Haus. Fast so verlockend wie Kuchen und Saft waren Stift und Zettel, fast.

Wir begannen mit einem Schreibspiel, in dem wir lange Worte zusammentragen wollten. Jedes Kind hatte dazu eine Brotdose mit einem Zettel und notierte ein Ding-Wort, Haus zum Beispiel. Dann wurden die Zettel verpackt und die Dosen getauscht, das nächste Kind setzte das Wort fort: Hausboot zum Beispiel. Ich hatte freilich die Dicht- und Denkbereitschaft am frühen Samstagnachmittag überschätzt, denn es gab Kinder, die auf jeden Zettel, in jedes Wort einfach „automat“ einfügten. Aber die Dichtung wäre nicht die magische Angelegenheit, die sie ist, wenn nicht gerade auf diese Weise eines der schönsten Langwörter entstanden wäre, mein Favorit, der HUNDESPIELZEUGAUTOMATENALARMSIRENENKNOPF. Auch dem Hausboot war inzwischen ein HAUSBOOTSCHLANGENKLOHEIZUNGSBLUMENKRANZ geworden. Und wenn Ihr Kind im Baumarkt demnächst nach FLASCHENLAGERRAUMLAMPENLASCHEN fragt, dann wissen Sie, woher diese Fachkenntnis stammt.

Danach war Pause. Ich habe die überragende Bedeutung der Pause im letzten Bericht schon angedeutet. Gut belüftet folgten die Kinder dann der Geschichte, die ich vorlas, einer Geschichte, die noch ohne Titel ist, aber immerhin einen Untertitel hat: Die Memoiren einer Brotdose, erzählt von ihr selbst. Die Kinder folgten der zehnseitigen Episodengeschichte interessiert und amüsiert. Das zentrale Mittel der Erzählung ist die Verschiebung der Perspektive vom Schulkind auf seine Brotdose. Und die Ich-Erzählform erledigt jeden Einwand, Brotdosen hätten kein Eigenleben. Ich denke, hatte schon der Philosoph Descartes festgestellt und gefolgert, also bin ich. Das gleiche reklamiert nun die Brotdose für sich, einfach indem die Ich-Erzählung anfängt.

In der anschließenden Gesprächsrunde konnte jedes Kind von Erlebnissen seiner Brotdose oder von einem ihrer Bekannten berichten. Nach einer weiteren Pause – gefüllt mit einer Spezialität aus den Brotdosenmemoiren, dem köstlichen Fortunabrötchen – ging es ans Schreiben. Die Villa Mosaik in Eichwalde bot genug Platz für jedes Kind, der einsamen Tätigkeit des Schreibens auch einsam nachzugehen. Interessant für mich war zu sehen, wie unterschiedlich die Kinder sich dem (schriftlichen) Erzählen annäherten. Für einige war das Schreiben selbst die Hürde, also das zu-Papier-Bringen der Buchstaben, für andere war der Inhalt der Geschichte das Problem – oder vielleicht sollte ich sagen, ihr eigener hoher Anspruch. Jeder Schriftsteller kennt den Horror vacui, die Angst vorm leeren Blatt, und es soll Autoren geben, die stapelweise Papier mit ihrem Namen und Ort versehen, um nur ja nicht vor einem leeren Blatt zu sitzen.

Nach einer, ich schreibe es gern, weiteren Pause im Sonnenschein, trugen die Kinder ihre Geschichten vor der Gruppe vor und bekamen erste Rückmeldung. Die wichtigste Botschaft ergab sich dabei in der Summe, nämlich die, dass keine Geschichte auf Anhieb fertig ist. Nichts, was den Kindern in den Medien begegnet, seien es Gedichte, Erzählungen, Theaterstücke, Hörspiele oder Filme begegnet ihnen in erster Fassung. Alles ist überarbeitet, mehrfach zum Teil und langwierig. Schreiben heißt Neu-Schreiben, das weiß jeder Autor und er weiß außerdem, dass nicht jede Überarbeitung vergnügungssteuerpflichtig ist. Da war es sehr gut, dass die anstehende Überarbeitung auf den morgigen Sonntag fiel.

Die samstägliche Auswertungsrunde hatte ergeben, dass sich die Kinder mehr Pause wünschen. Noch mehr?! Ich versprach für die Doppelwerkstatt 7/8, die wir mit Übernachtung in Blossin absolvieren werden, eine abendliche Ansammlung von lauter Pausen. Außerdem ließen wir, Barbara Winter und Maren Keutel vom Verein Kind & Kegel Eichwalde und ich, den Sonntag einfach mit einer Pause beginnen. Und ob es an dieser Pause lag oder an der sonntäglichen Ausgeruhtheit, am frühlingshaften Wetter oder einem bundesministeriellen Wohlgefallen, das über uns leuchtet, die Kinder jedenfalls stürzten sich willig, ja geradezu begeistert und konzentriert in die Überarbeitung oder Ergänzung ihrer Geschichten, der Episoden aus dem Leben von Brotdosen.

Abschließend spielten wir einen weiteren Aspekt des Autorenlebens nach, die 22-03-15Vertragsverhandlungen mit dem Verlag. Einen 500-Euro-Schein bekam jedes Kind von mir für seine Geschichte. Bis Emilia kam und fragte, ob sie ihr Honorar in 50er-Scheinen bekommen könnte. Ich gab ihr zwei Zweihunderter und sie war’s zufrieden, schließlich sind zwei Scheine Esspapier besser als einer. Im weiteren verfuhren wir äußerst großzügig mit den Scheinen, jeden richtigen Verlag hätte wir so binnen Minuten ruiniert.

Im zweiten Teil der Werkstatt konnten die Kinder wieder händisch arbeiten, sie druckten die Langwörter von gestern oder sie duellierten sich gruppenweise im Wörterfindespiel. In kleinen Gruppen ging ich mit den Kindern erneut an das Überarbeiten ihrer Geschichten und es war für alle Teilnehmer eindrücklich, in der abschließenden Vortragsrunde zu erleben, was durch zwei Überarbeitungen aus den Entwürfen des gestrigen Tages geworden war. Zumal für Emilia, Emma und Jan Ole war es gut, den lauten Vortrag vor Publikum zu üben, denn sie werden ihre Geschichten am kommenden Mittwoch auf der 25-Jahr-Feier des FBK Brandenburg in Potsdam vortragen.

Die Legung der Werkstätten auf das Wochenende hat sich ein erstes Mal bewährt. Es war ergiebig und effektiv, am Samstagnachmittag einzusteigen und die Arbeit am Sonntagvormittag fortzuführen. Es haben sogar Eltern angeboten, den Kuchen zu backen, den ich diesmal mitgebracht hatte. Ich weiß nicht, ob sie wussten, dass ich zwei Anläufe gebraucht hatte, um einen Käsekuchen zustande zu bringen. Aber es gilt offenbar auch in der Küche: Nichts gelingt auf Anhieb.

20.03. 2x Literaruralarm Bilderbuch in Wildau

Auf Grund der vielen Anmeldungen gab es gleich zweimal Professor Paul zum Mitlesen im Familienladen in Wildau. Mittlerweile sind nicht nur die Kindergärten vor Ort „infiziert“ auch die Grundschule nutzt die Angebote von Kind & Kegel gern. Neben dem Vergnügen eines guten Buches liefern die Termine mit den Grundschulen immer wieder genügend Anlässe zum Mitlesen für die Lesenanfänger und anders als in der Schule kommen alle gemeinsam zum Lesen, so ziehen die besseren Leser die schwächeren automatisch mit.

16.03. Schreibwerkstatt 2 – Bewegliche Buchstaben

Erst die Schule, so heißt es, mache Pausen schön. Was wäre eine Pause ohne die umgebenden Schulstunden? Ein paar Minuten im Ozean der Zeit. Und so war tatsächlich die Pause der Dreh- und Angelpunkt der zweiten Werkstatt. Sie war es erstens, weil die Kinder sich beim letzten Feedback eine solche Pause an der frischen Luft gewünscht hatten. Sie war es zweitens, weil das Wetter mitspielte und eine nachmittägliche Märzsonne schräg auf das Treiben der Kinder schien. Und schließlich war sie drittens, indem die 15 Kinder aus verschiedenen Klassen alle miteinander spielten, niemand war ausgeschlossen, alle waren dabei. Und die Fußgänger wechselten willig die Straßenseite, milde lächelnd über soviel Kinderfrohsinn.

Was also Gesundheitsförderung, Launesteigerung und Teambuilding angeht, war diese Pause so weit vorn, dass man sagen könnte: Erst Pausen machen Schreibwerkstätten schön. Ein Satz, der womöglich in den Wochenendwerkstätten noch eine Rolle spielen wird …

Die Arbeit in der Schreibwerkstatt selbst war – wie der Titel schon andeutet – eine Fortsetzung der ersten. Nun hatte jedes Kind Gelegenheit, den Styrene-Druck zu erproben und mit beweglichen Buchstaben in Puzzle- oder Stempelform zu arbeiten. Als sehr anregend dafür erwiesen sich Spielereien mit Anagrammen, also buchstabengleichen Wörtern. Dann gilt PIRAT = TAPIR. Und wer LEHRT KOCHEN? Das ROTKEHLCHEN. Es war teils erstaunlich, mit welcher Geschwindigkeit die Kinder die Anagramme fanden. Leo zum Beispiel brauchte nur einen kurzen Blick und einen winzigen Tipp, um herauszufinden, wer da PINK IN EISGRAU durch die Antarktis schwankt.

Eine interessante Diskussion hatten wir auch über einen Text aus der letzten Werkstatt. Paul Maars ABC-Geschichte „Was passiert, wenn der Lehrer die Klasse verlässt“ ist im Grunde ein ABC-Akrostichon. Die sechsundzwanzig Wörter der Geschichte fangen mit den Buchstaben und in der Reihenfolge des Alphabets an. Eine Variation könnte also beginnen mit Albert Behandelt Chantals Dicken Ellenbogen Fehlerhaft. Die Kinder hatten nun in einer Variation Dieter ergert Frank geschrieben. Ok. Dies war der Moment daran zu erinnern, dass zwar der Reim eine klangliche Angelegenheit ist, nicht aber die Rechtschreibung. Wir suchten also ein anderes Verb mit „e“, das Dieter und Frank verbinden könnte. Der erste – und immer wieder – vorgetragene Einfall war erwürgt. Wir haben uns schließlich auf erwischt geeinigt und so wird der Text später in der Publikation stehen. Erwischt ist gut, vor allem, weil nicht geklärt wird, wobei Dieter Frank erwischt, oder ob es sich um eine Momentaufnahme vom Einkriegezeck handelt, in der Dieter Frank endlich erwischt. Aber war es richtig, den erwürgt-Einfall abzuwürgen? War das schon Zensur oder noch altersgerechte Lenkung? Literarisch gesehen darf Dieter Frank erwürgen. Er dürfte ihn sogar enthaupten oder exhumieren. Aber kinderliterarisch? Ich habe einfach behauptet, wir müssten ohne Tote auskommen. Eine Regel, die freilich, wie jegliche Regel beim Schreiben, nicht existiert. Aber ist das auch beim Schreiben für Kinder so? Nun, dies sind offenbar Fragen eines schreibwerkstättenleitenden Autors – mit denen man ein Proseminar füllen könnte.

Da war es wohltuend, in der abschließenden Auswertungsrunde zu erfahren, dass für die Kinder vor allem eins wichtig ist vor den kommenden Wochenendwerkstätten: dass immer genug zu naschen da ist. Ich versprach es leichten Herzens.

16.03. 2x Literaturalarm Bilderbuch mit der Villa Mosaik

Heute waren die Vorschüler aus der Villa Mosaik in der Alten Feuerwache zu Besuch. Da fast 50 Kinder angemeldet waren, teilten wir die Gruppe auf, denn Literaturalarm Bilderbuch soll jedem Kind die Möglichkeit geben sich aktiv mit dem vorgestellten Buch auseinander zu setzen, was die Kinder auch wieder taten. „Superdupaschwein“ kam bei allen gut an und neben der lustigen und turbulenten Geschichte lernten die Kinder so ganz nebenbei viele neue Worte, aber auch den entscheidenden Unterschied zwischen so ähnlich klingenden Dingen wie Dünger und Döner…

08.03. Flohmarkt in Wildau

Zum ersten Flohmarkt, der vom Familienladen Seifenblase in Wildau organisiert worden war, kamen bei super Wetter viele Gäste. Kind & Kegel hatte sich bereit erklärt den Kaffee- und Kuchenstand zu übernehmen, um so den Bündnispartner zu unterstützen. Es war soviel Betrieb, dass kaum Zeit für eine eigen Runde über den Flohmarkt blieb. Ein super Erfolg, der nach Wiederholung ruft!

06.03. WollLust

Neben dem Strickzeug fanden sich heute auch Sticknadeln bei WollLust ein. Wie immer wurde fleißig gehandarbeitet, aber auch das Klönen und quatschen kam nicht zu kurz.

02.03. Schreibwerkstatt 1 – Bewegliche Buchstaben

Vierzehn Kinder aus Eichwalde nahmen an dieser ersten Schreibwerkstatt der Autorenpatenschaft 2015 teil, drei waren krankheitsweise verhindert. Barbara Winter und Maren Keutel vom Verein Kind & Kegel hatten die Werkstatt in der Alte Feuerwachen in Eichwalde aufs Beste vorbereitet – mit großem Stuhlkreis in der unteren Etage und sechs Sechser-Tischen zum Arbeiten in der oberen, sowie mit – Überraschung! – Namensansteckern für die Kinder. So hatte ich schon am Ende der ersten Werkstatt alle Namen parat – außer einem, den ich hiermit grüße und ihm eine Wiedergutmachung verspreche für den Fall, das er mich auf diese Textstelle anspricht.

02-03-15Ich bin sehr froh darüber, dass wir uns in diesem Jahr in einem Nicht-Schulraum treffen können, denn „Literatur lesen und schreiben mit Profis“ soll ja gerade nicht die Fortsetzung der Schule mit anderen Mitteln sein. Dieser Absetzung von Schule dienen auch die Wochenendtermine, an denen wir uns ganz überwiegend treffen werden.

Da wir uns zum allerersten Mal trafen, wollte ich von den Kindern zunächst erfahren, was sie sich von der einjährigen Teilnahme an der Autorenpatenschaft erhoffen und habe sie darum gebeten, drei Wünsche zu notieren. Dass schöne Gedichte und Geschichten entstehen, wurde oft gewünscht, aber auch dass wir zusammenhalten, immer genug zu naschen haben und gestaltete Pausen erleben, war den Kindern wichtig. Häufiger war auch der Wunsch nach einer Auswertungsrunde am Ende jeder Werkstatt. Und so kann ich jetzt schon sagen, auch wenn es märchenhaft klingt: Das Jahr der Eichwalder Autorenpatenschaft wird man später zu den Zeiten zählen, als das Wünschen noch geholfen hat!

Nach der Vorstellung und Einstimmung wechselten wir in die obere Etage und ich stellte den Kindern die heutigen Schreibanlässe vor, es waren Gedichte von Josephine Hirsch, Cornelia Funke, Erich Fried, F.W. Bernstein, Georg Bydlinski und Paul Maar, die die Kinder variieren konnten. Es erfüllt mich mit Dankbar- und Heiterkeit, dass die vorgenannten Geistesriesen und Poesietitanen neben ihrer Hauptarbeit auch Werke schufen über zwei Grafen beim Schlafen und drei Fürsten beim Bürsten. Denn es dauerte gar nicht lange, da sahen wir drei Bienen beim Grienen und fünf Hasen beim Grasen!

Neu für mich und spannend zu erleben waren die Partnerarbeiten, die zwei oder sogar drei Kinder gemeinsam ins Werk setzten und für die sich zumal Paul Maars Alphabet-Gedicht „Wie es in der Klasse zugeht, wenn der Lehrer mal kurz raus muss“ eignete. Ganz von allein, selbstverständlich und gleichberechtigt gingen die Kinder die Arbeit an – ein denkbar großer Gegensatz zur elfenbeinernen Einsamkeit, in der Geistesriesen und Poesietitanen zu schaffen pflegen.

In der letzten Phase wurden wir dann noch händisch – ein Aspekt, dem ich in diesem Jahr mehr02(2)-03-15 Aufmerksamkeit schenken will, dass die Kinder im Wortsinn etwas zu tun haben – außer Dichten und Schreiben. Zu diesem Zweck hatten wir (Barbara Winter, Maren Keutel und ich) verschiedene Druck- und Buchstabentechniken vorbereitet, Stempelsets, Buchstabenpuzzle und Styrene-Druck, einer Variante des Linolschnitts. Dabei entstanden u.a. die Illustrationen zu den fünf Hasen beim Grasen und den drei Bienen beim Grienen, die denen F.W. Bernsteins in nichts nachstehen. Beim Stempeln mit Buchstaben machten die Kinder ihre Erfahrungen mit beweglichen Lettern, von denen sie in der Schule immer als Gutenbergs Erfindung hören. Sie stellten auch fest, dass die Lettern gelegentlich beweglicher sein können, als einem lieb ist, und dass ein sauberes Druckbild Geduld und Geschick erfordert. Diese Erfahrung formulierten einige Kinder in der abschließenden Gesprächsrunde sogar selbst.

In der nächsten Werkstatt werden wir das Texten und Drucken fortsetzen. Noch haben die Kinder erst ein oder zwei Schreibanlässe bearbeitet. Aber wenn Georg Bydlinski einen Brillenbügel feststellen lässt, er reime sich auf Nasenflügel, da kann man doch nur den Steputat zur Hand nehmen, alle Reime auf -egel und -ind (= Reim auf -int) nachschlagen und dichten, was als Resümee der ersten Werkstatt stehen könnte:

Ich reime mich auf Kind & Kegel,

Ruft ein frischer Wind im Segel.

01.03. Druckwerkstatt in der Ausstellung von Udo Würtenberger

Nachdem die Ausstellung vor etwa 6 Wochen mit einem Workshop begonnen hat, war heute am letzten Öffnungstag noch eine letzte Druckwerkstatt angesetzt. Wieder gut besucht, kamen heute nochmals jüngere Kinder auf ihre Kosten.

27.02. 2x Literaturalarm Bilderbuch in Wildau27-02-15

Gleich zweimal stand heute eine seltsame Kiste im Wald auf dem Programm, was mochte da nur drin sein. Sie steht direkt vor der Höhle des Bären und die Tiere des Waldes habe sehr unterschiedliche Vermutungen, was es mit der Kiste auf sich hat. „Eine Kiste für den Bären“ hält diese Spannung bis zum Schluss und so blieb den Kindern viel Platz für Vermutungen.

21.02. Styrenedruck in der Ausstellung von Udo Würtenberger

21-02-15Heute trafen sich die jüngeren Kinder zum ersten Mal mit Udo Würtenberger um eigene Ideen in Druckplatten und Drucke umzuwandeln. Während die Großen sich in den vergangen Workshops über zwei Tage mit Linolmessern bewaffnet ans Druckplatten schneiden machten, eine durchaus kraftaufwendige Arbeit, übten sich die Kinder heute im Styrenedruck. Die Ergebnisse waren gleichermaßen bestechend wie in den vergangen Wochen. So entstand ein Druck für die Goldhochzeit der Großeltern, dass die Jubilare als junges Paar Hand in Hand auf ihrem Weg ins Leben zeigt, Schmetterlinge und Selbstportraits, Tannebäume und Krokodile und Giraffen.

20.02. WollLust

Der Familienladen Wildau öffnete an diesem Freitagabend ein weiters Mal seine Tür für WollLüstlinge. Nur noch ein paar Treffen und die ersten Pullover dürften fertig sein. Natürlich kam auch das Quatschen beim stricken nicht zu kurz.

20.02. Literaturalarm Lesebuch mit Workshop

Die meisten Kinder der 1. Klasse kannten schon das Konzept des Literaturalarms Bilderbuch. Doch heute ging es nicht nur um das Zuhören und freie Sprechen. Im20-02-15 Literaturalarm Lesebuch gibt es immer wieder Passagen, die von den Kindern mitgelesen werden.

Ein Schaf fürs Leben bietet alles, was hierfür nötig ist, Spannung und unerwartete Wendungen, Platz um über Gefühle oder unterschiedliche Ernährungsformen bei Tieren zu sprechen und vor allem Spaß am Lesen.

Nach einer kurzen Runde durch die aktuelle Ausstellung, die sich wunderbar für eine erste Begegnung mit Kunstausstellungen eignet, ging es im Anschluss in der Schule weiter. Die Kinder konnten selbst kreativ werden und einen eigenen Wolf aus Sperrholz gestalten. Die Wölfe wurden zunächst geschliffen und dann teils bemalt, teils mit Stoff beklebt. Heraus kamen 22 Unikate, die wir am liebsten am Ende alle wieder eingepackt hätten. Uns hat derVormittag mit der Klasse sehr viel Spaß gemacht.

15.02. Familientheater: Jeda, der Schneemann

Das Teatro Baraonda ist immer wieder ein gern gesehener Gast bei Kind & Kegel. Mit „Jeda, der Schneemann“ hatten wir das erste Zweimannstück des Theaters bei uns in der Feuerwache. Ein Umstand, der den jüngeren zunächst nicht gefiel, brachte doch der zweite Mann ein eindrucksvolles Instrument mit – ein Susaphon. Doch nachdem Jeda, der Schneemann sich mit und über das Susaphon verständigte, zog das Stück mit viel Musik die Kinder und Eltern schnell in seinen Bann. Was macht ein Schneemann, wenn er nicht wie die anderen einfach schm15-02-15-2elzen will, was, wenn er den Sommer kennen lernen möchte? Hilft Eistee wirklich gegen schmelzen? Wie es kam, dass Jeda am Ende doch leichten Herzens schmelzen konnte, ist eine wunderbare Geschichte, die man gesehen und gehört haben muss.

Ein besonders Erlebnis ist für uns aber immer wieder, dass nach dem Stück bei Eduardo Mulone das junge Publikum noch weiter im Mittelpunkt steht. Die Zeit, die er sich immer wieder für die Kinder nimmt, ist sicher ein ganz besonders Erlebnis und ein traumhafter Einstieg in die Theaterwelt.

14./15.02. 2 Druckwerkstätten mit Udo Würtenberger

14-02-15Ein weiteres Mal waren an diesem Wochenende die Türen der Alten Feuerwache nicht nur zum „passiven“ Ausstellungsbesuch geöffnet. Udo Würtenberger gestaltete mit einer weiteren Kindergruppe ein eigenes Märchenbuch.

Diesmal h15-02-15atten sich die Kinder „Sterntaler“ vorgenommen. Über zwei Nachmittage entstanden die Entwürfe, Druckplatten und Drucke und wieder beeindruckte uns die Ruhe, Ausgeglichenheit und Gelassenheit, mit der Herr Würtenberger mit den Kindern an die Arbeit ging. Ein weiteres wundervolles und einzigartiges Märchenbuch entstand in limitierter Auflage und mit den Originaldrucken der Kinder.

13.02. Autorenpatenschaft Thilo Reffert

Kind & Kegel legt in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf das aktive Schreiben. Die 15 Workshops, die über das Jahr verteilt für Eichwalder Kinder stattfinden sollen, nahmen ihren Anfang bereits bei der Lesung am 26.01.. Heute nun wollten wir das Projekt interessierten Eltern vorstellen. Eltern wie Kinder hatten wieder einmal großen Spaß an der einführenden Lesung aus den Goldgören, im Anschluss war viel Raum und Zeit für Fragen rund um die Workshops und die Organisation. Gefördert über das Projekt „Kultur macht stark“ wird 2015 an 5 Montagnachmittagen und 5 Doppelworkshops an Wochenenden den teilnehmenden Kindern Gelegenheit gegeben, die Arbeit eines Autoren in all seinen Facetten kennen zu lernen.

13.02. Literaturalarm Bilderbuch – Schluckauf im Hühnerstall13-02-15-2

Gleich zweimal waren an diesem Tag Kinder aus dem „Haus der kleinen Strolche“ in der Alten Feuerwache. Natürlich gab es für die älteren Kinder ein anders Buch. Hier lockte „Schluckauf im Hühnerstall“ die Kinder zur aktiven Auseinandersetzung mit einem Bilderbuch. Wie fühlt man sich, wenn man ausgegrenzt wird, braucht es wirklich einen Hahn, um die Sonne aufgehen zu lassen? Aber auch freies Erzählen über das geplante Karnevalskostüm hatten Platz in diesem Literaturalarm Bilderbuch.

Die aktuelle Ausstellung von Udo Würtenberger rundete das Programm ab, denn schließlich waren in den Bildern viele Tiere zu entdecken.

13.02. Literaturalarm Bilderbuch – Eine Kiste für den Bären

13-02-15-1Heute war der Literaturalarm Bilderbuch endlich mal wieder in Eichwalde zu Gast. In den vergangen Monaten waren die Eichwalder Kinder etwas zu kurz gekommen, dies soll sich wieder ändern und so hatten wir heute gleich zwei Gruppen mit zwei unterschiedlichen Büchern zu Gast. Zunächst erfreuten sich die 4järigen an „Eine Kiste für den Bären“. Ein wunderbares Bilderbuch von Saskia Hula und Stefanie Reich, dass auch bei den Kindern von den „Kleinen Strolchen“ bestens ankam.

Eine große Kiste steht vor der Höhle des schlafenden Bären. Was ist wohl darin und wer hat sie überhaupt gebracht? „Das ist Kunst“, sagt das Eichhörnchen. Der Wolf glaubt, dass jemand dort eingesperrt ist. Dem Hasen ist das Ganze nicht geheuer und der Dachs fordert lautstark „Die Kiste muss weg!“ Als die Tiere es kaum noch vor Neugier aushalten, wird endlich der Bär wach. Und er freut sich, denn auf die Kiste hat er schon gewartet. Wird er das Geheimnis lüften?

Er wird, aber bis dahin gab es wieder viel Gelegenheit für eigene Vermutungen und Überlegungen, für Gespräche und Empathie für den einen oder anderen Protagonisten, eben einen Literaturalarm Bilderbuch.

08.02. Linoldruckworkshop (2)08-02-15

Ein weiteres Mal trafen sich die Kinder in der Alten Feuerwache, um an ihren Schnitten zu arbeiten und die Illustrationen für das Märchenbuch fertig zu bekommen. Wieder wurde fleißig gearbeitet und die Einzelergebnisse waren absolut beeindruckend. Wie toll wird dann erst das gemeinsame Werk sein, dass am kommenden Wochenende während der Öffnungszeit abgeholt werden kann. Udo Würtenberger merkt man deutlich die Freude und die große Erfahrung, die er mit Kindergruppen hat, an. Kind & Kegel freut sich sehr, dass dieser Kontakt zustande gekommen ist. Die Ausstellung in der Alten Feuerwache zeichnet sich so nicht nur durch den hohen künstlerischen Anspruch, sondern auch über eine Nachhaltigkeit u.a. durch die Workshops aus.

01.02. Linoldruckworkshop (1)

01-02-15“Farbholzschnitte” lautet die neue Ausstellung von Udo Würtenberger in der Alten Feuerwache. In mehreren Workshopangeboten werden sie in und während der Ausstellung für Kinder lebendig. Am Sonntag traf sich die erste Gruppe Kinder mit Udo Würtenberger in der Ausstellung, um gemeinsam ein Märchenbuch mit Linoldrucken zu gestalten. Es war beeindruckend, welche Ergebnisse nach zwei Stunden intensiver Arbeit auf den Tischen der Alten Feuerwache lagen und wie selbstverständlich die Kinder mit Linolmesser und Druckwalze umgingen.

30.01. WollLust

Bei dem neuen Angebot von Kind & Kegel geht es eher um die Vermittlung von alten Kulturtechniken als um ein vordergründiges Kulturangebot. In lockerer Runde wird gehandarbeitet und erzählt. Wir werden zunächst 14-tägig im Familienladen Seifenblase zu Gast sein und freuen uns auf diese lockere und offene Runde.

30.01. 2 x Literaturalarm Bilderbuch in Wildau

Mit Nulli und Priesemut, einem Hasen und einem Frosch, die sich fragen, ob es Brummer gibt, die nach Möhren schmecken, nahm der Literaturalarm Bilderbuch seinen Anfang. Gerne bieten wir diese beliebte Reihe in Wildau im Familienladen Seifenblase für die Wildauer KITA-Kinder an, die immer wieder bei den Gesprächen zu den Büchern auf kreative Lösungsansätze kommen. Ein Gebiss für einen zahnlosen Frosch beim Tierarzt zu besorgen, um ihm so den Genuss von Möhren zu ermöglichen, gefiel dem Kind & Kegel Team bei dieser Gruppe ganz besonders…

Die zweite Lesung folgte der ersten unmittelbar, richtete sich aber an die etwa älteren KITA-Kinder: das Supadupa-Schwein. Ein absoluter Spaß für Jung und Alt und für all jene, die für Superhelden noch zu jung sind und auf komische Helden setzen. So hatten die Zuhörer ebenso viel Freude, wie die Akteure.

26.01. Literaturalarm mit Thilo Reffert – Auftaktveranstaltung zur Autorenpatenschaft

26-01-15Gleich zweimal las Thilo Reffert an diesem Montag aus den “Goldgören”. Zunächst lauschten die 4. Klassen der Grundschule in der Alten Feuerwache zwei der Geschichten aus „Goldgören“ und amüsierten sich dabei prächtig. Im Anschluss folge eine Lesung für die 5. Klassen. Die beiden Lesungen waren der Auftakt einer Autorenpatenschaft, die gemeinsam von Kind & Kegel, dem Bödeckerkreise und der Grundschule initiiert wurde. Thilo Reffert wird über das Jahr verteilt 15 Workshops für interessierte Kinder dieser Klassen anbieten. Hier soll teils an Nachmittagen, teils in intensiven Wochenendworkshops das Rüstzeug eines Autoren vermittelt werden. Wir freuen uns, dass dieses mit Bundesmitteln finanzierte Projekt mit den beiden Lesungen einen vielversprechenden Anfang nahm.

 

Chronik 2014

19.12. Puppentheater Artisanen mit “Ein Schaf für´s Leben”

13.12. Nähworkshop in Kooperation mit der Fashionschool Wildau

12.12. 2 x Literaturalarm Bilderbuch im Familienladen Seifenblase: “Petterson kriegt Weihnachtsbesuch” und “Wie sich die Weihnachtsgans vor dem Ofen rettete”

11.12. Hoffmanns Erzählung: “Die Werkstatt des Malers”

02.12. Literaturalarm: Holly Jane Rahlens liest aus “Mauerblümchen”

22.11. Take Off-Award

22.11. Papiertheater im Familienladen Seifenblase mit “Dornröschen”

22.11. 5. Kinderuni Wildau

21.11. Literaturalarm Bilderbuch: “Ein Feuerwerk für den Fuchs”

15.11. 4. Kinderuni Wildau

14.11. Literaturalarm Bilderbuch im Familienladen Seifenblase: Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat”

09.11. Erlesen: Jenny Erpenbeck liest aus “Aller Tage Abend”

08.11. 3. Kinderuni Wildau

23.10. Erlesen: Regina Scheer liest aus “Machendel”

17.10. Literaturalarm Bilderbuch: “Ab heute sind wir cool”

07.10. redeZeit: Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert zu Gast in Wildau

02.10. 2 x Literaturalarm Bilderbuch zum Tag der Wissenschaft an der Grundschule Eichwalde: “Zwei wirklich dumme Gänse”

27.09. 2. Kinderuni Wildau

20.09. 1. Kinderuni Wildau

19.09. Literaturalarm Bilderbuch: “Wenn Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen”

18.09. Erlesen: Wilhelm von Sternburg liest aus “Lion Feuchtwanger” (Biografie)

17.09. 2 x Literaturalarm Bilderbuch im Familienladen Seifenblase: “So war das! Nein, so! Nein, so!” und “Vom kleinen MAulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat”

31.08. Gartenlesung: Hans-Jochen Röhrig liest aus Siegfried Lenz “So zärtlich war Suleyken”, musikalische Begleitung von Hanno Koloska, Fagott

31.08. Familientheater: Das Weite Theater spielt “Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt”

25.08. Eröffnung Familienladen Seifenblase in Wildau

24.08. Gartenlesung: Simone Kabst liest aus Guy deMaupassant “Von der Liebe”, musikalische Begleitung von Elena Lutz, russisches Bajan

21.08. Familienlesung: Thilo Reffert liest aus “Australien, ich komme”

17.08. Gartenlesung: Susanne Bormann liest aus Herrmann Hesse “Siddharta”, musikalische Begleitung von Sebastian Dreyer, Sitar

23.07. 2 x Literaturalarm Bilderbuch im Familienladen Seifenblase: “Ab heute sind wir cool” und “Meine große kleine Welt”

08.07. 2 x Literaturalarm “Tolles Buch”

07.07. Literaturalarm Thilo Reffert mit “Nina und Paul”

03.07. Hoffmanns Erzählungen – Ai Weiwei

03.07. Geschichtsworkshop

02.07. Geschichtsworkshop

01.07. Geschichtsworkshop

27.06. Kindertheater Raphael Zwischenraum: “Hasen, Hosen, freche Mäuse”

25.06. 2 x Literaturalarm Bilderbuch im Familienladen Seifenblase: “Ab heute sind wir cool” und “Muss mal Pipi”

09.06. Fußballhelden gesucht

01.06. “Der Frühling kommt” – Konzert mit Natasha Tarasova und Dmitri Dragilev

24.05. 4. Nacht im Grünauer Forst

13.05. Nähworkshop in Kooperation mit der Fashionschool Wildau

11.05. Einweihung Bücherhaltestelle in Biesenthal

10.05. Lange Nacht der Wissenschaft

Nachdem wir ein paar Jahre pausiert haben, waren wir 2014 ein weiteres Mal bei der Langen Nacht der Wissenschaft als Partner des Fachbereiches Physik in Adlershof dabei. An diesem Abend ging es darum, was der Weihrauchkessel in Santiago de Compostela oder eine Zuckerwattenmaschine mit Physik zutun hat.

09.05. redeZeit Architektur: Beton für die Götter

Ein Geheimtipp aus dem Ort brachte uns zu Stephan Berry, dies freute uns aus unterschiedlichen Gründen. Zum einen bescherte es uns eine tolle redeZeit, zum anderen freuen wir uns über aktive Besucher, die neue Kontakte herstellen. Mit dem Titel sollte verdeutliche werden, dass es ein familientauglicher Vortrag werden würde und die Rechnung ging auf. Stephan Berry erläuterte einem breiten Publikum, das auch im Altertum nicht jedes Bauprojekt ein Volltreffer war, manches Projekt der Politik zum Opfer viel oder es einer gewissen Findigkeit bedurfte ein Mausoleum direkt in der Stadt zu errichten. Ein toller und kurzweiliger Vortrag, der mit „Berufsziel römischer Kaiser“ eine Fortsetzung finden soll.

09.05. Literaturalarm: “Peter und der Wolf”

Besonders freut uns, wenn Erzieher und Lehrer aktiv auf uns zukommen, denn so lassen sich die Angebote des Vereins perfekt mit in den Plan der Einrichtungen einpassen. So besuchten uns an diesem Vormittag Kinder, um „Peter und der Wolf“ eben nicht nur vorgelesen zu bekommen, denn das war bereits in der KITA geschehen. Eine heitere Instrumentenkunde und ein turbulentes Hin und Her der Melodien belebte an diesem Vormittag die „Alte Feuerwache“. Wunderbar!

08.05. Einweihung Freiwilligenagentur

Als Bündnispartner war es uns eine besondere Ehre, die „Freiwilligenagentur ZEWS“ in Wildau mit einzuweihen. Mit Dr. Nickel engagiert sich dort nun ein Mann der ersten Stunde, ohne ihn wäre es vermutlich nie zu dem Bündnis für Familie und der Freiwilligenagentur gekommen. So freute es uns umso mehr, dass er nun in der TH Wildau Raum und Equipment zur Verfügung gestellt bekommt und nun donnerstags als Ansprechpartner für alle Interessierte zur Verfügung steht.

25.04. redeZeit Sport mit Herbert Steffny

Nachdem er vor zwei Jahren mit einem Vortrag über die Hintergründe der kenianischen “Wunderläufer” begeistert hatte, referierte Herbert Steffny diesmal über Wettkampfplanung und Renntaktik von den längeren Bahnläufen bis zum Marathon und zog sein Publikum in einer beeindruckenden Präsentation schnell in seinem Bann.

“Rasten statt hasten” könnte man seine Kernaussagen zum Lauftraining auf jedem Anspruchsniveau zusammenfassen. Mit Hilfe sehr anschaulicher Grafiken kam er schnell auf den Punkt. Am Ende war vom Gesundheitssportler bis zum engagierten Leistungssportler für jeden etwas dabei, und als der lange Abend dem Ende entgegenstrebte, wurden die Empfehlungen in Form sehr detaillierter Trainingspläne noch konkretisiert. Mit aufmunternden Seitenhieben auf seine eigene Leistungskarriere, Auswüchsen einer Ultratechnisierung bei den Hobbyläufern und vielem mehr lockerte er seine Darbietung immer wieder auf und gab auch bei seinem Auftritt in diesem Jahr eine eindrucksvolle Demonstration von Vortragstechnik und freier Rede.

17.04. Nähworkshop in Kooperation mit der Fashionschool Wildau

10.04. Literaturalarm mit Jürgen Seidel

Mit Jürgen Seidel hatten wir ein weiteres Mal einen der Großen der Jugendliteratur mit Schwerpunkt Geschichte zu Besuch. Er brachte ein Thema mit, dass oft unbehandelt bleibt. Argentinien der 50er Jahre war vielen jüdischen Flüchtlingen zur Heimat geworden, als nun auch fliehende NS-Kriegsverbrecher mit ihren Familien dort ankamen. In den deutschen Schulen trafen die Kinder beider Gruppierungen aufeinander und mussten ihre eigenen Erfahrungen mit Schuld und Sühne machen.

Die Veranstaltung war vor von der Landeszentrale für politische Bildung Brandenburg unterstützt und bot einem altersgemischten Publikum die Möglichkeit des Austauschs, was wunderbar gelang, da das Gymnasium interessierten Oberstufenschülern die Möglichkeit gab, an dieser Vormittagsveranstaltung teilzunehmen.

Im Herbst werden wir Jürgen Seidel vermutlich ein weiters Mal in Eichwalde zu Gast haben, dann wird er sein neues Buch zum 1. Weltkrieg im Gepäck haben.

08.04. redeZeit Architektur mit Professor Dr. Ernst Badstübner

Professor Dr. Ernst Badstübner hatte zum heutigen Vortrag Backsteinarchitektur aus Deutschland und Amerika mitgebracht. Der Vortrag schloss an seine vorhergehenden an, schloss den Bogen bis ins 21. Jh. und zeigte auf, dass Backstein wohl auch noch in der Zukunft ein interessanter Baustoff bleiben wird, der Architekten zu immer neuen Umsetzungen inspiriert.

08.04. 2x Literaturalarm: Buch zum Mitlesen

Mit diesem Literaturalarm wollen wir Leseanfängern ein Gefühl dafür geben, wie viel sie bereits in ihrem ersten Lesejahr gelernt haben, denn alle sind gefragt zum Handlungsablauf beizutragen. Wichtige Wendungen der Handlung werden von den Kindern, der Rest von Kind & Kegel gelesen. Wendungen gibt es in diesem Buch genug, so kommen die Kinder nicht zu kurz, wenn der Wolf das kleine unschuldige Schaf zu einer Schlittenpartie nach „Erfahrung“ einlädt. Doch wer am Ende der Starke und wer der Schwache in dieser Konstellation ist und ob dennoch Freundschaft entstehen könnte, ist eine lange Geschichte, die erzählt werden will.

04.04. Literaturalarm Bilderbuch: Lieselotte macht Urlaub

Lieselotte macht Urlaub, auch wenn sie nicht weit kommt und die zurückgebliebenen Tiere auf dem Hof zeigen, dass Urlaub zu Hause auch sehr schön ist. Eine weitere Lieselottegeschichte für die Kinder aus der KITA „Haus der Strolche“ und ein weiteres Mal eine gute Mischung aus Bilderbuch und Wortschatzbildung verbunden mit jeder Menge Spaß.

02.04. 2x Literaturalarm mit Renate Ahrens

Im vergangen Herbst wünschte sich der Englischlehrer der Grundschule einen Literaturalarm Englisch und so begaben wir uns auf die Suche nach geeigneter Literatur. Mit Renate Ahrens gelang uns dies auf vielfältige Weise. Die Bücher sind zweisprachig angelegt. Renate Ahrens zeigt, dass Englischvermittlung nicht mit dem pädagogischen Zeigefinger daher kommen muss, sondern wie selbstverständlich in eine spannende Geschichte eingebunden sein kann. Obendrein ist sie ein Vollprofi nicht nur im Schreiben sondern auch im Lesen und so werden wir sie sicher nicht das letzte Mal zu Gast gehabt haben.

Mit dem zuerst gelesen Buch “Hilfe, Conor kommt” sprach sie die vierten Klassen an. Laura und Annika spielen nie mit Jungs. Schon gar nicht mit dem rothaarigen Conor aus Irland. Soll sich doch Lauras Papa um ihn kümmern, er hat ihn schließlich zusammen mit dessen Mutter eingeladen. Charaktere, in die sich die Kinder schnell Reinfinden und mit denen sie sich identifizieren konnten.

Die zweite Lesung des Tages war für die 5. Klassen angelegt. Hier war schon deutlich mehr Englisch im Spiel und die Kinder begriffen schnell, dass es auch funktioniert, wenn man nicht sofort alles versteht. Oft erklärt sich das Unverstandene später durch die Handlung wie von selbst. Mit „Don´t tell anybody“ stand ein Krimi auf dem Programm, der neben dem Krimielement aber auch sozialkritische Komponenten mitbrachte. In einem alten Steinbruch zu spielen ist riskant und verboten. Doch dann sehen die „Drei Spürnasen“ einen Jungen verschwinden, und ihr Hund Oscar entdeckt in einer Felsspalte eine Plastiktüte mit über fünfzig Euro. Zwei Tage später lauern sie dem Jungen auf und folgen ihm in die Innenstadt. Ihnen wird schnell klar, was er dort tut: Er klaut!

Auch dieses Mal band Renate Ahrens die Kinder super in die Handlung ein, eine Abschlussrunde brachte tolle Gespräche und viele Fragen rund um die Schriftstellerei wurden geklärt.

25.03. Nähworkshop in Kooperation mit der Fashionschool Wildau

23.03. Andersens Zinnsoldat

Andersens Koffertheater brachte ein weiteres Andersenmärchen nach Eichwalde. Der standhafte Zinnsoldat stand auf dem Programm und im Vorfeld wurden wir gelegentlich gefragt, ob das denn wirklich schon etwas für die Kleinen sei. Doch den Altersangaben von H.R. Andersen kann vertraut werden. Heute schlüpfte Henrik Rosenquist Andersen in die Rolle des Jungen Hans Christian und präsentierte seine Zinnsoldatensammlung und lieferte uns ein weiteres Mal eine wunderbar poetische Umsetzung eines Märchens. Eine Aufführung, in der ein Seeungeheuer sich als riesige Qualle entpuppt und in der die Ratte dem Zinnsoldat das Märchen vom Rotsöckchen erzählte und so ein Märchen im Märchen lieferte. Ein wunderschöner Vormittag für alle jungen und älteren Zuschauer, ein echtes Familientheater eben.

21.03. Literaturalarm Bilderbuch: “Der kleine Wassermann”

Mit dem kleinen Wassermann stand ein Kinderbuchklassiker auf dem Programm, der aber erst in den letzten Jahren mit den wunderschönen Bildern von Daniel Napp ergänzt wurde. Am heutigen Vormittag begaben sich die KITA-Kinder mit dem kleinen Wassermann auf den Grund des Mühlweihers und erlebten den Frühling und das Wiedererwachen der Natur. Sie lernten die Eltern und die Freunde des kleinen Wassermanns kennen und fieberten mit den frechen kleinen Fröschen, die den Hofhund unterschätzten. Ganz nebenbei lernten sie noch zwei Lieder und so gingen die Kinder fröhlich „Hunde die bellen die tun uns nicht weh“ singend wieder in die KITA zurück.

18.03. Uwe Rada liest aus Die Elbe

Uwe Rada stellte ein weiteres Buch aus seinen Flussbiographien vor. Mit „Die Elbe“ brachte er uns drei Episoden um diesen deutsch-deutschen Fluss und tschechisch-deutscher Fluss mit. Uwe Rada erzählte lebendige Geschichte im Fluss, verbindet die Elbe doch unterschiedlichste Erinnerungsorte und Erinnerungen zwischen West und Ost. Er nutzt diesen Strom wie eine Perlenkette, auf die er kleine Geschichten und große Geschichte über außergewöhnliche Orte, besondere Menschen, über Handel und Umwelt, Häfen und Literatur aufzieht.

Ein außergewöhnliches und wie sich an diesem Abend zeigte auch ein persönliches Buch über diesen Strom und seine Vergangenheit, so schilderte Rada auch eine spektakuläre Fluchtgeschichte aus seiner eigenen Familie mitten im Kalten Krieg.

»Uwe Rada hat die phänomenale Fähigkeit, unendlich komplizierte historische Zusammenhänge und geografische Gegebenheiten so leichthin aufzubereiten, dass man gar nicht merkt, wie viel an Informationen man geschluckt hat und ein bisschen gescheiter geworden ist.« (Karl-Markus Gauß)

16.03. Catalina Claro in Concert

Weltmusik ist ein neuer Punkt im Programm von Kind & Kegel, umso erfreulicher, dass das Haus voll war und alle gleichermaßen begeistert von Catalina Claro (Gesang, Klavier, Percussion, Gitarre). Dass Catalina Claro auf ihrer Europatournee Station bei uns machte, freut uns besonders. Sie verbindet in ihrer Musik Ethnisches, Elektronisches, Traditionelles sowie Experimentelles und schafft so eine ganz eigene Musikwelt, die die Zuhörer förmlich aufsaugt. Sie nennt diesen spannenden Zusammenklang „Chilenische Fusion“. Mit ihrer kraftvollen melodiösen Stimme singt sie Lieder ihres großen lateinamerikanischen Repertoires, das neben chilenischen und peruanischen Chansons auch mexikanische Lieder, Pablo Nerudas Liebesgedichte sowie schamanistische Gesänge des  peruanischen Regenwaldes umfasst. Catalina Claro ist ein chilenisches Energiebündel mit filigranen Arrangements und einem großen Herzen, dies es wunderbar verstand, sich in die Herzen ihrer Zuhörer zu singen. So hoffen wir, dass sie Ende 2015 bei ihrer nächsten Europatournee wieder bei uns zu Gast sein kann.

11.03. Nähworkshop in Kooperation mit der Fashionschool Wildau

20.02. Hoffmanns Erzählungen: Dürer. 500 Jahre Meisterstiche

07.02. Nähworkshop in Kooperation mit der Fashionschool Wildau

31.01. redeZeit Architektur über Georg Büttner

Georg Büttner und sein Schaffen in der näheren Umgebung waren Thema der ersten redeZeit in diesem Jahr. Mit Christian Ritter hatten wir einen kompetenten Redner zu Gast, der den Baustil Büttners gewissermaßen mit der „Muttermilch“ aufgesogen hat, wuchs er doch in einem Büttnerbau auf.

Die Pfarrhäuser in Eichwalde, Zeuthen und Wildau und die Kirchen in den beiden Nachbarorten sind auf Georg Büttner zurückzuführen, ein Architekt, der seine Bauten in das Orts- und Landschaftsbild einpasste.  Die nachfolgende Diskussion war, dank der regionalen Thematik, sehr interessant und aufschlussreich, fügten sich doch Mosaiksteinchen zusammen, die in sich eben oft nur bei solchen Gelegenheiten ergeben.

23.01. Literaturalarm mit Anne Voorhoeve

Ein weiteres Mal war Anne Voorhoeve bei uns in der Alten Feuerwache zu Gast. Dieses Mal hatte sie ihr Buch Liverpool Street für die 6. Klasse des Gymnasiums im Gepäck. Wie immer bei ihren Lesungen klebten alle an ihren Lippen, aber auch die anschließende Diskussion zeigte, dass die Klasse hochinteressiert an der Thematik ist. Wir werden mit der Klasse in diesem Jahr noch mehrere Veranstaltungen zum Nationalsozialismus durchführen und freuen uns darauf.

19.01. Konzert: Jazz, Folk und Pop mit Meadow Hill