Chronik 2015

22.12. 2x Pinocchio mit dem Teatro Baraonda

Pinnochio will nicht zur Schule. So nimmt eine alte Geschichte ihren Anfang. Mit Eduardo Mulone spielte ein Sizilianer den Stoff des Italieners Carlo Collodi, der in den vergangenen 135 Jahren nichts von seinem Charme verloren hat. Wie könnte es beim Theater Baraonda anders sein, Pinocchio kam mit vielen Liedern daher und war somit ebenfalls Inhalt des Liedmobils. Denn auch die gespielte Literatur ging eine wunderbare Verbindung mit der Musik ein. Für die Zuschauer war es der letzte Tag vor den Weihnachtsferien und somit sicher ein wunderschöner Jahresabschluss. Sie fieberten mit Pinocchio, hegten aber auch durchaus Sympathie für die beiden Ganoven Fuchs und Katze. Nachdem zunächst die ersten Klassen da waren, folgten mit den dritten Klassen „alte Hasen“ im Weihnachtsgeschäft. Die Kinder waren deutlich weniger aufgeregt und ließen sich wunderbar auf das Spiel von Eduardo Mulone ein.

18.12. Liedmobil in Wildau

Wie sich eine Weihnachtsgans vor dem Ofen retten konnte, erfuhren die Kinder bei diesem Liedmobil. Hier spielt eine Gans, die sich gegenüber dem Fuchs sicher nicht ganz normgerecht verhält, die Hauptrolle. Wer rechnet schon damit, dass so ein Weihnachtsbraten zunächst darauf besteht, dass für sie aufgeräumt wird, um dann für alle erst einmal was Anständiges zu kochen. „Fuchs du hast die Gans gestohlen“ und „Wir wünschen uns frohe Weihnacht“ waren musikalischer Inhalt des Vormittags.

17.12. Abschluss Autorenpatenschaft

14.12. Schreibwerkstatt 15

14.12. Lesung Thilo Reffert aus „Goldgören“

Eine letzte Lesung war noch im Fördertopf „Autorenpatenschaft“, so kamen alle fünften Klassen ein weiteres Mal in den Genuss einer Lesung aus den „Goldgören“. Natürlich stand Weihnachten bei der Lesung im Mittelpunkt. Prämiere war die Lesung einer noch unveröffentlichten Geschichte, die bereits auf eine Fortsetzung der „Goldgören“ wartet. In der Lesung waren auch einige unserer Schreibwerkstattkinder, die an diesem Vormittag nur kurz zum Essen in die Schule gingen, um dann schon wieder zur letzten  Schreibwerkstatt in die Alte Feuerwache zurückzukehren.

06.12. Familientheater: Lingulino mit „Die Weihnachtsgans Auguste“

Die Weihnachtsgans kam in diesem Jahr vom Erzähltheater Lingulio. Auch nach fast 70 Jahren hat die Geschichte nichts von ihrem Charme und Witz eingebüßt und erfreute sich bei kleinen und großen Gästen  gleichermaßen großer Beliebtheit. Während die Großen in Kindheitserinnerungen versanken, machte sich der eine oder andere kleine Gast doch Sorgen, ob Gustje das Weihnachtsfest überleben würde. Gepaart war die Aufführung, wie so oft bei Lingulino, mit Livemusik. Uwe Dohnt gab den Gefühlen der Gans auf beeindruckende Weise mit seinem Saxophone eine Stimme. Somit fand auch diese Veranstaltung Eingang in das Liedmobilprogramm. Uns freute, dass einige Kinder mit Gutscheinen oder Karten aus ihrem Adventskalender kamen, zeigte es uns doch, dass eine Veranstaltung am Nikolaustag bei den Eichwalder Familien gut ankam.

04.12. Liedmobil in Wildau

Mit Findus war ein weihnachtliches Liedmobil in Wildau zu Besuch. Was liegt bei Findus im Schnee näher, als „ABC die Katze lief im Schnee“ zu singen. Aber was wäre ein Weihnachtsbuch ohne Weihnachtslieder und so folgte „Wir wünschen uns frohe Weihnacht“ bei jedem Besucher, den der alte Pettersson mit Findus begrüßen durfte. Da es viele Gäste waren, konnten die Kinder das Lied am Ende des Vormittags prima und trällerten es auch auf dem Rückweg.

01.12. Vortrag zum Kaufhaus Israel im Museum Mitte

Dr. Goebel, der an diesem Abend im  Museum Mitte einen Fachvortrag zu den Grundstücken der Familie Israel hielt, hatte uns gebeten,  die Veranstaltung mit den Forschungsergebnissen der Kinder zu bereichern. Auch wenn es den Kindern des Projektes gar nicht so bewusst ist, sie werden in einem kleinen Teilbereich der Berliner Geschichte von Fachleuten als Spezialisten gesehen. So folgte die Studentin, die im  Rahmen ihres Praktikums das Projekt bei uns begleitet hatte, gerne der Einladung und senkte vor Ort den Altersdurchschnitt durch ihre Anwesenheit erheblich.

23.11. Schreibwerkstatt 14

23.11. Kindertheater: artisanen mit „Rotkäppchen und all die Anderen“

Die artisanen bestechen normalerweise durch ein imposantes Bühnenbild. Umso leichter und filigraner ist das Bühnenbild für dieses Rotkäppchen. Es besteht vorranging aus weißen Schirmen. Was die artisanen aber mit diesen minimalistischen Materialien machten, war ganz großes Theater. Die Zuschauer waren die Autorenpatenkinder, die sich ja in den vergangen Monaten intensiv mit Märchen beschäftigt hatten. Für Inga und Stefan von den artisanen waren sie ein deutlich älteres als das normale Publikum und so durfte der Wolf endlich mal sein ganzes Stimmvolumen ausfahren, ohne dass weinende Kinder nach ihren Müttern riefen. Rotkäppchen durfte sich über die doofe rote Kappe aufregen und erntete tiefes Verständnis bei den Kindern. Die Fragerunde nach der Vorstellung ließ keine Frage offen und die Kinder lernten viel über die künstlerische Umsetzung von Märchen.

12.11. Hoffmanns Erzählungen

Mit Thomas Hoffmann im Gropiusbau zu sein bedeutete heute, viel über die Hintergründe der Sammlung Würth zu erfahren, hinter die Kulissen der Ausstellung „Von Hockney bis Holbein“ zu sehen und natürlich Kunst zu genießen. Diese Mischung macht die hoffmannschen Erzählungen aus. Was veranlasste Reinhold Würth, einen Teil des Firmenvermögens in Kunst anzulegen, wer bewog ihn, die Sammlung letztendlich auch mit alten Meistern zu bereichern? Wer war verantwortlich für die Auswahl der ausgestellten Kunstwerke und für die Ausstellungskonzeption? Dies alles erfuhren wir an diesem Nachmittag, während sich die restlichen Besucher ausschließlich mit den ausgestellten Kunstwerken beschäftigten. Natürlich kamen die Kunstwerke von Anthony Caros monumentaler Skulptureninstallation „The Last Judgement – Sculpture“ bis zur Holbein-Madonna auch nicht zu kurz.

06.11. Liedmobil in Wildau

Mit dem Liedmobil findet der Literaturalarm eine musikalische Ergänzung. Die Kinder singen themenbezogene Lieder während der Bilderbücher und vertiefen so neben dem literarischen auch ihren musikalischen Erfahrungsschatz. Uns fiel auf, dass in Kita und Elternhaus immer weniger selbst mit den Kindern gesungen wird, dies soll mit diesem Programm geändert werden, denn es vermittelt Ansätze zum situativen Singen. Mit einem Seifenkistenrennen, verbunden mit dem Lied „Wer will fleißige Handwerker sehn“ starteten wir das Programm. In der nächsten Zeit werden noch 5-6 weitere Bücher musikalisch aufbereitet und dann in das ständige Repertoire aufgenommen.

11.10. Konzert mit Christian Bleiming

Gemeinsam mit dem Kulturverein Zeuthen konnten wir mit Christian Bleiming einen der besten Boggie-Woggie-Pianisten engagieren. Dass dies nicht übertrieben ist, merkten die Gäste schon bei den ersten Tönen, denn kaum jemand spielt diese Musik technisch so brillant. Zunächst spielte Christian Bleiming zahlreiche Stücke bekannter Boogie-Woogie-Größen, aber auch Musik aus seiner eigenen Feder ließ er in das Programm einfließen. Dabei erzählte und erklärte er kurzweilig vor den Stücken den historischen und musikalischen Hintergrund und so wurde dieses Konzert nicht nur ein besonderer Hörgenuss, sondern auch eine Reise in die Musikgeschichte des Boggie-Woggie.

11.10. Familientheater mit Andersens Koffertheater „Des Kaisers neue Kleider“

Wer sich fragt, ob der Kaiser bei uns gänzlich unbekleidet auftrat, sollte beim nächsten Familientheater selber vorbei kommen. Denn das wird hier nicht verraten. Hendrik Rosenquist Andersen lieferte auf jeden Fall in gewohnter Weise ein Andersen-Märchen mit persönlicher Note und Interpretation. Bei dieser Aufführung stand neben einer Motte die große Frage nach den wirklich wichtigen Dingen des Lebens im Vordergrund. Das altersgemischte Publikum amüsierte sich auf jeden Fall gleichermaßen und uns freut, dass das Stück endlich aus dem dänischen ins Deutsche übersetzt war, denn wir wollten ihn bereits im vergangen Jahr einladen. Da durften sich jedoch leider vorrangig die Kinder im Nachbarland an der Geschichte erfreuen.

02.10. Ausstellungseröffnung im Museum Mitte

Ab heute ist ein Projekt von Kind & Kegel im Museum Mitte ein Teilinhalt der Ausstellung zum 200. Gründungsjubiläum des Kaufhauses Israel. Wir hatten mit einigen Kindern erfolgreich mit dieser Thematik am History Award teilgenommen, aber dass ein Museum nun diesen Filmbeitrag als gelungene Umsetzung eines Geschichtsprojektes in ihr Ausstellungskonzept aufnahm, ehrte uns doch sehr. Bei der Recherche für die Ausstellung stieß die Kuratorin auf unseren Beitrag und fragte an, ob wir uns an der Ausstellung beteiligen. Nichts lieber als dies, eine schönere Nachhaltigkeit unserer Arbeit kann es doch nicht geben.

13.09. Schreibwerkstatt 13

12.09. Schreibwerkstatt 12

07.09. Schreibwerkstatt 11

29.08. Konzert mit Catalina Claro

Sicher begrüßten wir mit Catalina Claro die Künstlerin mit dem weitesten Anfahrtsweg. Zwar war sie nicht nur extra für uns aus Chile angereist, aber Eichwalde folgte gleich nach Paris auf ihrer Welttournee. Wie bereits vor 1 ½ Jahren begeisterte sie mit ihrer sehr eigenen Musik binnen Minuten das Publikum. Die Mundpropaganda, dass mit Catalina etwas ganz Besonderes geboten wird, tat ihr übriges und so war die Alte Feuerwache mit vielen „Wiederholungstätern“ und ihren Freuden gefüllt. Catalina Claro verband wieder chilenische traditionelle Musik mit eigenen Kompositionen und Weltmusik zu einem wundervollen Programm.

28.08. 2 x Liteaturalarm Bilderbuch in Wildau

Damit wirklich alle Gruppen ihr Zirkusthema mit einem Literaturalarm abschließen konnten, wiederholte sich dieser gleich viermal. Doch wer denkt, dass dies doch langweilig sei, kennt den Literaturalarm schlecht. Dank der Tatsache, dass die Kinder nicht reine Zuhörer sind, sondern aktiv ins Geschehen eingreifen können, ergaben sich trotz gleichbleibendem Buch vier komplett unterschiedliche Veranstaltungen. Anders als die vergangen Male waren wir heute nicht im Familienladen Seifenblase zu Gast, sondern im Jugendzentrum Wildau.

27.08. 2 x Liteaturalarm Bilderbuch in Wildau

Die Kita am Markt in Wildau ist ständiger und gern gesehener Gast beim Literaturalarm. Großes Thema in der Kita war in dem vergangen Wochen Zirkus und so wünschten sich die Erzieherinnen ein Zirkusbuch. Dies war gar nicht so einfach. Viele Bücher wurden gesichtet und wieder verworfen, bis wir mit „Zirkus“ von Franziska Biermann das richtige fanden. In frechen Reimen tummeln sich in diesem Zirkus die Eselbrüder Klaus und Klaus oder Paula Moops mit ihren 47 Hula-Hoops.

24.08. Liteaturalarm Bilderbuch mit der Kita Pinoccio

In diesem Jahr verlagerte sich der Literaturalarm Bilderbuch zu einem hohen Anteil nach Wildau. Die Situation durch die Doppelnutzung der Alten Feuerwache als Kulturstätte und als Trauraum erschwerte uns die Arbeit sehr. Umso mehr freute es uns, gleich zweimal für die Kita Pinoccio mit einem Bilderbuch im Gepäck die Alten Feuerwache zu belagern. Die Kinder hingegen freuten sich, bei uns eine alte Bekannte wieder zu sehen, denn die letzte Jahrespraktikantin der Kita war ebenfalls bei dem Literaturalarm zu Gast. Gewünscht hatten sich die Kobolde aus der Kita Pinoccio „Nein so war das“. Ein Buch, das viel Raum für die Diskussion über unterschiedliche Sichtweisen bei Streit lässt.

23.08. Gartenlesung mit Hans-Jochen Röhrig und Gisela Richter

Auch im Gärtnerhof zählten wir auf einen altbewährten Künstler. Hans-Jochen Röhrig beehrte uns bereits zum dritten Mal. In diesem Jahr war Gisela Richter mit ihrem Cello zur musikalischen Begleitung dabei. Wie immer erfreute uns der Gärtnerhof als wunderbarer Gastgeber. So gelang es uns, in diesem Jahr das „Catering“ der Familie Hanezog, das alleine schon den Besuch der Gartenlesung für die Gäste lohnte, auch in den andern Gärten anzubieten. Mit Obstbechern, Kuchen, Kanapees und Getränken war für das leibliche Wohl gesorgt. Hans-Jochen Röhrig und Gisela Richter hingegen sorgten genauso perfekt für das geistige Wohl. Hans-Jochen Röhrig versteht es einfach vortrefflich, das ironisch-tragische der Mann-Novelle in Szene zu setzen. Gisela Richter lieferte einen wunderbaren musikalischen Kontrapunkt mit Kompositionen von Elgar, Tschaikowsky und Rachmaninoff. In der Pause entstanden Ideen, im kommenden Jahr einen Kinderbuchklassiker für Alt und Jung bei den Gartenlesungen anzubieten.

16.08. Gartenlesung mit Simone Pabst und Elena Lutz

Das Duo Simone Kabst und Elena Lutz war bereits im vergangen Jahr bei der Gartenlesung in Zeuthen dabei. Der Gastgeberin Frau Meyer gefiel es damals so gut, dass wir bereits zu dem Zeitpunkt die Folgelesung mit „Djamila“ fest machten. Während wir im vergangenen Jahr von einem Gewitter mit traumhaften Regenbogen überrollt wurden, drohte auch in diesem Jahr das Wetter. Allerdings so passend zum Text, dass man das Donnergrollen atmosphärisch nicht besser im Studio hätte erzeugen können. Zum Glück war das Wetter aber gnädig und niemand wurde nass. Simone Kabst zeigte ein weiteres Mal ihr Können, gleichermaßen Elena Lutz, die zu den ganz großen Virtuosen des Bajans gehört. So wurde Aitmatows Djamila, die als eine der schönsten  Liebesgeschichten gilt, zu einem Gesamtkunstwerk aus Lesung, Musik, Garten und Wetter. Vielleicht sehen wir sie ja im kommenden Jahr wieder, die Zuschauerzahlen sprachen klar für eine große Fangemeinde.

09.08. Gartenlesung mit Uve Teschner

Uve Teschner kennen wenige, seine  Stimme hingegen kennen viele, denn als Hörbuchsprecher ist er in vielen Wohnzimmern zuhause. Bei uns war er mit Gaito Gasdanows „Das Phantom des Alexander Wolf“ zu Gast. Die markante Stimme des renommierten Sprechers Uve Teschner zieht die Zuhörer hinein in die Welt eines lange übersehenen Meisterwerks der Moderne, wo Verstrickungen menschlicher Seelen in einem makellosen Stil nachgezeichnet werden. Die Lesung fand unter dem Eichwalder Wasserturm statt, denn ein weiteres Mal öffnete Familie Schleicher dankenswerter Weise ihre Gartentore für eine der beliebten Gartenlesungen. Uve Teschner fesselte schnell mit seiner enorm wandlungsfähigen Stimme das Publikum. Die Geschichte, die den meisten unbekannt war, gestaltete sich so spannungsreich, dass viele der Gäste am Ende beschlossen im eigenen Garten weiter zu lesen. Denn wie sie ausgeht, wurde nicht verraten. Gerne würden  wir Uve Teschner wieder in Eichwalde begrüßen und der Gedanke, einen Geräuschemacher dazuzubuchen, gefiel uns besonders.

03.08. Liteaturalarm Bilderbuch in der Kita Senfkorn

Die Kita Senfkorn in Zeuthen-Miersdorf wurde ein Jahr alt und wünschte sich zur Feier des Tages einen Literaturalarm von Kind & Kegel. Mitbringen sollten wir das Buch: „Aber ich will“. Gerne kamen wir der Einladung nach und fanden auch schnell einen geeigneten Ort in der Kita, in der es ruhig und kuschelig war. Die Atmosphäre vor Ort begeisterte uns und die Kinder begeisterte das Erlebnis, so werden wir sicher nicht zum letzten Mal vor Ort zu Gast gewesen sein.

13.07. 2 x Liteaturalarm mit Boris Pfeiffer

Wer kennt sie nicht, die Drei ???? Einer der beiden Autoren der Kids Reihe ist gern gesehener Gast bei Kind & Kegel. Schnell war klar, dass eine Lesung nicht ausreichen würde, um den angemeldeten Klassen den gewohnten engen Kontakt zum Autor zu bieten. So begrüßten wir mit Boris Pfeiffer einen alten Bekannten, der die Kinder an diesem Vormittag gleich zweimal in den Bann schlug. Heute ging es um eine überdimensionierte Kuckucksuhr und ihre Geheimnisse. Wen wundert es, dass der Büchertisch der Buchhandlung Schattauer an diesem Tag nicht nur das vorgestellte Buch verkaufte. Viele der Kinder deckten sich mit Ferienliteratur ein. Das Begeistern für Literatur und das Lesen ist einer der Schwerpunkte des Vereins, besonders viel Spaß macht uns das immer bei Kindern.

11.07. Fußballheldenturnier

Helden gesucht! Diesem Aufruf folgten wieder 15 Mannschaften aus drei teilnehmenden Schulen. Wie immer stellte der SV Schmöckwitz-Eichwalde neben dem Platz vor allen auch die fachliche Betreuung des Fussballtourniers. Kind & Kegel hingegen kümmerte sich um die Organisation im Vorfeld, die Preise und Medaillen und die Waffelhelden. Eine von vielen gewachsenen Kooperationen des Vereins, die uns sehr am Herzen liegt und die vor allem den Kindern sehr zu Gute kommt. Denn anders als bei den üblichen Tounieren, die der SV Schmöckwitz-Eichwalde organisiert, stehen hier geschlechtsgemischte Mannschaften auf dem Rasen, die nicht regelmäßig in einem Fußballverein gemeinsam trainieren.

11-07-15Im Unterschied zu den vergangen Jahren waren in diesem Jahr auch verstärkt 1-2 Klassen auf dem Rasen. Die Klassen, die keine eigene Mannschaft zusammen bekamen, wurden bereitwillig in andern Mannschaften aufgenommen und die 4b aus der Humboldt-Grundschule Eichwalde, die sogar zwei Mannschaften gemeldet hatte, konnte mit dieser Unterstützung aus den 3. Klassen sowohl den 1. als auch den 3. Platz der Gesamtwertung erzielen.

Vielen Dank an alle Teilnehmer, die Unterstützer, die die Teams betreuten, die Waffelhelden und natürlich an die Schiedsrichter von SV Schmöckwitz-Eichwalde!

05.07. Hobbythek

Bereits zum dritten Mal fand im Eichenparkstadion die Hobbythek statt. Wie bereits in den vergangen Jahren war Kind & Kegel nicht nur dabei, sondern maßgeblich an der Organisation beteiligt.

Sinnvolle Freizeitgestaltung für alle Generationen liegt uns sehr am Herzen, was liegt also näher, als der interessierten Bevölkerung die vielfältigen Möglichkeiten in der Region vorzustellen. Vieles ist sicher bekannt, aber immer gibt es für den einen oder andern neue Impulse, aber auch Fragen zu Trainigszeiten, Mannschaften oder Angeboten oder ob es neben dem Instrumentalunterricht auch noch die Möglichkeit des gemeinsamen Musizierens gibt, wie eine Geburtstagsfeier oder eine Ladysnight in einer Nähschule aussieht oder eben ob die „Zeitreise zur NS Zeit“ durch Eichwalde von Kind & Kegel auch bereits für 6. Klassen geeignet ist? Dies und vieles mehr konnte bei strahlendem Sonnenschein und 40 Grad im Schatten erfragt und erfahren werden.

Wir hatten neben unserem Informationsstand auch noch die Holzwerkstatt aus Bie05(1)-07-15senthal eingeladen. Denn Werkstattangebote gehören genau wie Literaturalarm für 4-18 jährige oder die beliebten Gartenlesungen ebenfalls fest ins Kind & Kegel-Programm.

Dem Schulzendorfer Bürgermeister hat die Veranstaltung so gut gefallen, dass er uns kurzerhand für das kommende Jahr nach Schulzendorf eingeladen hat. Das Bündnis für Familie ZEWS, das der neue Organisator der Hobbythek ist, wird dieser Einladung gerne folgen.

29.06. Bilinguale Lesung mit Holly Jane Rahlens aus „Everlasting“

29-06-15Mit Holly Jane Rahlens war eine waschechte New Yorkerin zu einer bilingualen Lesung in der Alten Feuerwache. Sie las aus ihrem Roman „Everlasting“, in dem der Hauptprotagonist Finn, Historiker und Spezialist für die ausgestorbene Sprache Deutsch, die Tagebücher eines 13- jährigen Mädchens unserer Zeit transkribieren soll. Parallel testet er Computerspiele der übernächsten Generation auf ihre Autenzität und begegnet nun in der virtuellen Welt dem Mädchen aus den Tagebüchern.

Neben der spannenden Geschichte war es die Art, wie Frau Rahlens die Lesung gestaltete, die die Schüler schnell in den Bann zog. Sowohl die erklärenden Textzusammenfassungen als auch der Grossteil der Lesung waren Englisch. Die Tagebucheintragungen und Gespräche im virtuellen Berlin hingegen las sie in Deutsch. Im Anschluss gab es noch ein Quiz, bei dem zweimal „Everlasting“ verlost wurde. Eine rundum tolle Veranstaltung mit einer tollen Autorin und einer tollen 9a!

27./28.06. Schreibwerkstatt 9 und 10

26.06. Hoffmanns Erzählungen: Ausstellung „Impressionismus Expressionismus“ in der Alten Nationalgalerie

Hoffmanns Erzählungen begleiten Kind & Kegel bereits durch viele Jahre. Diesmal waren 26-06-15wir in der Alten Nationalgalerie zu Gast, doch die wohlvertraute obere Etage bot ein vollkommen neues Bild. Die aktuelle Ausstellung stellten den impressionistischen Werken dieser Etage expressionistische an die Seite. Klingt schräg, war es aber nicht, ganz im Gegenteil, der Vergleich dieser beiden Richtungen war mehr als spannend. Schnell hatten die Kinder im direkten Vergleich die Unterschiede herausgearbeitet. Einige der Kinder hatten gerade die „Blauen Reiter“ im Kunstunterricht durchgenommen und freuten sich nun, Originale von ihnen aus dem Unterricht bekannten Künstlern zu sehen.

Besonders freute uns, dass wir dieses Mal viele „Neue“ begeistern konnten. Immer hin waren sieben Kinder zwischen 7 und 16 Jahren neu dabei und auch sie freuen sich bereits auf die nächste von Hoffmanns Erzählungen.

23.06. redeZeit Stadtgeschichte mit Karen Schröder: „Der „Rosenkönig“ von Berlin oder wie der Buntzelberg zu seinem Namen kam“

Im Berliner Raum war der Name von Max Buntzel vor gut 100 Jahren nicht nur in Gärtnerkreisen bekannt. Heute erinnert nur noch eine Flurbezeichnung in Grünau und ein sehr kurzer Wikipedia-Eintrag an den Rosenkönig von Berlin. Die Journalistin Karen Schröder brachte Licht in das Dunkel seiner Person. Sie erzählte aus seinem Leben, las aus alten Gartenzeitungen und ließ so nicht nur die Person Max Buntzel, sondern auch seine Zeit wieder lebendig werden.

23-06-15Der Werdegang von Niederschöneweide über den Buntzelberg bis zum Niedergang, große Eckdaten, wie die begehrte Auszeichnung durch Kaiserin und Kaiser, aber auch durch Kollegen, die Ausflugsituation der damaligen Zeit und vieles mehr waren Inhalte des Abends.

Alte Rosenarten und riesige Treibhäuser entstanden vor dem geistigen Auge der Zuhörer, die nebenbei Erdbeerbowle genossen. Schnittrosenpreise und Gewerbe- oder Gartenausstellungen des ausgehenden 19. Jh. komplettierten das Bild. Alles in allem war dies nicht nur eine interessante und zeitaufwendige Recherchearbeit der Journalistin Karen Schröder, die sich in einem kurzweiligen Vortrag verdichtete, sondern auch ein wunderbarer Auftakt für den Kultursommer 2015.

12.06. Literaturalarm Bilderbuch in Wildau

Ein weiteres Mal war Kind & Kegel im Familienladen Seifenblase zu Gast, dieses Mal hatten wir „Zwei wirklich dumme Gänse“ im Gepäck. Es war ein Wunschbuch der Kita am Markt und wie immer fühlten wir uns in Wildau sehr wohl. Die Kinder waren ganz bei der Sache, erklärten uns, wo ihr Sammelplatz bei Feuer sei und wunderten sich über die Gänse und all ihre Vorurteile.

31.05. Familientheater „Hase und Igel“

Passend zum Vortag rannten in der AFW an diesem Sonntag Hase und Igel vom Theater Lakritz um die Wette. Es freute uns, dass wir einige der 500m Läufer im Publikum wieder entdeckten und auch die jungen Besucher aus Wildau, die sie wunderten was den „ihre Bücherfrauen“ vom Literaturalarm in Eichwalde machen, zweigen, dass kontinuierliche Arbeit die beste Reklame ist.

Mit dem Theater Lakritz kam eine Geschichte zu uns in die Feuerwache, die jeder kennt und dennoch lieferte sie neue Sichtweisen, die jungen wilden Igel, die den kunstsinnigen und ruhebedürftigen Hasen durch ihre blo31-05-15ße Anwesenheit nervten, spiegeln ein Problem der Zeit, dass vielen der jungen Eltern im Publikum nur zu bekannt ist.

Das besondere Schmankerl für uns war, dass die Geschichte komplett aus dem Nähkästchen gespielt wurde, alle Materialien des Stücks waren einmal Handarbeitsutensilien und wurden zum Schluss auch den Kindern als solche vorgestellt. So lieferte Nicole Weißbrodt gleich zweimal Kulturgeschichte, zum einen mit einer alten Geschichte, die neu erzählt wurde, zum Anderen mit Stopfpilz, Sternzwirn, Nadelkissen und Co, die die meisten Kinder nicht einmal mehr vom Hören sagen kannten. Wunderbar!

30.05. 5. Nacht im Grünauer Forst – Ein gelungenes Jubiläum!

Rekordzahl an Anmeldungen und Finishern, fünf Streckenrekorde, Galavorstellung von Paul Schmidt aus Dresden und über 1000 Euro für die Kenyan Kids Foundation, das war das Ergebnis der „5. Nacht im Grünauer Forst“.

Allein die Zahl von etwa 550 Anmeldungen brachte die Veranstaltung in neue Dimensionen des Zuspruchs, aber auch so langsam an die Kapazitätsgrenzen. Während über die 5 km und 10 km durchaus noch einige Teilnehmer mehr an den Start gehen könnten, sind wir durch den großen Zulauf bei der „Grünauer Meile“ am Limit.

Diesbezüglich zollen wir als Organisatoren allen Teilnehmern ein dickes Lob, schon die Stimmung, die sie alle mit in den Wald brachten, war bestens, und nur durch ihr rücksichtsvolles Verhalten war es möglich, so viele Menschen auf der Waldlichtung in Karolinenhof zusammenkommen zu lassen. Aus diversen Äußerungen konnten wir entnehmen, dass unser Konzept eines gemeinschaftlichen und Generationen übergreifenden Sportevents in allen Belangen aufzugehen scheint. Vom Kleinkind mit 10 Monaten bis zum Großvater mit 78 Jahren waren alle Altersklassen neben den Teilnehmern der Schulen aus Eichwalde, Schmöckwitz, Erkner und Schulzendorf mit Spaß, aber auch sportlichem Einsatz bei der Sache.

Der Teamwettbewerb der Grundschulklassen hat sich voll etabliert, über 350 Starter konnten wir allein bei der Meile an der Startlinie zählen. Das war schon eine sehr imposante Kulisse. Neben den tollen Leistungen haben wir uns auch über die Nachrichten aus der „medizinischen Abteilung“ gefreut, die trotz der großen Enge auf der Strecke keinerlei besondere Vorfälle zu vermelden hatte. Ihr umsichtiges  und rücksichtsvolles Verhalten wurde ausdrücklich gelobt!

Und von der sportlichen Seite her stellte die 5. Nacht in der Tat alles in den Schatten. Bei bestem Wetter gab es im Teamwettbewerb ein spannendes und enges Kopf-an-Kopf-Rennen der Kandidaten für die Preissummen von 150 Euro, 100 Euro und 50 Euro. Sage und schreibe 50 Teilnehmer (im Ziel!) musste man aktivieren, um auf das Podium zu kommen. Am Ende waren das auf Platz 1 (150 Euro) die Klasse 6a des Humboldt-Gymnasiums Eichwalde mit 58 Teilnehmern vor den Gästen aus Erkner mit der Klasse Flex C  von der Löcknitz-Schule, die 54 Teilnehmer ins Ziel brachten und 100 Euro für die Klassenkasse bekommen. Platz 3 (50 Euro) geht nach Schmöckwitz an die Inselschule und die Klasse 4a mit 50 Finishern.

Ein wichtiger Aspekt dieser Veranstaltung war das Sammeln von Spenden für die „Kenyan Kids Foundation“ des Marathonläufers Wesley Korir. Gut 1000 Euro lagen am Ende in den Spendenboxen, ein großartiges Resultat für die Kinder Kenias. Allen ganz herzlichen Dank für das große Spenderherz!

Sportlich war die Nacht so gut wie noch nie. Fünf Streckenrekorde waren eine reichliche Ausbeute. Den Reigen eröffnet über die Meile Leo Wasserkampf aus Schmöckwitz, der die Bestmarke über die Meile um 6 Sekunden auf 5:52 steigerte. Bei den Frauen siegte Karsta Parsiegla (SCC Berlin) in 39:51, wobei sie den Streckenrekord in Grünau um über eine volle Minute verbesserte.

Schon im ersten Lauf des Abends war über 500 m Sinikka Froese aus Eichwalde 2:05 gelaufen, womit die Bestmarke aus dem Vorjahr um 3 Sekunden unterboten wurde.

Das leistungssportliche Highlight produzierte diesmal allerdings Paul Schmidt aus Dresden, der den Kursrekord über die 10 km bei den Männern auf schier unglaubliche 30:43 steigerte. Was diese Leistung noch erstaunlicher macht, ist die Tatsache, dass Paul erst um 15:30 Uhr am gleichen Tag im Stadion Lichterfelde an den Start der Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften über 5000 m ging und dort überlegen den Lauf in 14:43,23 gewann. 2 1/2 Stunden später war er dann bei uns aktiv und lieferte nochmals eine Ausnahmeleistung ab.

Fast noch hochwertiger ist seine Durchgangszeit nach der Hälfte der Strecke, d.h. bei der Wende zur zweiten Runde, die Paul nach großartigen 15:07 passierte, Damit hatte er ganz nebenbei den Streckenrekord über 5 km von Daniel Naumann von 16:14 aus dem Vorjahr erheblich gesteigert. Gratulation und vielen Dank fürs Kommen, Paul!

Die Zeiten von Paul Schmidt belegen, dass auf unserer Stecke optimale Bedingungen herrschen und schnelle Zeiten erzielt werden können. Das war uns bereits vorher bekannt, aber Athleten dieser Klasse hatten wir bisher noch nicht am Start. In den nächsten Jahren sind wir sehr zuversichtlich, dass wir weitere Topläufer in den Grünauer Forst sehen werden, die die aktuellen Zeiten noch einmal deutlich steigern werden. Die Fabelzeiten von Jörg Peter und Michael Heilmann über die Marathondistanz sind u.a. auch in den idealen Bedingungen im Umfeld des Grünauer Forstes begründet. Ihre Erben stehen in den Startlöchern.

22.05. 2x Literaturalarm Bilderbuch in Wildau

An diesem Freitag brüllte der „Löwe, der nicht schreiben konnte“ seinen ganzen Frust und Weltschmerz in den Familienladen in Wildau. Schnell war den Kinder klar, warum die Tiere nie den Ton trafen, den der Löwe für seine angebetete Löwin gerne in seinen „fremd geschriebenen“ Briefen gehört hätte. Sie hatten ihren Spaß mit all den Löwen untypischen Angeboten für die junge, schöne und gebildete Löwin, die dort in den Briefen von Affe, Nilpferd oder Krokodil auftauchten. Wie heißt es so schön, „wer lesen kann ist klar im Vorteil“ nach diesem Buch sollte man ergänzen, „wer schreiben kann aber auch!“.

Zu guter Letzt wurde bereits der nächste Termin in Wildau reserviert und wir freuen uns über das neue Zuhause, dass uns der Familienladen in Wildau bietet, gerade da die AFW in diesem Jahr nur sehr eingeschränkt für die Kultur zur Verfügung steht.

9./10.05. Schreibwerkstatt 7 und 8 – Märchenhaftes Wochenende

Es war einmal eine Schar von Kindern, die suchten nach Wegen zur Literatur. Sie suchten sie unter Anleitung ihres Autorenpaten, der mit der Literatur vertrauteren Umgang pflegte. Eines Tages nun sprach der Autorenpate: Liebe Kinder, lasset euch von euren Eltern in den Wald bringen, in das Jugendbildungszentrum Blossin. Die Eltern aber brachten nicht nur ihre Kinder, sondern auch Kuchen und Erdbeeren, denn eines der Kinder hatte just am Samstag Geburtstag und aus der Küche ward eine Fontäne gebracht, die funkelte und leuchtete, dass es eine Art hatte.

09(2)-05-15Und wie die Kinder ihre Zimmer im Seminarhotel fanden, da leuchteten ihre Augen, denn es waren je vier Bettlein aufgestellt, ein jedes versehen mit Kissen und Bettdecke. In ihren Taschen und Koffern aber hatten die Kinder das feinste Bettzeug mitgebracht und das wurde nun auf die Betten gezogen – eine Kunst, die nicht jedes Kind verstund, aber mit Hilfe der geduldigen Barbara verschwand schließlich auch das letzte Inlett im Bezug.

Darauf zogen die Kinder mit ihren Federtaschen und Märchenbüchern in den Seminarraum Nr. 10, wo neunzehn Stühle um eine Tafel in U-Form standen, auf dass sich alle anschauen können beim Lesen und Zuhören, beim Diskutieren und Erwägen.

Der Autorenpate aber sprach: „Liebe Kinder, gewärtigt euch das Märchen vom Rotkäppchen.“

Und die Kinder taten wie ihnen geheißen.

„Liebe Kinder“, frug der Autorenpate nun, „welche anderen Figuren spielen in diesem Märchen eine Rolle außer Rotkäppchen?“

Und die Kinder trugen zusammen: Die Mutter, die Großmutter, der Wolf und der Jäger sind die anderen Figuren.

„Und wer, liebe Kinder“, frug der Autorenpate weiter, „wer könnte das Geschehen noch schildern, auf dass uns Augen und Ohren übergehen?“

Und die Arme der Kinder fuhren in die Höhe und ihre Gesichter strahlten, als sie verstanden, wie ganz wunderbar und höchst erstaunlich es wäre, das Märchen aus der Sicht des Wolfes zu schildern oder aus der Sicht der Großmutter!

„Dies, liebe Kinder, ist nun eure Arbeit“, sprach der Autorenpate, „wählt euch ein Märchen, wählt eine Figur und schildert das Geschehen aus ihrer Sicht!“

Und die Kinder zückten die Federn, um zu schreiben.

Das heißt nein, erst brauchten sie eine Pause. Der Bolzplatz lockte gar sehr und der See lockte gewaltig und der Spielplatz lockte wie verrückt.

Endlich aber kehrten die Kinder zurück in den Seminarraum Nr. 10 und der Autorenpate war es zufrieden, als er erkannte, wie erholt die Kinder aus der Pause kamen und wie tatkräftig und konzentriert sie nun ans Werk gingen.

Eines der Kinder, Florian mit Namen, hub an und erzählte ein bekanntes Märchen so:

„Ich habe mein Haus in den Wald gebaut, weil ich Ruhe vor den Menschen haben wollte. Denn ich hatte einen großen Schatz, Gold, Edelsteine und Rubine. Weil ich im Wald keine Ziegel hatte, habe ich das Haus ganz aus Lebkuchen gebaut, aus Lebkuchen, die ich selber gebacken hatte. Das hat zwei Jahre gedauert. Es ging mir ziemlich lange gut, hier draußen im Wald vergisst man  schnell die Zeit.“

Ein anderes Kind, Jonas genannt, hub an und erzählte ein anderes bekanntes Märchen so:

„Es war einmal ein Männlein, das lebte im Wald.Das Männlein hatte magische Kräfte. Einmal hörte das Männlein das Weinen eines Menschleins. Es tat die Tür von einer Kammer auf und sah ein Mädchen, das weinte. Es fragte, was mit ihr los wäre. Sie antwortete: ‘Ich soll dieses Stroh zu Gold spinnen.’“

Und der Autorenpate sah die Kinder denken und tüfteln, er sah sie schreiben und schaffen und dachte bei sich, jawohl, auch dieses könnte ein Weg zur Literatur sein.

Als aber der Abend gekommen war, zogen die Kinder in eine Köhlerhütte und in einer metallenen Schale ward ein Feuer entfacht, darauf der Autorenpate die köstlichsten Würste briet, blond oder kross, ganz nach Wunsch. Auch Gebratenes gab es und Gebackenes, denn der Kuchen war am Nachmittag nicht alle geworden. Dazu tranken die Kinder Gänsewein und wie sie alle recht vergnügt waren, da trat der Vater von Marie in die Köhlerhütte und hatte seine Gitarre mitgebracht. Da sangen die Kinder lustige Weisen von ihrer Tante aus Marokko, vom Cowboy Jim aus Texas und einer verschwundenen Kokosnuss, bis die Nacht hereinbrach und absolute Bettruhe angesagt war, was die Kinder relativ ernst nahmen.

Am nächsten Morgen gingen die Kinder gar frisch ans Werk, was den Autorenpaten erstaunte, denn einige Kinder waren noch lange nach dem Zubettgehen wach gewesen und hatten doch auch vor dem Wecken das Bett verlassen. Und so kam es, dass an diesem Morgen einige Geschichten erstaunliche Fortschritte machten, während die fleißige Maren andere Geschichten schon auf dem Laptop abtippen konnte, denn die Menschen hatten es sich angewöhnt, alles digital zu bearbeiten und für den Autorenpaten war es eine große Erleichterung.

Nun hatten die Kinder ein Märchen aus einer Perspektive neu erzählt und dabei erfahren, welche Rolle es spielt, wer eine Geschichte erzählt. Dieses, dachte der Autorenpate bei sich, ist eine Erkenntnis, die über die Literatur hinaus von Bedeutung ist. So sucht man, dachte er im Stillen weiter, Wege zur Literatur und findet Wege ins Leben. Dann fuhr er fort, mit bekannten Märchentexten herumzuspielen. Er hatte drei Märchen in dramatischen Text übersetzt, d.h. die Handlung in Dialoge aufgelöst und den Erzähler auf wenige Bemerkungen reduziert. Die Märchen waren aber Rotkäppchen, Rumpelstilzchen und Frau Holle.10(2)-05-15

Das Märchen vom Rotkäppchen probten die Kinder gemeinsam und führten es anschließend unter freiem Himmel auf. Das aber machten sie so: Die Spieler nahmen hinter einem halbhohen Vorhang Platz und standen nur auf, um zu sprechen. Nach jeder Replik setzten sie sich nieder, so dass immer nur der Sprechende sichtbar ward. Der Autorenpate nannte dieses Theater Aufsteh-Theater, aber er ist sich nicht sicher, ob das eine belastbare Bezeichnung ist.

Darauf teilte sich die Kinderschar und probte in zwei Gruppen die Märchen vom Rumpelstilzchen und von der Frau Holle in einer Aufsteh-Theater-Version, falls man so sagen will. Und dabei machten sie eine Erfahrung, die jeder Schauspieler teilt, dass man nämlich auch in kleinsten Rollen glänzen kann, wenn man nur groß genug spielt. Jonas war es, der im Märchen von Frau Holle den Brunnen (sic!) zu geben hatte. Sein Text beschränkte sich auf die (teils wiederholten) Worte „plumps“ und „gluck“. Doch diesen seinen winzigen Text gestaltete Jonas mit brunnentiefer Stimme und der Würde eines Königs, der gramgebeugt den Untergang eines Riesenreiches verkündet. Die zuschauenden Kinder aber brachen darüber in Lachen aus, so dass es selbst einem steinernen Brunnen schwer gefallen wäre, ernst zu bleiben.

Auf diese Weise, stellte sich der Autorenpate vor, würden die Kinder in der nächsten Werkstatt dramatische Texte aus den Märchen ihrer Wahl verfertigen, die dann als Hörspiel und / oder als Theatertext gespielt werden können. Und da wunderte es den Autorenpaten, ob die gesuchten Wege zur Literatur sich überhaupt wollten finden lassen? Und für einen Moment kam ihm vor, als entstünden die Weg zur Literatur erst dadurch, dass sie gegangen werden.

Wie groß war aber die Freude der Kinder, dass sie den Weg nach Hause nicht gehen mussten, sondern von ihren Eltern abgeholt wurden. Glücklich und erschöpft fuhren sie von hinnen, die Herzen von Dankbarkeit erfüllt gegen die gütigen Fördermittelgeber im Bundesministerium und die freundlichen Mitarbeiter des Jugendbildungszentrums Blossin.

27.04. Literaturalarm Bilderbuch Schnurzpiepegal

Einen besonderen Literaturalarm Bilderbuch hielt Kind & Kegel dieses Mal für die Grundschüler aus Eichwalde bereit. Mit Barbara Steinitz hatten wir Autorin, Illustratorin und Interpretin des gleichnamigen Bilderbuchs vor Ort.

27-04-15Hier wurden nun die Zeichnungen in einem Papiertheater lebendig und die Figuren entwickelten ein Eigenleben und eine Dynamik, die nur der Autor und Illustrator selbst ihnen verleihen kann. Björn Kollin verlieh der Geschichte mit seiner Musik und den vielen mitgebrachten Instrumenten zudem noch eine weitere Komponente, die vielen Zwischentöne lieferten Gefühle und Stimmungen. So wurde die witzige Liebesgeschichte, in der es auch um Einsamkeit, Anders sein und Selbstakzeptanz geht, ein einzigartiges Erlebnis für Groß und Klein. Schade nur, dass das Buch momentan nicht mehr im Handel erhältlich ist.

Humor bewiesen die Beiden Akteure auch, in dem sie kurzerhand das „Bitte Ruhe Eheschließung Schild“, kurzerhand ins Spiel einbezogen.

26.04. Schreibwerkstatt 6 – Alles eine Frage der Perspektive

Dies war die Sonntagswerkstatt und ich möchte hier die erste Strophe eines Lobliedes auf die Eltern singen. Wir wurden das Wochenende über mit Kuchen und Naschwerk versorgt, sogar warme Pizzabrötchen wurden uns gebracht. Ein voller Bauch studiert nicht gern, heißt es, aber ein leerer – das weiß ich persönlich ganz genau – denkt nur ans Essen!

Alles eine Frage der Perspektive hieß diese Werkstatt und sie hätte richtig heißen müssen: Alles eine Frage der Perspektive, der Erzählweise und des Mediums. Es ging aber nicht um die Vorbereitung von siebzehn Doktorarbeiten, sondern um Märchen. Märchen hatte ich gewählt, weil ich davon ausging, dass bei den Kindern eine ungefähre Textkenntnis vorliegt, was sich später als bedingt richtig erwies. Märchen sind außerdem stabile Geschichten, an denen sich gut herumprobieren lässt – und darum ging es mir, in Vorbereitung der nächsten Doppelwerkstatt in Blossin.

Die Kinder stellten ihre Lieblingsmärchen vor, wobei auch Wilhelm Buschs „Max und Moritz“ als Märchen vorgestellt wurde. Wilhelm Busch selbst hätte sich wohl geehrt gefühlt, dass seine Verse auf diese Weise zur Volksdichtung erhoben wurden. Für das Ende der Werkstatt hatte ich eine Geschichte vorbereitet, in der ich sechzehn Märchen kompiliert hatte – verbunden an Märchenorten wie dem Brunnen oder dem Häuschen im Wald. Das war die Klammer der Werkstatt.

Wir haben eines meiner Lieblingsmärchen als Hörspiel gehört, den gestiefelten Kater, die DDR-Produktion, als Schallplatte bei LITERA wohl Anfang der 70er Jahre erschienen, die ich selbst als Kind dutzendemal gehört hatte. Klaus Piontek als Kater, Kurt Böwe als König, Katharina Thalbach als Prinzessin – das ist große Kunst für kleine Leute. Wir haben nach dem Hören zusammengetragen, welche Mittel im Hörspiel zum Einsatz kamen im Unterschied zum erzählten Märchen(text) und tatsächlich war es erstaunlich, wie z.B. die (optische) Verwandlung des Zauberers durch Geräusche, Musik und Sprechweise für die Ohren erfahrbar gemacht wurde. Auch die erzählende bzw. illustrierende Funktion der Musik wurde vielen Kinder hier zum ersten Mal bewusst.

26-04-15Anschließend und nach einer angemessenen Pause haben wir mit der gleichen Fragestellung die ARD-Neuverfilmung des Märchens – in Auszügen – angeschaut. Was soll ich sagen, das alte Hörspiel war der bessere Film. Zwar sah man die Verwandlung des Zauberers in einen Löwen, eine Elefanten und ein Mäuschen, aber wie armselig wirkten diese digitalen Bildtricksereien gegen das fantastische Hörerlebnis. Die stärksten Bilder entstehen offenbar im Kopf: Geschichten erleben ist eine Koproduktion zwischen Text und Leser, zwischen Hörspiel und Hörer und auch zwischen Zuschauer und Film – nur mit dem Unterschied, dass dieser Film versuchte, die ganze Arbeit allein zu machen.

Es war das einzige Mal, dass ich die Kinder mit einer Art Hausaufgabe entließ. Ich bat sie, sich ihr Lieblingsmärchen nochmals durchzulesen, denn am kommenden Werkstattwochenende wollen wir Märchen nacherzählen – aus anderen Perspektiven und in anderen Medien.

25.04. Schreibwerkstatt 5 – Schreiben ist Umschreiben

Wieder eine Wochenenddoppelwerkstatt, aber diesmal zerfiel sie inhaltlich so, dass ich getrennt berichten möchte.

Dass man achtzig Prozent einer 25-04-15Arbeit in zwanzig Prozent der Zeit bewältigt, ist eine bejubelnswerte Tatsache. Jedenfalls bis zur Einsicht in die beklagenswerte Tatsache, dass man für die verbleibenden zwanzig Prozent Arbeit achtzig Prozent der Zeit braucht. So ging es uns an diesem Samstag. Schnell hatten die Kinder Episoden aus dem Leben ihrer Brotdosen herausgegriffen bzw. erfunden: Eine Brotdose geriet aus Versehen in die Kita, eine andere übernachtete draußen, war Vogeltränke und Spatzenpool, ein dritte schlug gar Einbrecher in die Flucht. Aber die konkrete Arbeit am Text erwies sich als anstrengend und zäh, als langwierig obendrein; achtzig Prozent eben. Ich gab mir Mühe, die Kinder zu motivieren und tatsächlich gelangen uns in Partnerarbeit einige erstaunliche Texte.

Ein gutes Beispiel gibt der Text von Marie. Die Geschichte ihrer Brotdose beginnt damit, dass sie als Hundefutternapf herhalten muss und dabei einen Mops näher kennenlernt. In der ersten Version war die Hundebesitzerin eine alte, etwas vertrottelte Dame, die im Grunde nur mit Autofahren beschäftigt ist, denn die Geschichte spielt in einem fahrenden Auto. Die Brotdose nun konnte Möpse nicht leiden, im allgemeinen nicht und im besonderen den dicken Mops der alten Frau nicht. Wir alle kennen solche Lebenslagen. Und es wurde schon großartige Literatur aus solchem Leid destilliert.

Für uns aber geht es darum, das Erzählen von Innen kennenzulernen und dafür waren zwei kleine Änderungen wichtig. Die Brotdose durfte – erstens – keine vorgefasst Meinung über Möpse haben und es musste – zweitens – etwas geschehen, dass die beiden noch anders verbindet als durchs Fressen. Das waren meine Hinweise. Marie schrieb also die Geschichte um. Sie spielt immer noch im fahrenden Auto der vertrottelten alten Dame und noch immer frisst der Mops aus der Brotdose, aber es ist keine ekelhafte Angelegenheit mehr. Und als die Brotdose aus dem Fenster geschleudert wird (die Dame besitzt ihren Führerschein offenbar zu Unrecht), rettet der Mops die Dose durch einem beherzten Sprung aus dem Fenster. Wie das gut ausgehen kann? Die Rückholfunktion des Rollgurtes rettet beide, Hund und Dose, die seitdem die besten Freunde geworden sind – die Filmrechte liegen bei Marie.

25(2)-04-15Es kommt mir bei alledem gar nicht so sehr auf den Inhalt an. Obwohl eine Geschichte, in der etwas passiert, besser ist, als eine Geschichte, in der nichts passiert. Aus meiner – unmaßgeblichen – Sicht. Worauf es mir ankommt, ist, dass die Kinder Geschichten – Literatur letztlich – als gemacht und als veränderbar wahrnehmen. Dies lernen sie am ehesten durch das Verändern ihrer selbst-gemachten Geschichte. Auch wenn dies achtzig Prozent der Zeit kostete, war ich am Ende zu neunzig Prozent zufrieden.

Dank der Mitarbeit von Barbara Winter und Maren Keutel mussten sich die Kinder nicht durch endlose Pausen quälen, sondern waren aktiv und schöpferisch tätig beim grafischen Gestalten von Buchstaben und erfanden eine Geschichte, in der es um einen verschwundenen Zeigefinger geht. Die Lesung dieser Geschichten unter freiem Himmel an der frischen Luft war ein guter Abschluss dieses Wochenenddoppelwerkstattsamstags.

24.04.  redeZeit Sport mit Horst Milde – Ein Rückblick auf 100 Jahre Berliner Laufgeschichte

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung zur 5. „Nacht im Grünauer Forst“ begeisterte der Begründer des Berlin-Marathons, Horst Milde, bei seinem Vortrag in der „Alten Feuewache“ Eichwalde seine Zuhörerschaft. In einem spannenden Exkurs über die Laufaktivitäten im Berliner Raum in den letzten 100 Jahren zeigte sich schnell, dass hier ein Referent vor Ort war, der selbst maßgeblich an dieser Geschichte mitgeschrieben hat. Dabei belegte Milde im Rückblick auf die Anfänge der Laufbewegung in der Hauptstadt, dass  es „vieles schon früher gegeben hatte“. Wie zum Beispiel Waldläufe mit Teilnehmerzahlen von über 1000 Läufern oder Staffelläufe mit großer Beachtung auch seitens der Zuschauer und der Presse.

24-04-15Milde selbst hat dann die Entwicklungen des Laufsports in Berlin ab 1964 geprägt, als er als FU-Student den legendären SCC-Cross im Grunewald im Bereich des Teufelsberg ins Leben rief, der damals ein absolutes Highlight im Sportkalender der damals noch isolierten Stadt war. Der 13. Oktober 1974 war dann für die Geschichte des Marathons ein historisches Datum, denn an jenem Tag ging parallel zur Avus der 1. Berliner Volksmarathon über die Bühne. Der Sieger dieses Laufs, Günter Hallas, war als Zuhörer nach Eichwalde gekommen und wurde mit einem kräftigen Applaus bedacht. Als sich dann 1981 die französischen Alliierten den Bedenken der hiesigen Polizei widersetzen und auf einen 25 km Lauf durch die Innenstadt bestanden, fiel auch der Startschuss für die einmalige Erfolgsgeschichte der Berliner Marathon-Veranstaltung. Spätestens mit dem „Lauf in die Einheit“ am 30. September 1990 erlangte dieser Event Weltgeltung und wurde bald danach nach einem leistungssportlichen Spätstart zum Non-plus-ultra der Szene.

Zehn Weltrekorde und -bestleistungen wurden in Berlin aufgestellt, die seit 2003 eingeführten Weltrekorde verwaltet Berlin bei den Männern im Monopol. Alle diese Entwicklungen wären ohne Milde und sein Team undenkbar gewesen. Mittlerweile hat Milde die direkte Organisation des Marathons seinen Nachfolgern übergeben, darunter auch seinem Sohn Mark, der als sportlichen Leiter hohen Anteil an dem Höhenflug des Berlin Marathons hat.

Doch damit hat sich Horst Milde mitnichten zu Ruhe gesetzt. Mit Staunen konnten die Zuhörer nur registrieren, welche Palette an Aktivitäten der rüstige Senior immer noch bewältigt. Nach einem kurzen Exkurs zum Frauenlauf, dem Halbmarathon oder einem 5x5km Staffellauf, die alle mit einem mehrtausendköpfigen Teilnehmerfeld über die Bühne gehen, wurden auch aktuelle Projekte wie ein Lauf in der JVA Plötzensee oder das AIMS Marathon Museum of Running vorgestellt. Abschließend appellierte Milde in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Vereinigung der deutschen Straßenlaufveranstalter (German Road Races e.V.) sich an der Petition gegen eine drastische Erhöhung der Genehmigungsgebühren seitens des DLV (sog. „Lauf-Maut“) zu beteiligen.

Mit einem kräftigen Applaus wurde seine faszinierende Präsentation durch die Zuhörer bedacht. Als kleine Erinnerung an den Vortrag bekam der Referent ein Plakat vom Fukuoka-Marathon 2013 und seine Ehefrau Sabine für ihre großen Verdienste um den Laufsport einen Blumenstrauß überreicht. Allen Zuhörern vielen Dank fürs Kommen und für die Spenden von Sportutensilien, die wir in Kürze an Flüchtlingsinitiativen weiterleiten werden.

25.03. 25 Jahre Bödecker

Zur Festveranstaltung anlässlich des 25 jährigen Bestehens unseres Kooperationspartners des „Friedrich Bödecker Kreises Brandenburg“ waren drei der schreibenden Kinder geladen das Projekt in Potsdam vor gro25-03-15ßem Publikum vorzustellen. So machten wir uns auf den Weg nach Potsdam, um erste Resultate der Schreibwerkstatt zu präsentieren.

Die Jungautoren trafen dort auf ein begeistertes Publikum und begeisterten auch uns mit ihrem Vortrag. Nach einem ausgiebigen Buffet ging es wieder Richtung Eichwalde.

21./22.03. Schreibwerkstatt 3 und 4 – Eine kurze Geschichte vom langen Leben

Dies war die erste von fünf Wochenenddoppelwerkstätten, so werden wir künftig immer arbeiten, bis auf die letzten Werkstätten im Herbst, in denen wir die Publikation und die Abschlussveranstaltung vorbereiten.

21-03-15Wochenendwerkstatt, das gab mir ein Gefühl irgendwo zwischen Subbotnik und Ferienlager. Die Kinder waren entspannt und frisch und freuten sich auf die Schreibanregungen fast genauso wie auf den Spielplatz hinterm Haus. Fast so verlockend wie Kuchen und Saft waren Stift und Zettel, fast.

Wir begannen mit einem Schreibspiel, in dem wir lange Worte zusammentragen wollten. Jedes Kind hatte dazu eine Brotdose mit einem Zettel und notierte ein Ding-Wort, Haus zum Beispiel. Dann wurden die Zettel verpackt und die Dosen getauscht, das nächste Kind setzte das Wort fort: Hausboot zum Beispiel. Ich hatte freilich die Dicht- und Denkbereitschaft am frühen Samstagnachmittag überschätzt, denn es gab Kinder, die auf jeden Zettel, in jedes Wort einfach „automat“ einfügten. Aber die Dichtung wäre nicht die magische Angelegenheit, die sie ist, wenn nicht gerade auf diese Weise eines der schönsten Langwörter entstanden wäre, mein Favorit, der HUNDESPIELZEUGAUTOMATENALARMSIRENENKNOPF. Auch dem Hausboot war inzwischen ein HAUSBOOTSCHLANGENKLOHEIZUNGSBLUMENKRANZ geworden. Und wenn Ihr Kind im Baumarkt demnächst nach FLASCHENLAGERRAUMLAMPENLASCHEN fragt, dann wissen Sie, woher diese Fachkenntnis stammt.

Danach war Pause. Ich habe die überragende Bedeutung der Pause im letzten Bericht schon angedeutet. Gut belüftet folgten die Kinder dann der Geschichte, die ich vorlas, einer Geschichte, die noch ohne Titel ist, aber immerhin einen Untertitel hat: Die Memoiren einer Brotdose, erzählt von ihr selbst. Die Kinder folgten der zehnseitigen Episodengeschichte interessiert und amüsiert. Das zentrale Mittel der Erzählung ist die Verschiebung der Perspektive vom Schulkind auf seine Brotdose. Und die Ich-Erzählform erledigt jeden Einwand, Brotdosen hätten kein Eigenleben. Ich denke, hatte schon der Philosoph Descartes festgestellt und gefolgert, also bin ich. Das gleiche reklamiert nun die Brotdose für sich, einfach indem die Ich-Erzählung anfängt.

In der anschließenden Gesprächsrunde konnte jedes Kind von Erlebnissen seiner Brotdose oder von einem ihrer Bekannten berichten. Nach einer weiteren Pause – gefüllt mit einer Spezialität aus den Brotdosenmemoiren, dem köstlichen Fortunabrötchen – ging es ans Schreiben. Die Villa Mosaik in Eichwalde bot genug Platz für jedes Kind, der einsamen Tätigkeit des Schreibens auch einsam nachzugehen. Interessant für mich war zu sehen, wie unterschiedlich die Kinder sich dem (schriftlichen) Erzählen annäherten. Für einige war das Schreiben selbst die Hürde, also das zu-Papier-Bringen der Buchstaben, für andere war der Inhalt der Geschichte das Problem – oder vielleicht sollte ich sagen, ihr eigener hoher Anspruch. Jeder Schriftsteller kennt den Horror vacui, die Angst vorm leeren Blatt, und es soll Autoren geben, die stapelweise Papier mit ihrem Namen und Ort versehen, um nur ja nicht vor einem leeren Blatt zu sitzen.

Nach einer, ich schreibe es gern, weiteren Pause im Sonnenschein, trugen die Kinder ihre Geschichten vor der Gruppe vor und bekamen erste Rückmeldung. Die wichtigste Botschaft ergab sich dabei in der Summe, nämlich die, dass keine Geschichte auf Anhieb fertig ist. Nichts, was den Kindern in den Medien begegnet, seien es Gedichte, Erzählungen, Theaterstücke, Hörspiele oder Filme begegnet ihnen in erster Fassung. Alles ist überarbeitet, mehrfach zum Teil und langwierig. Schreiben heißt Neu-Schreiben, das weiß jeder Autor und er weiß außerdem, dass nicht jede Überarbeitung vergnügungssteuerpflichtig ist. Da war es sehr gut, dass die anstehende Überarbeitung auf den morgigen Sonntag fiel.

Die samstägliche Auswertungsrunde hatte ergeben, dass sich die Kinder mehr Pause wünschen. Noch mehr?! Ich versprach für die Doppelwerkstatt 7/8, die wir mit Übernachtung in Blossin absolvieren werden, eine abendliche Ansammlung von lauter Pausen. Außerdem ließen wir, Barbara Winter und Maren Keutel vom Verein Kind & Kegel Eichwalde und ich, den Sonntag einfach mit einer Pause beginnen. Und ob es an dieser Pause lag oder an der sonntäglichen Ausgeruhtheit, am frühlingshaften Wetter oder einem bundesministeriellen Wohlgefallen, das über uns leuchtet, die Kinder jedenfalls stürzten sich willig, ja geradezu begeistert und konzentriert in die Überarbeitung oder Ergänzung ihrer Geschichten, der Episoden aus dem Leben von Brotdosen.

Abschließend spielten wir einen weiteren Aspekt des Autorenlebens nach, die 22-03-15Vertragsverhandlungen mit dem Verlag. Einen 500-Euro-Schein bekam jedes Kind von mir für seine Geschichte. Bis Emilia kam und fragte, ob sie ihr Honorar in 50er-Scheinen bekommen könnte. Ich gab ihr zwei Zweihunderter und sie war’s zufrieden, schließlich sind zwei Scheine Esspapier besser als einer. Im weiteren verfuhren wir äußerst großzügig mit den Scheinen, jeden richtigen Verlag hätte wir so binnen Minuten ruiniert.

Im zweiten Teil der Werkstatt konnten die Kinder wieder händisch arbeiten, sie druckten die Langwörter von gestern oder sie duellierten sich gruppenweise im Wörterfindespiel. In kleinen Gruppen ging ich mit den Kindern erneut an das Überarbeiten ihrer Geschichten und es war für alle Teilnehmer eindrücklich, in der abschließenden Vortragsrunde zu erleben, was durch zwei Überarbeitungen aus den Entwürfen des gestrigen Tages geworden war. Zumal für Emilia, Emma und Jan Ole war es gut, den lauten Vortrag vor Publikum zu üben, denn sie werden ihre Geschichten am kommenden Mittwoch auf der 25-Jahr-Feier des FBK Brandenburg in Potsdam vortragen.

Die Legung der Werkstätten auf das Wochenende hat sich ein erstes Mal bewährt. Es war ergiebig und effektiv, am Samstagnachmittag einzusteigen und die Arbeit am Sonntagvormittag fortzuführen. Es haben sogar Eltern angeboten, den Kuchen zu backen, den ich diesmal mitgebracht hatte. Ich weiß nicht, ob sie wussten, dass ich zwei Anläufe gebraucht hatte, um einen Käsekuchen zustande zu bringen. Aber es gilt offenbar auch in der Küche: Nichts gelingt auf Anhieb.

20.03. 2x Literaruralarm Bilderbuch in Wildau

Auf Grund der vielen Anmeldungen gab es gleich zweimal Professor Paul zum Mitlesen im Familienladen in Wildau. Mittlerweile sind nicht nur die Kindergärten vor Ort „infiziert“ auch die Grundschule nutzt die Angebote von Kind & Kegel gern. Neben dem Vergnügen eines guten Buches liefern die Termine mit den Grundschulen immer wieder genügend Anlässe zum Mitlesen für die Lesenanfänger und anders als in der Schule kommen alle gemeinsam zum Lesen, so ziehen die besseren Leser die schwächeren automatisch mit.

16.03. Schreibwerkstatt 2 – Bewegliche Buchstaben

Erst die Schule, so heißt es, mache Pausen schön. Was wäre eine Pause ohne die umgebenden Schulstunden? Ein paar Minuten im Ozean der Zeit. Und so war tatsächlich die Pause der Dreh- und Angelpunkt der zweiten Werkstatt. Sie war es erstens, weil die Kinder sich beim letzten Feedback eine solche Pause an der frischen Luft gewünscht hatten. Sie war es zweitens, weil das Wetter mitspielte und eine nachmittägliche Märzsonne schräg auf das Treiben der Kinder schien. Und schließlich war sie drittens, indem die 15 Kinder aus verschiedenen Klassen alle miteinander spielten, niemand war ausgeschlossen, alle waren dabei. Und die Fußgänger wechselten willig die Straßenseite, milde lächelnd über soviel Kinderfrohsinn.

Was also Gesundheitsförderung, Launesteigerung und Teambuilding angeht, war diese Pause so weit vorn, dass man sagen könnte: Erst Pausen machen Schreibwerkstätten schön. Ein Satz, der womöglich in den Wochenendwerkstätten noch eine Rolle spielen wird …

Die Arbeit in der Schreibwerkstatt selbst war – wie der Titel schon andeutet – eine Fortsetzung der ersten. Nun hatte jedes Kind Gelegenheit, den Styrene-Druck zu erproben und mit beweglichen Buchstaben in Puzzle- oder Stempelform zu arbeiten. Als sehr anregend dafür erwiesen sich Spielereien mit Anagrammen, also buchstabengleichen Wörtern. Dann gilt PIRAT = TAPIR. Und wer LEHRT KOCHEN? Das ROTKEHLCHEN. Es war teils erstaunlich, mit welcher Geschwindigkeit die Kinder die Anagramme fanden. Leo zum Beispiel brauchte nur einen kurzen Blick und einen winzigen Tipp, um herauszufinden, wer da PINK IN EISGRAU durch die Antarktis schwankt.

Eine interessante Diskussion hatten wir auch über einen Text aus der letzten Werkstatt. Paul Maars ABC-Geschichte „Was passiert, wenn der Lehrer die Klasse verlässt“ ist im Grunde ein ABC-Akrostichon. Die sechsundzwanzig Wörter der Geschichte fangen mit den Buchstaben und in der Reihenfolge des Alphabets an. Eine Variation könnte also beginnen mit Albert Behandelt Chantals Dicken Ellenbogen Fehlerhaft. Die Kinder hatten nun in einer Variation Dieter ergert Frank geschrieben. Ok. Dies war der Moment daran zu erinnern, dass zwar der Reim eine klangliche Angelegenheit ist, nicht aber die Rechtschreibung. Wir suchten also ein anderes Verb mit „e“, das Dieter und Frank verbinden könnte. Der erste – und immer wieder – vorgetragene Einfall war erwürgt. Wir haben uns schließlich auf erwischt geeinigt und so wird der Text später in der Publikation stehen. Erwischt ist gut, vor allem, weil nicht geklärt wird, wobei Dieter Frank erwischt, oder ob es sich um eine Momentaufnahme vom Einkriegezeck handelt, in der Dieter Frank endlich erwischt. Aber war es richtig, den erwürgt-Einfall abzuwürgen? War das schon Zensur oder noch altersgerechte Lenkung? Literarisch gesehen darf Dieter Frank erwürgen. Er dürfte ihn sogar enthaupten oder exhumieren. Aber kinderliterarisch? Ich habe einfach behauptet, wir müssten ohne Tote auskommen. Eine Regel, die freilich, wie jegliche Regel beim Schreiben, nicht existiert. Aber ist das auch beim Schreiben für Kinder so? Nun, dies sind offenbar Fragen eines schreibwerkstättenleitenden Autors – mit denen man ein Proseminar füllen könnte.

Da war es wohltuend, in der abschließenden Auswertungsrunde zu erfahren, dass für die Kinder vor allem eins wichtig ist vor den kommenden Wochenendwerkstätten: dass immer genug zu naschen da ist. Ich versprach es leichten Herzens.

16.03. 2x Literaturalarm Bilderbuch mit der Villa Mosaik

Heute waren die Vorschüler aus der Villa Mosaik in der Alten Feuerwache zu Besuch. Da fast 50 Kinder angemeldet waren, teilten wir die Gruppe auf, denn Literaturalarm Bilderbuch soll jedem Kind die Möglichkeit geben sich aktiv mit dem vorgestellten Buch auseinander zu setzen, was die Kinder auch wieder taten. „Superdupaschwein“ kam bei allen gut an und neben der lustigen und turbulenten Geschichte lernten die Kinder so ganz nebenbei viele neue Worte, aber auch den entscheidenden Unterschied zwischen so ähnlich klingenden Dingen wie Dünger und Döner…

08.03. Flohmarkt in Wildau

Zum ersten Flohmarkt, der vom Familienladen Seifenblase in Wildau organisiert worden war, kamen bei super Wetter viele Gäste. Kind & Kegel hatte sich bereit erklärt den Kaffee- und Kuchenstand zu übernehmen, um so den Bündnispartner zu unterstützen. Es war soviel Betrieb, dass kaum Zeit für eine eigen Runde über den Flohmarkt blieb. Ein super Erfolg, der nach Wiederholung ruft!

06.03. WollLust

Neben dem Strickzeug fanden sich heute auch Sticknadeln bei WollLust ein. Wie immer wurde fleißig gehandarbeitet, aber auch das Klönen und quatschen kam nicht zu kurz.

02.03. Schreibwerkstatt 1 – Bewegliche Buchstaben

Vierzehn Kinder aus Eichwalde nahmen an dieser ersten Schreibwerkstatt der Autorenpatenschaft 2015 teil, drei waren krankheitsweise verhindert. Barbara Winter und Maren Keutel vom Verein Kind & Kegel hatten die Werkstatt in der Alte Feuerwachen in Eichwalde aufs Beste vorbereitet – mit großem Stuhlkreis in der unteren Etage und sechs Sechser-Tischen zum Arbeiten in der oberen, sowie mit – Überraschung! – Namensansteckern für die Kinder. So hatte ich schon am Ende der ersten Werkstatt alle Namen parat – außer einem, den ich hiermit grüße und ihm eine Wiedergutmachung verspreche für den Fall, das er mich auf diese Textstelle anspricht.

02-03-15Ich bin sehr froh darüber, dass wir uns in diesem Jahr in einem Nicht-Schulraum treffen können, denn „Literatur lesen und schreiben mit Profis“ soll ja gerade nicht die Fortsetzung der Schule mit anderen Mitteln sein. Dieser Absetzung von Schule dienen auch die Wochenendtermine, an denen wir uns ganz überwiegend treffen werden.

Da wir uns zum allerersten Mal trafen, wollte ich von den Kindern zunächst erfahren, was sie sich von der einjährigen Teilnahme an der Autorenpatenschaft erhoffen und habe sie darum gebeten, drei Wünsche zu notieren. Dass schöne Gedichte und Geschichten entstehen, wurde oft gewünscht, aber auch dass wir zusammenhalten, immer genug zu naschen haben und gestaltete Pausen erleben, war den Kindern wichtig. Häufiger war auch der Wunsch nach einer Auswertungsrunde am Ende jeder Werkstatt. Und so kann ich jetzt schon sagen, auch wenn es märchenhaft klingt: Das Jahr der Eichwalder Autorenpatenschaft wird man später zu den Zeiten zählen, als das Wünschen noch geholfen hat!

Nach der Vorstellung und Einstimmung wechselten wir in die obere Etage und ich stellte den Kindern die heutigen Schreibanlässe vor, es waren Gedichte von Josephine Hirsch, Cornelia Funke, Erich Fried, F.W. Bernstein, Georg Bydlinski und Paul Maar, die die Kinder variieren konnten. Es erfüllt mich mit Dankbar- und Heiterkeit, dass die vorgenannten Geistesriesen und Poesietitanen neben ihrer Hauptarbeit auch Werke schufen über zwei Grafen beim Schlafen und drei Fürsten beim Bürsten. Denn es dauerte gar nicht lange, da sahen wir drei Bienen beim Grienen und fünf Hasen beim Grasen!

Neu für mich und spannend zu erleben waren die Partnerarbeiten, die zwei oder sogar drei Kinder gemeinsam ins Werk setzten und für die sich zumal Paul Maars Alphabet-Gedicht „Wie es in der Klasse zugeht, wenn der Lehrer mal kurz raus muss“ eignete. Ganz von allein, selbstverständlich und gleichberechtigt gingen die Kinder die Arbeit an – ein denkbar großer Gegensatz zur elfenbeinernen Einsamkeit, in der Geistesriesen und Poesietitanen zu schaffen pflegen.

In der letzten Phase wurden wir dann noch händisch – ein Aspekt, dem ich in diesem Jahr mehr02(2)-03-15 Aufmerksamkeit schenken will, dass die Kinder im Wortsinn etwas zu tun haben – außer Dichten und Schreiben. Zu diesem Zweck hatten wir (Barbara Winter, Maren Keutel und ich) verschiedene Druck- und Buchstabentechniken vorbereitet, Stempelsets, Buchstabenpuzzle und Styrene-Druck, einer Variante des Linolschnitts. Dabei entstanden u.a. die Illustrationen zu den fünf Hasen beim Grasen und den drei Bienen beim Grienen, die denen F.W. Bernsteins in nichts nachstehen. Beim Stempeln mit Buchstaben machten die Kinder ihre Erfahrungen mit beweglichen Lettern, von denen sie in der Schule immer als Gutenbergs Erfindung hören. Sie stellten auch fest, dass die Lettern gelegentlich beweglicher sein können, als einem lieb ist, und dass ein sauberes Druckbild Geduld und Geschick erfordert. Diese Erfahrung formulierten einige Kinder in der abschließenden Gesprächsrunde sogar selbst.

In der nächsten Werkstatt werden wir das Texten und Drucken fortsetzen. Noch haben die Kinder erst ein oder zwei Schreibanlässe bearbeitet. Aber wenn Georg Bydlinski einen Brillenbügel feststellen lässt, er reime sich auf Nasenflügel, da kann man doch nur den Steputat zur Hand nehmen, alle Reime auf -egel und -ind (= Reim auf -int) nachschlagen und dichten, was als Resümee der ersten Werkstatt stehen könnte:

Ich reime mich auf Kind & Kegel,

Ruft ein frischer Wind im Segel.

01.03. Druckwerkstatt in der Ausstellung von Udo Würtenberger

Nachdem die Ausstellung vor etwa 6 Wochen mit einem Workshop begonnen hat, war heute am letzten Öffnungstag noch eine letzte Druckwerkstatt angesetzt. Wieder gut besucht, kamen heute nochmals jüngere Kinder auf ihre Kosten.

27.02. 2x Literaturalarm Bilderbuch in Wildau27-02-15

Gleich zweimal stand heute eine seltsame Kiste im Wald auf dem Programm, was mochte da nur drin sein. Sie steht direkt vor der Höhle des Bären und die Tiere des Waldes habe sehr unterschiedliche Vermutungen, was es mit der Kiste auf sich hat. „Eine Kiste für den Bären“ hält diese Spannung bis zum Schluss und so blieb den Kindern viel Platz für Vermutungen.

21.02. Styrenedruck in der Ausstellung von Udo Würtenberger

21-02-15Heute trafen sich die jüngeren Kinder zum ersten Mal mit Udo Würtenberger um eigene Ideen in Druckplatten und Drucke umzuwandeln. Während die Großen sich in den vergangen Workshops über zwei Tage mit Linolmessern bewaffnet ans Druckplatten schneiden machten, eine durchaus kraftaufwendige Arbeit, übten sich die Kinder heute im Styrenedruck. Die Ergebnisse waren gleichermaßen bestechend wie in den vergangen Wochen. So entstand ein Druck für die Goldhochzeit der Großeltern, dass die Jubilare als junges Paar Hand in Hand auf ihrem Weg ins Leben zeigt, Schmetterlinge und Selbstportraits, Tannebäume und Krokodile und Giraffen.

20.02. WollLust

Der Familienladen Wildau öffnete an diesem Freitagabend ein weiters Mal seine Tür für WollLüstlinge. Nur noch ein paar Treffen und die ersten Pullover dürften fertig sein. Natürlich kam auch das Quatschen beim stricken nicht zu kurz.

20.02. Literaturalarm Lesebuch mit Workshop

Die meisten Kinder der 1. Klasse kannten schon das Konzept des Literaturalarms Bilderbuch. Doch heute ging es nicht nur um das Zuhören und freie Sprechen. Im20-02-15 Literaturalarm Lesebuch gibt es immer wieder Passagen, die von den Kindern mitgelesen werden.

Ein Schaf fürs Leben bietet alles, was hierfür nötig ist, Spannung und unerwartete Wendungen, Platz um über Gefühle oder unterschiedliche Ernährungsformen bei Tieren zu sprechen und vor allem Spaß am Lesen.

Nach einer kurzen Runde durch die aktuelle Ausstellung, die sich wunderbar für eine erste Begegnung mit Kunstausstellungen eignet, ging es im Anschluss in der Schule weiter. Die Kinder konnten selbst kreativ werden und einen eigenen Wolf aus Sperrholz gestalten. Die Wölfe wurden zunächst geschliffen und dann teils bemalt, teils mit Stoff beklebt. Heraus kamen 22 Unikate, die wir am liebsten am Ende alle wieder eingepackt hätten. Uns hat derVormittag mit der Klasse sehr viel Spaß gemacht.

15.02. Familientheater: Jeda, der Schneemann

Das Teatro Baraonda ist immer wieder ein gern gesehener Gast bei Kind & Kegel. Mit „Jeda, der Schneemann“ hatten wir das erste Zweimannstück des Theaters bei uns in der Feuerwache. Ein Umstand, der den jüngeren zunächst nicht gefiel, brachte doch der zweite Mann ein eindrucksvolles Instrument mit – ein Susaphon. Doch nachdem Jeda, der Schneemann sich mit und über das Susaphon verständigte, zog das Stück mit viel Musik die Kinder und Eltern schnell in seinen Bann. Was macht ein Schneemann, wenn er nicht wie die anderen einfach schm15-02-15-2elzen will, was, wenn er den Sommer kennen lernen möchte? Hilft Eistee wirklich gegen schmelzen? Wie es kam, dass Jeda am Ende doch leichten Herzens schmelzen konnte, ist eine wunderbare Geschichte, die man gesehen und gehört haben muss.

Ein besonders Erlebnis ist für uns aber immer wieder, dass nach dem Stück bei Eduardo Mulone das junge Publikum noch weiter im Mittelpunkt steht. Die Zeit, die er sich immer wieder für die Kinder nimmt, ist sicher ein ganz besonders Erlebnis und ein traumhafter Einstieg in die Theaterwelt.

14./15.02. 2 Druckwerkstätten mit Udo Würtenberger

14-02-15Ein weiteres Mal waren an diesem Wochenende die Türen der Alten Feuerwache nicht nur zum „passiven“ Ausstellungsbesuch geöffnet. Udo Würtenberger gestaltete mit einer weiteren Kindergruppe ein eigenes Märchenbuch.

Diesmal h15-02-15atten sich die Kinder „Sterntaler“ vorgenommen. Über zwei Nachmittage entstanden die Entwürfe, Druckplatten und Drucke und wieder beeindruckte uns die Ruhe, Ausgeglichenheit und Gelassenheit, mit der Herr Würtenberger mit den Kindern an die Arbeit ging. Ein weiteres wundervolles und einzigartiges Märchenbuch entstand in limitierter Auflage und mit den Originaldrucken der Kinder.

13.02. Autorenpatenschaft Thilo Reffert

Kind & Kegel legt in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf das aktive Schreiben. Die 15 Workshops, die über das Jahr verteilt für Eichwalder Kinder stattfinden sollen, nahmen ihren Anfang bereits bei der Lesung am 26.01.. Heute nun wollten wir das Projekt interessierten Eltern vorstellen. Eltern wie Kinder hatten wieder einmal großen Spaß an der einführenden Lesung aus den Goldgören, im Anschluss war viel Raum und Zeit für Fragen rund um die Workshops und die Organisation. Gefördert über das Projekt „Kultur macht stark“ wird 2015 an 5 Montagnachmittagen und 5 Doppelworkshops an Wochenenden den teilnehmenden Kindern Gelegenheit gegeben, die Arbeit eines Autoren in all seinen Facetten kennen zu lernen.

13.02. Literaturalarm Bilderbuch – Schluckauf im Hühnerstall13-02-15-2

Gleich zweimal waren an diesem Tag Kinder aus dem „Haus der kleinen Strolche“ in der Alten Feuerwache. Natürlich gab es für die älteren Kinder ein anders Buch. Hier lockte „Schluckauf im Hühnerstall“ die Kinder zur aktiven Auseinandersetzung mit einem Bilderbuch. Wie fühlt man sich, wenn man ausgegrenzt wird, braucht es wirklich einen Hahn, um die Sonne aufgehen zu lassen? Aber auch freies Erzählen über das geplante Karnevalskostüm hatten Platz in diesem Literaturalarm Bilderbuch.

Die aktuelle Ausstellung von Udo Würtenberger rundete das Programm ab, denn schließlich waren in den Bildern viele Tiere zu entdecken.

13.02. Literaturalarm Bilderbuch – Eine Kiste für den Bären

13-02-15-1Heute war der Literaturalarm Bilderbuch endlich mal wieder in Eichwalde zu Gast. In den vergangen Monaten waren die Eichwalder Kinder etwas zu kurz gekommen, dies soll sich wieder ändern und so hatten wir heute gleich zwei Gruppen mit zwei unterschiedlichen Büchern zu Gast. Zunächst erfreuten sich die 4järigen an „Eine Kiste für den Bären“. Ein wunderbares Bilderbuch von Saskia Hula und Stefanie Reich, dass auch bei den Kindern von den „Kleinen Strolchen“ bestens ankam.

Eine große Kiste steht vor der Höhle des schlafenden Bären. Was ist wohl darin und wer hat sie überhaupt gebracht? „Das ist Kunst“, sagt das Eichhörnchen. Der Wolf glaubt, dass jemand dort eingesperrt ist. Dem Hasen ist das Ganze nicht geheuer und der Dachs fordert lautstark „Die Kiste muss weg!“ Als die Tiere es kaum noch vor Neugier aushalten, wird endlich der Bär wach. Und er freut sich, denn auf die Kiste hat er schon gewartet. Wird er das Geheimnis lüften?

Er wird, aber bis dahin gab es wieder viel Gelegenheit für eigene Vermutungen und Überlegungen, für Gespräche und Empathie für den einen oder anderen Protagonisten, eben einen Literaturalarm Bilderbuch.

08.02. Linoldruckworkshop (2)08-02-15

Ein weiteres Mal trafen sich die Kinder in der Alten Feuerwache, um an ihren Schnitten zu arbeiten und die Illustrationen für das Märchenbuch fertig zu bekommen. Wieder wurde fleißig gearbeitet und die Einzelergebnisse waren absolut beeindruckend. Wie toll wird dann erst das gemeinsame Werk sein, dass am kommenden Wochenende während der Öffnungszeit abgeholt werden kann. Udo Würtenberger merkt man deutlich die Freude und die große Erfahrung, die er mit Kindergruppen hat, an. Kind & Kegel freut sich sehr, dass dieser Kontakt zustande gekommen ist. Die Ausstellung in der Alten Feuerwache zeichnet sich so nicht nur durch den hohen künstlerischen Anspruch, sondern auch über eine Nachhaltigkeit u.a. durch die Workshops aus.

01.02. Linoldruckworkshop (1)

01-02-15„Farbholzschnitte“ lautet die neue Ausstellung von Udo Würtenberger in der Alten Feuerwache. In mehreren Workshopangeboten werden sie in und während der Ausstellung für Kinder lebendig. Am Sonntag traf sich die erste Gruppe Kinder mit Udo Würtenberger in der Ausstellung, um gemeinsam ein Märchenbuch mit Linoldrucken zu gestalten. Es war beeindruckend, welche Ergebnisse nach zwei Stunden intensiver Arbeit auf den Tischen der Alten Feuerwache lagen und wie selbstverständlich die Kinder mit Linolmesser und Druckwalze umgingen.

30.01. WollLust

Bei dem neuen Angebot von Kind & Kegel geht es eher um die Vermittlung von alten Kulturtechniken als um ein vordergründiges Kulturangebot. In lockerer Runde wird gehandarbeitet und erzählt. Wir werden zunächst 14-tägig im Familienladen Seifenblase zu Gast sein und freuen uns auf diese lockere und offene Runde.

30.01. 2 x Literaturalarm Bilderbuch in Wildau

Mit Nulli und Priesemut, einem Hasen und einem Frosch, die sich fragen, ob es Brummer gibt, die nach Möhren schmecken, nahm der Literaturalarm Bilderbuch seinen Anfang. Gerne bieten wir diese beliebte Reihe in Wildau im Familienladen Seifenblase für die Wildauer KITA-Kinder an, die immer wieder bei den Gesprächen zu den Büchern auf kreative Lösungsansätze kommen. Ein Gebiss für einen zahnlosen Frosch beim Tierarzt zu besorgen, um ihm so den Genuss von Möhren zu ermöglichen, gefiel dem Kind & Kegel Team bei dieser Gruppe ganz besonders…

Die zweite Lesung folgte der ersten unmittelbar, richtete sich aber an die etwa älteren KITA-Kinder: das Supadupa-Schwein. Ein absoluter Spaß für Jung und Alt und für all jene, die für Superhelden noch zu jung sind und auf komische Helden setzen. So hatten die Zuhörer ebenso viel Freude, wie die Akteure.

26.01. Literaturalarm mit Thilo Reffert – Auftaktveranstaltung zur Autorenpatenschaft

26-01-15Gleich zweimal las Thilo Reffert an diesem Montag aus den „Goldgören“. Zunächst lauschten die 4. Klassen der Grundschule in der Alten Feuerwache zwei der Geschichten aus „Goldgören“ und amüsierten sich dabei prächtig. Im Anschluss folge eine Lesung für die 5. Klassen. Die beiden Lesungen waren der Auftakt einer Autorenpatenschaft, die gemeinsam von Kind & Kegel, dem Bödeckerkreise und der Grundschule initiiert wurde. Thilo Reffert wird über das Jahr verteilt 15 Workshops für interessierte Kinder dieser Klassen anbieten. Hier soll teils an Nachmittagen, teils in intensiven Wochenendworkshops das Rüstzeug eines Autoren vermittelt werden. Wir freuen uns, dass dieses mit Bundesmitteln finanzierte Projekt mit den beiden Lesungen einen vielversprechenden Anfang nahm.

 

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