Chronik 2012

99 9.12.2012 Jennipher Antoni mit Weihnachtsgeschichten

Ein vergnüglicher Nachmittag stand uns ins Haus, doch zunächst galt es den Feuerwachenvorplatz vom Schnee zu befreien. Durchaus zum Thema passend hatte es am Mittag stark zu scheinen begonnen.

Jennipher Antoni lieferte uns zur richtigen Stimmung noch die richtigen Geschichten. Zu hören waren eben nicht die gängigen Weihnachtsgedichte oder besinnliche Weihnachtsgeschichten, sondern eher die Geschichten, die das Leben wirklich schreibt. Gewürzt mit einer gehörigen Portion Komik hörte das altesgemische Publikum von schrägen studentischen Weihnachtsmännern, verrückten Wunschzetteln, merkwürdigem Dackelgeschenk, Pannen unter dem Weihnachtsbaum und vielem mehr. Auch die Weihnachtsgeschichte auf berlinerisch war dabei, alles präsentiert von einer wunderbaren Jennipher Antoni, die jeder Geschichte die richtige Stimmung und Stimme einhauchte. So hatte vor allem auch das jüngere Publikum einen diebischen Spaß an der Lesung und überlegte wohl schon im  Geheimen, welche der Geschichten sie selber unter dem Weihnachtsbaum präsentieren könnten….

98 7.12.2012 Geschichte(n)

Die Geschichtsgruppe musste wegen der Aufnahmen in der Feuerwache heute in gekürzter Variante arbeiten. Es gab nur ein kurzes Arbeitstreffen vor der Tür der Alten Feuerwache, um die nächsten Arbeitsschritte zu besprechen.

97 7.12.2012 Idylle im Irrsinn – Demoaufnahmen

Bereits mehrfach war Natasha Tarasova bei uns zu Besuch. Heute trafen sich das Duo Chat Rouge und das Trio Scho, um gemeinsam russische und deutsche Chansons einzuspielen. Zurzeit erarbeiten die fünf Musiker eine musikalisch-literarisch-fotografische Revue unter dem Titel: Idylle im Irrsinn.

In der Alten Feuerwache entstand am heutigen Vormittag die Demo-DVD. Wir freuen uns schon auf den geschnittenen Film und vor allem auf einen live Auftritt der Fünf.

96 30.11.2012 Geschichte(n)

Die regionale Geschichte wurde heute mit der zeitgleichen deutschen und europäischen Gesichte verglichen. Dies erscheint wichtig, um die Zusammenhänge der behandelten Thematik besser einordnen zu können.

95 26.11.2012 Besuch im Jüdischen Museum – Aufbruch in die Moderne

Ein variabler Ferientag in der Schule bedeutet, dass ein Museumsbesuch für die altersgemische Gruppe in Sachen Geschichte gut zu organisieren ist. Wir entschieden uns aus gegebenem Anlass für das jüdische Museum. Vera March war von den Kindern ebenso angetan wie diese von ihr. Sie kannte sich hervorragend aus im jüdischen Berlin der letzten 200 Jahre. Doch bevor es ins Detail ging, versuchten wir  Fragen, die die Menschen der damaligen Zeit beschäftigte, zu beantworten. Können Juden Deutsche sein, sollten Juden Rechte haben und vieles mehr. Schnell begann  eine angeregte Diskussion. Anschließend näherten wir uns über Walter Rathenau, aber auch über eine alte jüdische Knabenschule immer mehr der Moderne, den jüdischen Kaufhäusern in Berlin ebenso wie dem jüdischen Filmemachern und vielen mehr. Ein toller und sehr informativer Tag, schade, dass es morgen nicht gleich weiter geht.

94 23.11.12 Geschichte(n)

Heute trafen Kamerateam und Kinder zum ersten Mal auf einander, die Aufgabenfelder bei den Kindern kristallisieren sich langsam klarer heraus und der erste Museumsbesuch zum vertiefenden Einstieg in die Thematik wurde geplant. Es geht also voran.

93 23.11.12 Kindertheater: Winterzeit bei Hündchen und Kätzchen

Bereits zum zweiten Mal waren Hündchen und Kätzchen zu Besuch in der Alten Feuerwache. Mit dabei waren Kinder aus der Waldkita, Jonas Wal und den Strolchen, aber auch junge und junggebliebene Zuschauer aus Eichwalde und Umgebung waren an diesem Freitagvormittag vertreten.

Wie immer verzauberte Ralf Lücke vom Theater Rafael Zwischenraum Jung und Alt mit dem Alltäglichen, dass für Hündchen und Kätzchen aber eben gar nicht alltäglich ist. So probieren die Zwei auch warme Winterkleidung, die Menschen ja immer tragen, um so besser der Kälte zu trotzen – natürlich herrlich überflüssig, wie sich auch schnell herausstellt.

Anders verhält es sich aber mit der Sitte der großen Menschen, sich im Dezember immer etwas zu schenken, dass gefällt Hündchen und Kätzchen ganz ungemein. Den jungen wie älteren Zuschauern hingegen gefiel was sie sahen, das Lachen während des Stückes und der Applaus am Ende waren hier überdeutlich.

Ein besonderes Erlebnis für die Kinder war es, Hündchen und Kätzchen zum Schluss noch einmal ganz nah zu sein, sie zu streicheln oder auch den Stempel, den der Briefträger Herr Eichhorndabei hatte, unter die Lupe zu nehmen.

92 17.11. „Oft noch hör ich ungesprochen stumm versinken manches Wort“ – Das jüdische Berlin der Zwanziger Jahre

Bereits zum dritten Mal stellte Christine Schlosser uns ein traumhaftes Programm zusammen. „Goldene Zwanziger“, „Tanz auf dem Vulkan“, „Jüdische Renaissance“ – mit diesen Schlagworten wird das Berlin der Weimarer Republik immer wieder beschrieben. Dieses Jahrzehnt ist voller Gegensätze: Innovation und Moderne, politische Aufbrüche und wieder erstarkender Nationalismus, Wirtschaftskrise, Straßenkämpfe, Kriegsverwundete – Gegensätze, die vor allem in der Metropole Berlin aufeinander prallen. Die in dieser Zeit anzutreffende kulturelle Vielfalt und Dynamik ist beeindruckend und verdankt sich zahlreichen jüdischen Persönlichkeiten, Künstlern, Intellektuellen und Politikern, etwa die Komponisten Paul Dessau, Kurt Weill und Friedrich Hollaender und den Schriftstellern Alfred Döblin, Else Lasker-Schüler, Mascha Kaléko und Kurt Tucholsky und vielen anderen. Aber auch die Welt des Scheunenviertels, der Ostjuden, und die jiddische Sprache und Kultur trugen zu der besonderen kulturellen Atmosphäre Berlins bei.

Dieses lebendige und so vielgestaltige jüdische Berlin, das von den Nationalsozialisten abrupt und unwiederbringlich zerstört wurde, ließen Maria Danae Bansen und Patrik Cieslik, begleitet am Klavier von Chris Miebach, Studenten der Universität der Künste Berlin, an diesem Abend wieder lebendig werden. Ein tief beeindruckender Abend in der gut besuchten Eichwalder Ev. Kirche am Händelplatz.

91 17.11. Kinderuni

Ein letztes Mal lud der Vater der Kinderuni, Professor Rolle, zur Wildauer Kinderuni. Im kommenden Jahr wird er die organisatorische Arbeit abgeben. Uns hat die Arbeit mit ihm in all den Jahren großen Spaß gemacht und so erinnerten wir uns beim gemütlichen Beisammensein noch einmal des Beginns. Damals gab es noch kein Kind & Kegel und wir begleiteten unsere eigenen Kinder zur ersten Wildauer Kinderuni. Seit dem sind viele Jahre Zusammenarbeit ins Land gegangen. Wie schön, dass wir noch nicht ganz auf ihn verzichten müssen, dem Team bleibt er auch noch weiter erhalten. DANKE!!

90 16.11 (Ge)Schichten

Die Arbeitsgruppe (Ge)Schichten war wieder fleißig, hat aber beschlossen, hier keinen Zwischenstand der Arbeit zu liefern. Soviel darf verraten werden, es geht um die Zeitspanne von 1890-1990 in der Region.

89 10.11.2012 Kinderuni

Zum vorletzten Mal in diesem Jahr öffnete die Kinderuni ihre Pforten. Besonders die immer wieder neuen Kontakte zu engagierten und interessierten Eltern sind für uns ein wichtiger Aspekt der Kinderuni. Dank Katrin sind wir immer gut versorgt und können so die Kind & Kegel-Kasse gut aufbessern. Aber auch das Baliprojekt, bei dem wir Anke und Anja unterstützen, kommt immer wieder gut an.

88 9.11.2012 (Ge)Schichten

Wir hatten einen Aufruf gestartet. Nach den guten Erfolgen der vergangen Jahre wollen wir uns ein weiteres Mal bei den beiden renommierten Geschichtswettbewerben versuchen. Natürlich geht das nur, wenn sich auch geschichtsinteressierte junge Menschen finden. Wir waren begeistert über die Resonanz. Bei unserem ersten Treffen waren 11 Kinder gekommen und sie sprühten vor Tatendrang. Der Wettbewerb kann also starten.  Die Gruppe ist so groß, dass wir versuchen werden, an beiden Wettbewerben teilzunehmen.

87 3.11.2012 Kinderuni

Ein weiterer Termin bei der Wildauer Kinderuni stand an. Wieder war der Zuspruch prima und viele fleißige Hände sorgten für ein gutes Ergebnis sowohl bei der Vorlesung, als auch beim Rahmenprogramm.

 

86 2.11.2012 redeZeit mit Prof. Horst Schmidt-Böcking

Otto Stern, Physiker, Querdenker, Nobelpreisträger, so lautete der Titel der letzten redeZeit im Jahr 2012. Mit Horst Schmidt-Böcking hatten wir den Otto Stern Fachmann schlechthin zu Gast. Selber Träger der Stern Gerlach Medallie, hat sich der emeritierte Professor aus Frankfurt am Main viele Jahre intensiv nicht nur mit der Physik Sterns beschäftigt, sondern auch mit seinem Leben.

Stern, so Schmidt Böcking, hat die Welt verändert. Ähnlich wie Gutenberg für den Buchdruck ist die moderne Physik und Medizin ohne Otto Stern nicht denkbar. Wir hätten weder Laser noch Kernspintomographie oder Atomuhren.

Wenn Horst Schmidt-Böcking redet, kann man sich seiner Präsenz kaum entziehen. So ging es an diesem Abend auch vielen der jungen Zuhörer, viele Schüler und auch Studenten der Humboldt Universität wären gekommen, um mehr aus dem Leben Otto Sterns zu erfahren. Am Ende kamen alle auf ihre Kosten, die Physiker ebenso wie die interessierten Laien oder die Abiturienten. Die einen faszinierten die Erzählungen, wie Schmidt-Böcking dank eines 90jährigen Mannes, der in seiner Kindheit mit dem Vater Otto Stern besuchte, die Räume der berühmten Experimente orten konnte. Die Anderen beeindruckte die Einfachheit des Experimentenaufbaus und die Präzision, mit der Otto Stern arbeitete.

„Wenn Physik immer so wäre, hätte ich nicht den Grundkurs sondern den Leistungskurs gewählt“, war das Fazit des Abends bei einem der Schüler, ein schöneres Lob kann sich ein Physikprofessor kaum wünschen.

85 27.10.2012 CrimeTime: Herbert Beckmann liest aus „Die Nacht von Berlin“

Premiere für Kind & Kegel in der Patronatskirche in Schulzendorf, Herbert Beckmann las zu diesem Anlass aus seinem Kriminalroman „Die Nacht von Berlin“.

Ein moderner Mörder mach das Berlin des beginnenden 20. Jahrhunderts unsicher. Die Polizei hat sich der rasant wachsenden Großstadt noch nicht angepasst, noch gibt es keine Mordkommission in Berlin, aber einen perfiden Mörder. Er mordet in Bildern. Herbert Beckmanns Textauswahl machte Lust auf mehr, gekonnte schürte er die Neugier des Publikums und so nutzen viele der Besucher den Büchertisch bereits in der Pause. Kind & Kegel freut sich über die gute Zusammenarbeit mit dem Verein zur Erhaltung der Patronatskirche, mit dessen tatkräftiger Unterstützung diese Veranstaltung für uns fast Urlaub war.

84 26.10.2012 CrimeTime: Tom Wolf liest aus seinen Preußenkrimis

Wie viel Witz auch eine Krimilesung haben kann, durften die Besucher bei der Lesung von Tom Wolf erfahren. Die beliebten Preußenkrimis standen auf dem Programm, Tom Wolf nahm die Ankündigung wörtlich und las aus unterschiedlichen Krimis. Angefangen bei einem Mord im Theater, der nicht nur die Protagonisten in den Bann zog, sondern auch das Publikum, gefolgt von einer herrlichen Beschreibung der Probleme Friedrichs II bei seiner geliebten, aber nie funktionierten Fontaine, bis zu kurzen Szenen, in denen der Esprit und Witz der Romane deutlich wurde. Eine absolut gelungene Lesung mit einer angeregten Diskussion über die möglichen Reisegeschwindigkeiten der damaligen Zeit oder die Pläne des Autors zu neuen Romanen. Bleibt uns nur Danke zu sagen bei Tom Wolf für den gelungenen Abend.

83 26.10.2012 Ausstellungsführung Janssen

Die ultimativ letzte Führung durch die Ausstellung fand im direkten Anschluss statt. Es gab zwar noch einige weitere Anfragen, aber leider endet die Ausstellung am Sonntag. Neben den griechischen Sagen stand ihr Realitätsbezug und das System der griechischen Stadtstaaten im Vordergrund der Einführung, es handelte sich um einen Geschichtskurs. Danach galt es wie immer Kunst zu genießen.

82 26.10.2012 Workshop Janssen

Die dritte Klasse der Erich Kästner Grundschule Königs Wusterhausen war zum Workshop angemeldet und wie immer waren die Kinder absolut begeisterungsfähig. Nach einer kurzen Einführung ging es an die praktische Umsetzung. Es entstanden tolle und sehr individuelle Collagen und sicher ist es nicht die letzte Zusammenarbeit mit der Erich Kästner Grundschule gewesen.

81 25.10.2012 Hoffmanns Erzählung „Mythos Olymia“

Der Nachmittag und Abend war der großen Mythos Olympia – Ausstellung im Gropiusbau vorbehalten, passt die Ausstellung doch perfekt zu der Faszination Mythos – Ausstellung in Eichwalde. Die Führung mit Thomas Hoffmann war wieder ein Traum, bekommt man durch ihn doch immer ein sehr umfassenderes Bild. Heute war der sehr moderne Ausgrabungsvertrag zwischen Deutschland und Griechenland aus dem ausgehenden 19 Jh. genauso Thema wie die Überlegung, warum neben den üblichen Lorbeerkränzen auch Selleriekränze möglich waren. Selbst Fragen zum Fußball fehlten bei dem sportlichen Grundthema der Ausstellung nicht. So vergingen die zwei Stunden wieder einmal wie im Fluge.

79,80 24.10.2012 2x Ausstellungsführung Janssen

Die 12. Klassen des Schillergymnasiums kamen heute mit einem klaren Auftrag in die Alte Feuerwache. Die Kunstlehrerin hatte sich im Vorfeld bereits zweimal die Ausstellung angesehen und war bei der Vernissage, um Frau Janssen persönlich kennenzulernen. Somit kamen zwei Kunstkurse, die bestens vorbereitet waren. Es war ein Vergnügen, eine intensive Stunde lag vor uns, die Fragen waren sehr präzise und die Ergebnisse werden im Unterricht weiterbehandelt. Eine tiefbeeindruckende  Erfahrung, die uns einmal mehr die Arbeit, die eine solche Ausstellung macht, vergessen ließ.

78 24.10.2012 Workshop Ausstellung LER

Einmal mehr war eine LER-Klasse angemeldet. Dieses Mal sollte auch gebastelt werden und so hatten wir alles für einen weiteren  Workshop vorbereitet. Die Hintergründe der Medusageschichte sollten, passend zum LER-Unterricht, im Vordergrund stehen.

76,77 22.10.1202 2 Ausstellungsführungen Janssen

Die private Oberschule hat die Alten Feuerwache für sich entdeckt, wir freuen uns, dass am Ende wirklich alle Klassen der Schule die Chance ergriffen haben, eine Ausstellungsführung bei Kind & Kegel zu buchen. Zunächst war nur der Besuch einzelner Klassen angedacht, doch nachdem das unser Konzept nach Ansicht der Kunst- und Deutschlehrer/innen stimmig umgesetzt und für jede Altersgruppierung nutzbar erschien, meldeten die anderen Klassen nach.

75 21.10.2012 „Sie sind wirklich eins für das andere eitel und stolz“ Musikalische Lesung

Eine weitere Sonntagnachmittagsveranstaltung, die auf Wunsch des älteren Publikums  ins Programm genommen wurden. Der Briefwechsel der Familie Mendelssohn Bartholdy, vornehmlich der Geschwister Fanny und Felix, stand auf dem Programm.

Schnell wurde deutlich, welch wundervolle Zeitdokumente diese Briefe sind, seien es die Briefe des Vaters an die Kinder, in denen jedes für seine Fortschritte im Briefeschreiben gelobt oder getadelt wurden oder aber eben jene Briefe der bekanntesten der Geschwister. Sie verdeutlichen zum einen das breite musische Talent von Felix, machen aber vor allem deutlich, dass ihm Fanny in nichts nachstand. Lediglich die klare Rollenverteilung selbst in einem so liberalen und aufgeklärten Haus wie dem der Mendelssohn Bartholdys verhinderte eine entsprechende Kariere.

Eine sehr schöne Auswahl an Texten und Musik der Geschwister, vorgetragen von Antje und Martin Schneider und am Flügel begleitet von Gabriele Müller, die mit begeistertem Applaus belohnt wurde.

74 20.10.2012 DAs enDe dER kUnsT – Dada-Lesung mit Hermann Lunar

Der größte Autor des Universums in den „heiligen Hallen der Alten Feuerwache“, die jungendlichen Fans und Besucher gesetzteren Alters strömten in Scharen und harrten ergeben und erwartungsfroh auf den Auftritt des größten Genies aller Dadazeiten.

Doch was war das, nicht der Meister selber erschien, zunächst ließ er sich vertreten durch Erna Pirotz, teuer bezahlte Sekretärin von Herrn Lunar. Nachdem er dann dem Publikum diverse Gedichte, Essays, Märchen, Kurzgeschichten und namenlose Tabellen aus seiner Sammlung „Die Kunst ist tot“ unter vollem Körpereinsatz zumutete und sich sogar erdreistete, das willfährige Publikum in seine abartige Kunst einzubeziehen und so vollends in seinen Bann zu ziehen, folge ich hiermit dem Auftrag des großen Meisters, Kritik und nur Kritik an der Veranstaltung zu üben. Neben dem bereits Geäußerten bleibt noch zu sagen:

–          Viel zu kurz,

–          Viel zu selten,

–          Viel zu lustig und Hermann Lunar ist der größte Autor des Universums!!!!

Mehr davon, Dada in die Alten Feuerwache.

73 20.10.2012 Kinderuni Wildau

Vor allem Terminen wie der Kinderuni sind Kontakte im gesamten Umkreis zu verdanken. Auch am heutigen Tag wurde der Stand von Kind & Kegel rege als Kontaktbörse genutzt. Darüber hinaus kommen Kaffee und Würstchen gut an und füllen die Vereinskasse für weitere Kulturveranstaltungen auf, denn bereits am Abend folgt eine weitere Lesung.

72 19.10.2012 Workshop Collage

Versteinerungen und Skulpturen bildeten einen Schwerpunkt dieses Collagenworkshop, so hatten die Schüler ihre bearbeiteten Fotos in Farbe und Schwarzweiß ausgedruckt bekommen. Mit der zweiten 6. Klasse aus Königs Wusterhausen machte die Arbeit ebenfalls viel Spaß. Sie kannten sich in der Mythologie bestens aus und so konnten wir ein wenig intensiver auf den Beruf des Illustrators und die besondere Technik von Frau Janssen eingehen.

71 17. 10.2012 Ausstellungsführung Janssen

Auch die private Oberschule gehört zu den regelmäßigen Nutzern der Ausstellungsführung, heute war sie mit der 7. Jahrgangsstufe vor Ort. Anders als bei den 10. Klassen legten wir hier wie gewünscht einen geschichtlichen Schwerpunkt.

70 17.10.2012 Workshop Collage

Heute schaute sich eine Klasse der Erich Kästner Grundschule aus Königs Wusterhausen die Ausstellung nicht nur intensiv an, sie beschäftigte sich im Nachgang an die Ausstellungsführung mit Texten zur Mythologie. Collagentechnik stand dann im Vordergrund des praktischen Teils an diesem Vormittag. So gelang eine Fächerverbindung ganz nach Wunsch, den die begleitende Lehrerin unterrichtet Deutsch, Geschichte und Kunst in der Klasse.

Vor allem beim kreativen Teil konnten die Schüler individuell arbeiten und eigene Ideen entwickeln. Kind & Kegel freut sich sehr, dass die Erich Kästner Grundschule an einer engeren Zusammenarbeit mit dem Verein Interesse hat.

68,69 15.10.2012 2 Ausstellungsführungen Janssen

Die Herbstferien sind zu Ende und so konnten wir heute wieder zwei Klassen in der Ausstellung begrüßen. Mittlerweile müssen wir leider weiteren interessierten Klassen absagen, da die Ausstellung sich als Geheimtipp unter den Lehrern des Umlandes rumgesprochen hat. Heute konnten wir so zum ersten Mal die beiden 10. Klassen der privaten Oberschule Eichwalde in der Alten Feuerwache begrüßen. Zwei intensive Führungen auf den Deutsch- und Kunstunterricht ausgerichtet lagen vor uns. Im Nachgang werden die Schüler im Kunstunterricht Collagen erstellen, so passte die Ausstellung, um sich in die Thematik einzuarbeiten, hervorragend ins Unterrichtskonzept. Wir freuen uns auf die weitere Arbeit mit einer sehr engagierten Lehrerin.

67 14.10.2012 Kindertheater  mit Andersens Koffertheater

„Manntje, Manntje, Timpe Te, Buttje, Buttje in der See“, fast jeder kennt diesen Satz aus dem Märchen vom Fischer und seiner Frau. Dank Henrik Rosenquist Andersen kennen ihn nun auch die Eichwalder Kinder. Ein wunderbarer Nachmittag in der Alten Feuerwache für alle, die dabei waren. Göttlich wollte Ilselill am Ende sein, natürlich geht das nicht, denn dann braucht man ja Flügel, so der Kommentar der Eichwalder Kinder. Auch der immer großer werdende Zauberfisch war dieser Meinung und so endete der Größenwahn der Fischersfrau am Ende wieder dort, wo er begonnen hatte, in einem kleinen löchrigen Haus ohne Staubsauger. Allerdings – glücklicher und zufriedener mit ihrer Situation schien die gute Ilselill am Ende schon und so machte sich ihr Mann, der Fischer für sie auf den Weg, wilden Rhabarber zu jagen…. Die Kinder indes durften sich das Bühnenbild ganz genau ansehen, den Riesenzauberfisch inspizieren und das Segel hissen. Wen wundert es, dass wir beim Hinausgehen von einem Vereinskind angesprochen wurden: „und sagt Bescheid wenn der wiederkommt…“ Werden wir!

66 7.10.2012 Stummfilmprojekt 4. Drehtag

Drehtag4kleinSonntagmorgen, 6 Uhr in der Frühe, die Dreharbeiten beginnen im Grünauer Forst. Ab 10.30 Uhr wechselte das Team an die Badestelle in Schmöckwitz Werder, wo unter Anteilnahme der Bevölkerung Napoleon mit dem Boot anlegte. Der ein oder andere Pilzsucher blickte irritiert auf dem Zeuthner See, wo ein kleines Segelboot voll bemannt im Kostüm auf die Invasion wartete. Umkreist von einem „Kajak“ mit dem Drehteam.

Mit den letzten Sonnenstrahlen gelang es, die letzten Szenen – Böllerschüsse – der Soldaten in den Kasten zu bekommen. Für uns war der Tag damit beendet, nicht aber für das Team, die drehten am Abend bei Max zu Hause weiter, denn morgen war der unwiderruflich letzte Tag. Die auswertigen Teilnehmer mussten wieder nach Hause, Fahrgemeinschaften und Flüge nehmen eben  keine Rücksicht auf unsere Filmpläne…

65 6.10.2012 Call for Members

CallforMemberskleinAn diesem Abend sollte ein hartes Stück Arbeit, dass uns nun ein halbes Jahr beschäftigt hat, mit Erfolg belohnt werden. Wir hatten uns im März beim Wettbewerb der Kulturstiftung des Bundes „Call for members“ in den Wettbewerb mit knapp 100 anderen kulturschaffenden Vereinen begeben.

Gemeinsam mit dem Kulturbahnhof Biesenthal waren wir so erfolgreich, dass wir den 2. Platz im Kooperationswettbewerb gewannen und auch unser restliches Engagement wurde mit einem satten Fördermittelbescheid belohnt. Wichtiger sind für uns aber auch die tollen neuen Kontakte zu anderen Vereinen, die ähnlich wie wir gemeinsam etwas auf kulturellem Gebiet bewegen wollen. Gerne fuhren wir also nach Halle und begeistert kehrten wir mit neunen Partnern, Ideen und Inspirationen nach Hause zurück. Nun gilt es mit einem guten Konzept die Kulturstiftung von der Kooperation zu überzeugen. Wir freuen uns auf diese Herausforderung.

64 6.10.2012 Stummfilmprojekt 3. Drehtag

Heute schauten wir entspannt zum Himmel, Drehort war die Evangelische Kirche und somit stand ein trockener Drehtag ins Haus. Arbeitsreich war er natürlich dennoch. Hochkonzentriert wurde gearbeitet. Wieder beeindruckten uns die Arbeitsweise und Disziplin aller, aber auch die gute Stimmung und der nette Umgang des gesamten Teams, die immer mehr zusammen wuchsen.

63 5.10.2012 Stummfilmprojekt 2. Drehtag

Hier folgen nun einige Impressionen des zweiten Drehtages. Drehort war der Zeuthener Winkel, die Protagonisten kamen weitestgehend aus der näheren Umgebung. Der Film war darüber hinaus aber sogar international besetzt, zwei Mädchen kamen aus München und Paris. Wieder regnete es in Strömen, mittlerweile hatte sich das Drehteam aber mit dem Wetter anfreunden können, tat es der Stimmung des Filmmaterials doch keinen Abbruch.

Im Catering erfahren lieferten wir für das ganze Team heiße Getränke und warmes Essen, der Hauptteil der Arbeit lag aber ganz in Lin und Max Händen.

Die Kinder, die heute das Volk von Helena darstellten konnten am Abend nur mit Mühe überredet werden wieder in die Autos zu steigen, um nach Hause zu gehen.

62 4.10.2012 Hoffmanns Erzählungen füllen Bücher

Ein besonderes Ereignis stand für die Wiederholungstäter von Hoffmanns Erzählungen an diesem Abend im Vordergrund. Thomas Hoffmann hatte uns als VIP-Gäste zu seiner Buchvorstellung in die Gemäldegalerie eingeladen. „Das sieht doch keine Sau“  Große Kunst mit kleinen Fehlern. Wieder einmal wurde uns bewusst, wie bekannt Thomas Hoffmann ist und vor allem wie anerkannt er in Fachkreisen ist.

61 4.10.2012 Stummfilmprojekt  1. Drehtag

Vor einigen Wochen sprachen uns Max und Lin auf ein von ihnen geplantes Stummfilmprojekt an. Die beiden planten, einen eigenen Stummfilm zu drehen, Schauspieler und Statisten sollten Kinder und Jugendliche sein. Das Drehbuch war bereits von den beiden geschrieben und auch der Drehplan war  fertig. Zunächst ging es nur um die Uraufführung, schnell wurde aber auch klar, dass die Finanzen noch nicht standen.  Uns gefiel das Projekt und da es in den Herbstferien verwirklicht werden sollte, kam es unseren Plänen bezüglich einer tollen Freizeitgestaltung für etwa 20 Kinder und Jugendliche sehr entgegen.

Leider spielte das Wetter nicht entsprechend mit. Am Mittwoch drehte die Crew bei strömenden Regen und Sturm die ersten Szenen. Helena im zarten weißen Kleid. Wir wussten, dass Max und Lin motiviert waren. Wie sehr sie aber in der Lage sind, andere mitzureißen, sollten wir erst in den kommenden Tagen feststellen. Es folgten 5 intensive Drehtage, die für die Filmemacher im wahrsten Sinne mit dem ersten Sonnenstrahl des Tages begannen und erst bei Sonnenuntergang endeten.

60 29.9.2012 Kinderuni Wildau

Mittlerweile gehören wir bei der Kinderuni in Wildau bereits zum festen Inventar und aus dem anfänglichen Catering des Vereins bei der Kinderuni  ist längst ein Teil im großen Team geworden. Immer wieder lernen wir so neue  interessierte und kreative Eltern kennen, können Kontakte knüpfen und unsere Arbeit vorstellen. Aber auch unser Rat ist gefragt, denn die vielen Jahre Erfahrung mit unzähligen Angeboten ist für die Professoren, die normalerweise einen anderen Altersdurchschnitt betreuen, wertvoll.

59 24.9.2012 Ausstellungs-Workshop Susanne Janssen

Nach dem wir in den vergangen Tagen vornehmlich Ausstellungsführungen mit entsprechenden Beiprogamm angeboten haben, stand an diesem Vormittag der erste Workshop „Medusa“ auf dem Programm. Im Vorfeld waren Fotos der Teilnehmer durch Kind & Kegel am Computer verfremdet worden, um so die Grundlage für eigen individuelle Collagen zu bilden.

Dank der Tatsache, dass die Workshopteilnehmer den ganzen Vormittag Zeit hatten, standen am Anfang ein ausführlicher Ausstellungsbesuch und eine Einführung mit den Inhalten des Audioguide, den uns Frau Janssen besprochen hatte. Im Anschluss ging es in die praktische Umsetzung. Die Kreativität, mit der die Kinder ihre Medusenköpfe gestalteten, beeindruckte uns sehr. Ein rund um toller Vormittag,  das fanden am Ende alle.

58 23.9.2012 Lesung aus der Odyssee mit André Haedicke

Ebenfalls ein Wiederholungstäter bei Kind & Kegel ist André Haedicke. Wir lernten ihn vor etwa zwei Jahren als Studenten kennen und zum Glück bleibt er uns auch heute als gefragter Jungschauspieler treu. So durften wir uns einmal mehr an seiner Stimme und seinem Witz erfreuen. Heute las er für uns aus den Fühmann-Texten zur Odyssee. Es ist war ein wunderbares Erlebnis, verbanden sich doch die Texte wie von selber mit den Bildern im Hintergrund. Das Publikum war altersgemischt, Kinder saßen mit Erwachsen jeden Alters an den Tischen. Die Kinder ließen allerdings im Gegensatz zu den Erwachsenen die Texte nicht nur akustisch auf sich wirken. Wir hatten Malstifte auf den Tischen verteilt und so entstanden Bilder von Seefahrern und Göttern, Bilder des Trojanischen Pferdes und vieles mehr. Wir hoffen, dass sich diese sonntäglichen Veranstaltungen für drei Generationen etablieren, uns hat es sehr gefallen.

57 21.9.2012 Tanz auf dem Vulkan mit dem Duo Chat Rouge

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr war Natasha Tarasova bei uns zu Besuch. Heute präsentierte sie mit Julia Severus deutsche und russische Chansons der 20er Jahre. Nachdem Julia Severus ein paar einleitende Worte zu den Gemeinsamkeiten, aber auch den Unterschieden der Chansons aus beiden Ländern gesprochen hatte, folgte ein wunderschönes Konzert, das das Publikum zu wahren Begeisterungstürmen trieb.

Waren die deutschen Chansons den meisten bekannt, bezauberten die beiden Musikerinnen mit dem anschließenden russischen Teil die Anwesenden vollkommen. Wunderbar passte Natashas warmer und voller Sopran zu diesen Melodien. Alle waren sich einig, ein weiteres Konzert mit den Beiden sollte nicht zu lange auf sich warten lassen.

56 20.9.2012 Ausstellungsführung Janssen

Heute besuchte uns der Leistungskurs Kunst des Schillergymnasiums Königs Wusterhausen. Es machte sehr viel Spaß, diesen hervorragend vorbereiteten Kurs auf die Ausstellung einzustimmen. Heute standen die Collagentechnik und ihre Wirkung im Vordergrund. Sie wurde im Vergleich Original und Buchillustration betrachtet, die Schüler arbeiteten die unterschiedliche Wirkung bezüglich der Tiefe heraus und beschäftigten sich im Anschluss mit jeweils einem der Bilder detaillierter. Natürlich freuen wir uns, dass unser Konzept mittlerweile aufgeht und auch die Königs Wusterhausener Schulen uns in der Alten Feuerwache besuchen.

55 19.9.2012 Ausstellungsführung Janssen

Ein weiteres Mal kam ein LER-Kurs des Eichwalder Gymnasiums in die Ausstellung.

53,54 2 x 14.9.2012 Ausstellungsführung Janssen

Heute besuchten uns zwei Klassen des Gymnasiums. Der Scherpunkt lag dieses Mal auf Grund des Unterrichtsfaches (LER) in der Entwicklungsgeschichte der Mythologie, auch im Hinblick auf die unterschiedlichen Umsetzungen in den vergangen Jahrhunderten. Die Schüler versuchten die unterschiedlichen Ebenen der Bilder heraus zu arbeiten.

52 11.9.2012 Kind & Kegel auf Geschichtstour

Am heutigen Vormittag bewegten wir uns auf den Spuren des Unternehmers Arthur Schwarz. Er gründete im ausgehenden 19. Jahrhundert in Steglitz ein Weltunternehmen, das zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist, die Neue Photographische Gesellschaft Steglitz. Im goldenen Zeitalter der Postkarten entwickelte der Betrieb, der ebenso wie die junge Gemeinde Eichwalde zum Kreis Teltow gehörte, viele Verfahren, die die Geschichte der Fotographie revolutionierten. Im März 2013 wird Kind & Kegel mit dem ausgewiesenen NPG-Kenner Wolfgang Holtz eine Ausstellung in Eichwalde organisieren. Wie immer reicht es uns nicht aus, nur eine Ausstellung an die Wände zu hängen, wir möchten ein ganzheitliches Konzept. Dazu gehört eine genaue Kenntnis des  Gezeigten. Dieser Vormittag ermöglicht den späteren Ausstellungsaufsichten Hintergrundwissen zu erlangen, dass für die Besucher die Attraktivität der Ausstellungsbesuche steigert.

51 7.9.2012 Vernissage „Faszination Mythos“ mit Susanne Jannsen

Am 7. September konnte Kind & Kegel im Beisein von Susanne Janssen die dritte Vernissage in diesem Jahr begehen. Waren die ersten beiden Ausstellungen durch den Kulturbeirat geplant und von uns „nur“ durchgeführt, hatten wir zu dieser Ausstellung auf Grund der langen Planung ein breites Programm rund um die Ausstellung geplant. Somit war die Vernissage der Abschluss der Vorbereitung, aber auch der Anfang einer ereignisreichen und arbeitsamen Phase der Vereinsarbeit.

Susanne Janssen stand uns mit Rat und Tat beim Aufbau und bei der Vernissage zur Seite, eine wunderbare Zusammenarbeit. Sie stellte in einem Werkgespräch ihre Arbeit vor. Das Werkgespräch steht dem interessierten Zuschauer auch während der Ausstellungszeit als „Audio Guide“ zur Verfügung.

Andrea Mozzato verstand es perfekt, die Stimmung in Töne zu verwandeln und verzauberte alle mit seiner Oud. Hier ist bereits ein Konzert für Mitte Februar geplant.

Besonders freut uns aber auch die neu entstanden Zusammenarbeit mit der Galerie Sonnensegel in Brandenburg. Dort werden zurzeit die Märchenbilder von Susanne Janssen in einer großen Märchenausstellung gezeigt. In den folgenden Wochen wird noch häufiger auf die unterschiedlichen Aspekte der Ausstellung eingegangen und berichtet werden. Für das Erste war es ein wunderschöner Abend in gewohnt familiärer Atmosphäre für alle die dabei sein durften.

50 2.9.2012 Kultursommer 2012 im Eichwalder Gärtnerhof

Die letzte der drei Kultursommer-Lesungen fand wie bereits im vergangen Jahr im Eichwalder Gärtnerhof der Familie Hanetzog stattstatt.

Zwar brachte uns die Veranstaltung mit gut 80 Besuchern an den Rand der Kapazitäten, zeigte aber einmal mehr, dass unser Konzept des Kultursommers aufgeht. Mit Helga Schutz und ihrem Buch Dahlien im Sand lockte natürlich auch ein großer Name in den herrlichen Garten. Der Text passte perfekt, die Autorin  fühlte sich vom ersten Moment zu Hause und die Gäste genossen eine wunderbare Lesung, die jedem Gartenbesitzer in Eichwalde vertraute Momente wiederspiegelte. Habe wir doch alle mit dem märkischen Sand zu kämpfen und versucht doch ein jeder Gartenbesitzer für sich diesem Sand den für ihn perfekten Garten abzuringen. Helga Schütz ist dies literarisch mit Sicherheit aufs vortrefflichste gelungen und Hanetzogs Gärtnerhof zeigt deutlich, dass die Umsetzung möglich ist.

49 26.8.2012 Kultursommer 2012 am Wasserwerk Eichwalde

Nachdem die letzte Lesung bei Gluthitze stattfand, lockte die Lesung zum 100jährigen Jubiläum des Wasserwerks nicht nur thematisch mit dem Wasser. Es regnete in Strömen. Was entmutigend für eine „Open air Lesung“ klingt, machte doch ihren besonderen Reiz aus. Maria Danae Bansen las Texte rund ums Thema Wasser, ein aquarianischer Hochgenuss! Für jeden der von Christine Schlosser ausgewählten Texte fand sie den richtigen Ton. Teils gerappt, teils im Berliner Jargon oder tragend, aber immer den jeweiligen Texten entsprechend, verzauberte sie ihr Publikum.

Der Regen hatte zum Glück die zahlreichen Besucher nicht abgehalten und so saßen alle wie auf einem Schiff im großen Zelt auf dem Wasserreservoir Eichwaldes, der Regen verstärkte noch die zauberhafte Wirkung.

Die wunderbare Stimmung konnte nur noch durch Ralf Kleemann,  dem preisgekrönten Harfenisten des Nachmittags, gesteigert werden. Er verstand es mit seinen Improvisationen immer wieder, genau die Stimmung der eben gehörten Texte zu reflektieren und ließ es sich am Ende nicht nehmen, interessierte Zuhörer in die Technik des Harfenspiels einzuweisen. So wurde der Nachmittag zu einem unvergesslichen Wassererlebnis und zu unserm Beitrag zum runden Jubiläum des Wasserwerks.

48 19.8.2012 Kultursommer 2012 im Chinesischen Garten Zeuthen und Wasseroper

Die erste Lesung des Kultursommers 2012 war eine Premiere. Wir begannen eine Kooperation mit der Nachbargemeinde Zeuthen, hier war extra zu diesem Zweck ein neuer Kulturverein entstanden. Entsprechend zahlreich strömte das Publikum am Nachmittag des 19. August  in den Chinesischen Garten am Zeuthener  See. Wir hatte uns den mit Abstand heißesten Tag des Jahres ausgesucht. Erik Gloßmann las aus seinem Buch Hermann von Pückler-Muskau – Kavalier, Abenteurer, Parkgestalter.

Ein Buch, das einfach wunderbar in diesen durch die Gemeinde Zeuthen gelungen gestalteten Garten passte. Die Lebensgeschichte dieser überaus interessanten Persönlichkeit mit all seinen Facetten wird sicher noch viele Gäste über die Lesung hinaus in diesem Sommer begleitet haben.

Im Anschluss an die Lesung wechselten wir den Veranstaltungsort. Nur ein Grundstück weiter befindet sich der Sitz der Wasseroper, die weit über die Grenzen Berlins bekannt ist. Claudia Herr lieferte eine Kostprobe, die Appetit auf mehr machte. Zu Beginn erfolgte eine Einführung, wie Klänge unter Wasser entstehen. Die Gesänge der Wale oder auch der Klang des Arktischen Schelfeises, aufgezeichnet von der Palaoa Horchstation, fanden Einzug in den Zeuthner See, bevor nixengleich Claudia Herr ihr Sauerstoffgerät anlegte und hinabstieg, um die menschliche Stimme unter Wasser zu demonstrieren. Toll – fanden alle Beteiligten und sicher werden einige die nächste Aufführung in einem der schönen Jungendstilbäder Berlins besuchen.

47 21.6. Detektivworkshop

Nachdem das Plakat schon im Abiturfilm eine „Hauptrolle“ spielte, standen am Nachmittag des 21.6. 20 Kinder vor der verschlossenen Feuerwache – dort sollte doch ein Detektivworkshop stattfinden?

Schnell wurde klar, Herr Schrumpf rief die angehenden Jungdetektive in den Hort von Jonas Wal, dort hatte ein Täter die Juniordetektivausweise gestohlen und musste überführt werden.

Drei Stunden geballtes Detektivprogramm mit viel Spaß und Mitmachpotential wartete auf die Kinder. Natürlich wurde der Täter am Ende überführt und natürlich bekamen alle den begehrten Ausweis. Fest steht für uns, Alexander Schrumpf ist bereit für den nächsten Sommer gebucht, es war toll.

 

46 18.6. Fußballhelden-Fete

Ein weiterer Termin des Tages war den Fußballhelden der 4. Klasse gewidmet. Sie lösten ihren Gutschein mit Überraschungsfilm ein und waren ein tolles Publikum. Natürlich hatten wir uns im Vorfeld mit der Klassenlehrerin kurzgeschlossen und so bezog sich der Film auf den aktuellen Lesestoff des Deutschunterrichts.

45 18.6. Literaturalarm Bilderbuch

Bei den 2. Klassen erfreute sich der Literaturalarm Bilderbuch in diesem Jahr einer besonders großen Beliebtheit. Sie folgten auch am vorletzten Schultag unser Einladung, eine Wiederholung von „Professor Paul und der Chemiebaukasten“ stand auf dem Programm.

44 16.6. Tag der offenen Tür an der Grundschule

Olympia stand im Mittelpunkt des diesjährigen Tages der Offenen Tür an der Grundschule in Eichwalde. Die Zusammenarbeit mit der Grundschule macht uns sehr viel Freude, so folgte Kind & Kegel gerne der Einladung. Auch bietet sich ein solcher Termin wunderbar für vertiefende Gespräche mit Eltern und Lehrern an, um unsere Arbeit noch zu optimieren.

Der Hauptgrund für unsere Teilnahme war jedoch die Scheckübergrabe für die Teamwertung beim Run for Kenya. Die Freude war groß bei den Kindern der 5c und 1a und viele kündigten bereits an diesem  Tag an,  im kommenden Jahr wieder mit zu laufen. „Die Stimmung bei euch ist einfach Spitze“ hörten wir an diesem Tag mehrfach und das motiviert uns natürlich, auch im kommenden Jahr Sponsoren für die Teamwertung zu finden.

43 8.6. Hannah Höchs Garten

Als Start in das Kultursommerprogramm ging es mit der S-Bahn nach Schulzendorf/Tegel. Dort lebte und arbeitete Hannah Höch. Johannes Bauersachs zeigte uns den verwunschenen Garten, den Hannah Höch einst ständig umgestaltete und nutzte. Während ihres Berufsverbotes in der NS Zeit ernährte dieser Garten sie größtenteils, später erfreute er sich vor allem, ist Ruhe uns Inspiration zu gleich. Das Atelier, das ihr der Senat später in als späte Ehrung ihres Lebenswerks in den Garten bauen ließ, wird heute ebenso wie das Haus und Garten von Familie Bauersachs genutzt.  An vielen Stellen ist noch Hannah Höch zu erahnen. Die wohl bekannteste deutsche Künstlerin der klassischen Moderne kreiert neben ihren bildnerischen Arbeiten in fast 40 Jahren diesen einzigartigen Collage-Garten.

 

42 7.6. Hoffmanns Erzählungen  „Frauen an der Staffelei“

Einmal mehr trafen wir uns mit Thomas Hoffmann in der Gemäldegalerie am Potsdamer Platz. Besonders interessierte uns, ob wirklich keine Elisabeth Vigeé in Berlin öffentlich zu sehen ist, dies war die Information von Frau Feyl am vergangen Donnerstag. Etwas widerstrebend zeigte uns Herr Hoffmann eins ihrer Gemälde, sie gehört nicht zu seinen favorisierten Künstlerinnen. Fakt ist jedoch, sie hängt in der Gemäldegalerie.

Uns begeisterte vor allem ein Altersportrait von ???, aber auch die Informationen, warum es für Frauen früher viel schwerer war Künstlerin zu werden.

41 6.6. Frau Zucker will die Weltherrschaft

Endlich stand wieder einmal Theater auf dem Terminplan bei Kind & Kegel. Gemeinsam besuchten wir die Neukölner Oper. Wir folgten einem Tipp von André Hädecke, der selber in der Rolle des Hansi zu sehen war. Ein Geheimtipp!  Wir haben uns köstlich amüsiert. Da war so viel Energie und Spaß auf der Bühne, das niemand mehr Zweifel an der Gesichte hegen kann. Frau Zucker ist in der Lage, Kindern die Energie abzusaugen um sie gewinnbringen zu verhökern.  Zum Glück kommt ihr Meg auf die Schliche und nach einigem Hin und her ist auch Hansi bereit, auf den leckeren Grießbrei bei Frau Zucker zu verzichten um der Welt die Kinder zu erhalten.

Fazit: Tolle Musik, überzeugende Schauspieler, wir freuen uns bereits auf den nächsten Geheimtipp von André.

40 3.6. Fußballhelden 2012

In diesem Jahr trafen sich die Fußballhelden an einem Sonntag auf dem Fußballplatz am Hirtenfließ. Bis zur letzten Minute blieb offen, wie viele Mannschaften in diesem Jahr zum Turnier antreten würden. Gemeldet waren 17 Gruppen, angetreten sind am Ende 18.

Die 3. und 4. Klassen waren besonders zahlreich erschienen. Es ist immer wieder eine Freude, den „Hexenkessel Hirtenfließ“ zu diesem Datum zu sehen, randvoll mit fröhlichen Kindern und Eltern. Medaillen für jeden und einen Wanderpokal der Firma Imsalog GmbH gab es natürlich auch. Ohne die gute Kooperation mit dem SC Schmöckwitz-Eichwalde wäre eine solche Veranstaltung für uns allerdings nicht zu stemmen.

39 31.5. Erlesen: Renate Feyl liest

Renate Feyl las am 31.Mai 2012 in einer überfüllten Feuerwache aus ihrem Roman Lichter setzen über grellem Grund, der Lebensgeschichte Elisabeth Vigée-Lebruns.

Die Autorin lässt Vigée als selbstbewusste Künstlerin auftreten, die sich ihres Wertes sehr wohl bewusst ist. In einem humorvollen Grundton, der trotz des bisweilen bedrückenden Themas nie verfehlt wirkt begeisterte viele. Obwohl das Schwergewicht des Romans klar auf Vigée liegt spiegelt der Roman auch gekonnt die politischen Verhältnisse im Europa dieser Zeit, spielt er doch in Frankreich, Italien und Russland und an den Höfen der Reichen und Mächtigen jener Zeit. Wie fragiel diese Macht war und wie schnell man mit den Mächtigen untergehen kann, spürte Vigée, die Malerin Marie Antoinettes spätestens zum Beginn der Französischen Revolution.

Die an die Lesung anschließende Diskussion machte die hervorragende Recherche abermals deutlich und ermöglichte einen gänzlich anderen Blick auf die Zeit der französischen Revolution als der Schulunterricht.

 

 

 

 

 

 

 

38 30.5. Literaturalarm: Das magische Baumhaus

Seit Jahren sind sie ein fester Bestandteil in der Kinderbuchliteratur, die Bücher der amerikanischen Schriftstellerin Mary Pope Osborne aus der Reihe „Das magische Baumhaus.“

Dieses Baumhaus ist eine Art Zeitmaschine, mit ihm können die Geschwister Anne und Philipp an alle Orte der Welt und in alle Zeiten reisen. Viele Abenteuer haben die Kinder aus der sehr beliebten und erfolgreichen Kinderbuchserie schon erlebt. Ob bei den Rittern, Dinosauriern, in Paris, auf dem Mond oder am Amazonas: immer entführen sie die jungen Leser in eine andere Welt, in der sie nicht nur eine spannende Geschichte erleben sondern auch interessante Informationen über die verschiedenen Reiseziele erfahren.

Am 30. Mai verfolgten gut 40 Kinder mit Spannung die Abenteuer von Anne und Philipp. An diesem Nachmittag stellte die Schauspielerin Nicole Wollschlaeger Im Bann des roten Ritters vor.

Eine tolle szenische Lesung, die in der Zeit König Arthus spielt, stand auf dem Programm. Nicole Wollschlaeger versteht es aufs Beste, die unterschiedlichen Charaktere zum Leben zu erwecken und machte alle mächtig neugierig auf den Ausgang des Buches. Leseförderung der besonderen Art eben. Entsprechend groß war der Andrang am Büchertisch und bei der Autogrammstunde.

36 13.5. Kindertheater: Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt

Auch bei dieser Veranstaltung waren die Besucherzahlen auf Rekordniveau. Der  Hauptbrandmeister Martin Kahl ließ es sich nicht nehmen die Gästeschlange, die bis weit hinter das Gymnasium reichte, sicherheitstechnisch einzuweisen.

Es folgte eine traumhafte Umsetzung des bekannten Kinderbuch, bei der von Oma Eierschecke bis Emil Zahnlücke alle dabei waren. Martin Karl verzauberte die „Alte Feuerwache“  in eine „Neue Feuerwache“, nahm die Erwachsenen mit in eine Reise in die eigene Kindheit und entführte die Kinder in die Welt der großen Feuerwehrmänner. Eine temporeiche Aufführung, die seines gleichen sucht, ganz nach dem Motto „Wenn voller Einsatz gefragt ist, gibt’s kein Pardon.“

Hauptbrandmeister Karl nimmt sich da nicht aus und bietet sportlich-akrobatische Einlagen an – vom Handstand bis zu gewagten Sprüngen. „Stark und mutig“, so soll die Truppe sein und so war auch Martin Karl. Wir freuen uns schon auf einen weiteren Besuch des Weiten Theaters in Eichwalde.

37 12.5. 2. Nacht im Grünauer Forst

Bevor die 2. Nacht im Grünauer Forst ihren sportlichen Höhepunkt mit dem neuen Streckenrekord über die 10 km in 32:19 durch Jonas Engler vom OSC Berlin erreichte, begab sich ein Rekordteilnehmerfeld von über 150 Läufern auf die Grünauer Meile, die in diesem Jahr mit 1120 m etwas kürzer ausfiel als die vorgesehene volle Distanz.  Am Ende hatte Olga Borsche aus der Klasse 5a vom Humboldt-Gymnasium Eichwalde in sehr guten 4:34 die Nase vorne.  Zuvor hatte Lukas Muskewitz den Kinderlauf über 500 m gewonnen. Hier war auch die kleine Vanessa Rohling mit 3 Jahren dabei, unsere jüngste Teilnehmerin.

Höhepunkt der Meile war natürlich die erstmals ausgeschriebene Teamwertung, bei der nicht unerhebliche Summen für die Klassenkassen zu gewinnen waren. Hier stand der Sieger eigentlich schon vor dem Lauf fest, die Klasse 6a vom Humboldt-Gymnasium in Eichwalde brachte mit großem Vorsprung die meisten Teilnehmer ins Ziel und gewann damit den ersten Preis von 150 Euro.

Klarer Sieger über die 5 km war Robert Blankenburg vom OSC Berlin in 18:37 vor seinem Teamkameraden Paul Klein in 19:45. Dritter im Bunde war Kevin Menze in 20:04. Den Lauf der Frauen über diese Distanz gewann Ines Pautzke in 25:29.

Mit vorheriger Ansage lief im gleichen Rennen Jonas Engler einen neuen Streckenrekord über 10 km und verbesserte die alte Marke von Abdou Oukioud von 32:38 auf tolle 32:19. Sehr gut auch die Leistung  vom Marek Neumann von den Zeuthen Twins, der in 37:16 vor Uwe Zentsch in 37:33 einlief. Bei den Frauen war Rike Danneberg aus Berlin in 48:15 vorne.

Neben einer Teilnehmerzahl auf Rekordniveau, einem neuen tollen Steckenrekord über die 10 km und einem beeindruckendem Vuvuzela-Konzert waren es vor allem die großzügigen Spenden für die „Kenyan Kids Foundation“, die unsere Veranstaltung zu einem Erfolg machten. Umgerechnet 1000 US$ kamen durch Spenden und die Erlöse des Verkaufs zusammen, die wir unserem Schirmherr Wesley Korir in Kürze für seine Projekte übergeben können. Allen, die dazu beigetragen unseren herzlichen Dank!

 

 

 

 

 

 

35,36 27.4. Max und Moritz

Wiederum zweimal fand die Lesung der „Bubengeschichte in sieben Streichen“ von Wilhelm Busch statt. Natürlich ging es hier zunächst um die seit 147 Jahren bekannten Verse, die doch nichts von ihrem Reiz verloren haben. Dennoch bringt es die Entwicklung der Alltagssprache mit sich, dass man einige der Worte heute gar nicht mehr kennt. So verbrachten wir einige Zeit mit der Klärung von Begriffen wie Pfühle oder Maltersäcke. Sprachforschung lebendig gestaltet brachte auch einige neue Erkenntnisse für die erwachsenen Zuhörer. Unser Fazit: Wilhelm Busch geht immer!

34 26.4. Erlesen Dagmar von Gersdorff aus Caroline von Humboldt

Ein Leben an der Seite von Wilhelm von Humboldt, das doch so anderes verlief, als es die gesellschaftliche Ordnung der Zeit vermuten ließ. Caroline von Humboldt. „Ein unvergleichliches Geschöpf“ nannte sie Schiller, dessen Frau lebenslang mit Caroline befreundet war. Goethe hielt sie für die bedeutendste Frau ihrer Zeit. Dagmar von Gersdorff vermittelte in ihrer Lesung die facettenreiche Persönlichkeit einer Frau, die mit ihrem Mann eine sehr unkonventionelle Partnerschaft geführt hat.  Caroline von Humboldt war eben eine in vieler Hinsicht ungewöhnliche Frau, die ihre Zeit in tausenden Briefen kritisch reflektierte, die die Kunst liebte und Künstler förderte und ihrem Ehemann eine ebenbürtige Gesprächspartnerin war. Wie viel emanzipatorisches Potenzial steckt in ihrem Leben, das Dagmar von Gersdorff unter den Leitsatz „Was für andere galt, galt nicht für sie“ stellte.

33 26.4. Literaturalarm Gullivers Reisen

Von Gullivers Abenteuern ist meist nur das in Lilliput bekannt. An diesem Vormittag lauschten die jungen Zuhörer gespannt den weiteren Abenteuern, die André Haedicke in gekürzter Form zum Besten gab. Nach einer Einführung „Wart ihr auch schon mal im Urlaub und habt euch wie in einer anderen Welt gefühlt“ ging die Reise über Lilliput nach Balnibarbi und weiter nach Luggnagg und Glubbdubrib in das Land der großen Denker, in dem manche unsterblich sind. Spannende Frage, was macht man, wenn die Zeit unendlich währt. Aber auch der Besuch in der Republik Houyhnms, in der die Pferde die Herren und die Menschen die Nutztiere sind, regte zum Nachdenken und Diskutieren an.

32 24.4. Literaturalarm Don Quijote

Ein Klassiker neu erzählt stand am Dienstag auf dem Programm. Die Kinder lernten die komplizierte Welt der mittelalterlichen Minne aus der Sicht des verkappten Ritters von der traurigen Gestalt kennen. Präsentiert wurde es von Nadine Aßmann, einer Absolventin der UdK. Besonders freuten wir uns über den internationalen Besuch bei dieser Veranstaltung. Wir konnten zwei Kinder begrüßen, die Spanisch als Muttersprache haben und an diesem Morgen bei der Tante in Eichwalde zu Besuch waren. Da bekamen die spanischen Namen doch gleich einen anderen Klang.

30,31 23.4. 2x Literaturalarm zum Tag des Buches

Professor Paul und der Chemiebaukasten lockte so viele Kinder in die Alten Feuerwache, dass wir die Lesung zweimal hintereinander anbieten mussten. Die Geschichte ist aber auch spannend. Was passiert, wenn sich ein Junge mit dem Chemiebaukasten des Vaters an seinem kleinen Hund zu schaffen macht? Der Monsterhund, der bei dieser Aktion entsteht, ist allerdings nur äußerlich groß und wild und so gilt es ihn vor der Welt zu schützen. Ein turbulentes Buch, was bei uns viel Raum zum Mitlesen für die Kinder der 1. Und 2. Klasse lieferte. „So macht Lesen Spaß“ war dann auch das Fazit.

29 21.4. Preußen für Anfänger

Kurzweiliger kann Geschichte nicht sein oder waren es doch eher Geschichten, die die beiden lernunwilligen Kabarettisten an diesem Abend in der Alten Feuerwache zum Besten gaben? Der Übergang zwischen Anekdoten und Information, zwischen Spaß und Kriegen war fließend, Pointen reich und schnell. Anders wäre der Ritt durch die brandenburgische Geschichte von Albrecht dem Bären über die vielen Hohenzollern bis in die Jetztzeit auch nicht zu schaffen gewesen. Herrlich auch die Eigenarten der Sprache mit der entsprechenden Herleitung oder die fortwährende Diskussion, ob die Anhaltiner oder die Thüringer am Ende das preußische Erbe einstreichen können…  Peter Bodenstein und Andreas Richter sollten Geschichte unterrichten!

28 18.4. Mittelalter in Wildau

Seit langer Zeit verbindet uns eine gute Zusammenarbeit sowohl mit dem Hort von Jonas Wal als auch mit der Fashion School in Wildau. So begleiteten wir gerne einen Nähnachmittag mit dem gesamten Hort. Es war schon eine Herausforderung mit 16 Kindern in 1 ½ Stunden ein mittelalterliches Gewandt zu schneidern, zumal die meisten von ihnen noch keine Nähmaschinenerfahrung hatten. So ging es für die meisten zunächst an einen Nähmaschinenführerschein, danach fiel die Materialentscheidung. Während dessen waren die erfahrenen Näher bereits mit dem Zuschnitt beschäftigt. Dank der hervorragenden Planung von Anke schafften wir es fast alle Kostüme in den 1 ½ Stunden fertig zu nähen. Wahnsinn!!

27 17.4. Herbert Steffny brillierte in der Alten Feuerwache

In seiner aktiven Zeit gehörte er zur europäischen Spitzenklasse  im Marathonlauf, heute reist er durch die Lande als Vortragender, Lauftrainer, TV-Moderator sowie Bestsellerautor. Zur Auftaktveranstaltung für den „Run for Kenya“ kam er auch nach Eichwalde und verzauberte die zahlreich erschienene Hörerschaft mit einer präzisen Analyse des kenianischen Laufwunders. Wie im Fluge vergingen die fast 1 1/2 Stunden, die mitnichten nur dem sportlichen Phänomen allein gewidmet waren. In einer multimedialen Reise in die Höhen Kenias war vieles über das soziale Gefüge, die Geographie, das Klima, die Menschen, die Ernährung und einiges mehr zu erfahren. Und detailliert wurden fast zwanglos die Faktoren herausgearbeitet, die das „Laufwunder“ in Kenia erst möglich machten. Dass Herbert Steffny einer absoluter Profi in Sachen Präsentation und freier Rede ist, war im Vorfeld hinlänglich bekannt, dies aber einmal live zu erleben, war schon sehr beeindruckend und entließ am Ende ein überaus zufriedenes Publikum in den Abend. Die ganz Eifrigen nahmen noch die Chance war, im kleinen Kreis mit dem Laufguru zu diskutieren und Bücher zu erwerben, die schwungvoll signiert wurden. Alle, die an diesem Abend dabei gewesen sind, haben vieles Neue aus dem Land im Herzen Afrikas erfahren können, und ganz nebenbei eine Lektion in Toleranz für andere Kulturen erfahren dürfen, die vielleicht das eigentliche Highlight dieses Abends war. Danke, Herbert!

26 16.4. Literaturworkshop Peter und der Wolf

Als Auftakt zum Tag des Buches fand heute die erste Veranstaltung in der AFW statt.

Den Einstieg lieferte der Loriottext. Nachdem die Kinder die Geschichte kennen gelernt hatten, folgte ein Kreativteil. Hier erstellten die Kinder eigene Theaterbühnen mit einzelnen Szenenbildern. Natürlich durfte zum Schluss die Musik nicht fehlen und so setzen wir uns alle noch einmal im Saal zusammen, um der Musik von Sergei Prokofjew zu lauschen und mit den Protagonisten zu fiebern.

Die 2. Klasse wird das Thema auch im Unterricht weiter vertiefen und zum Tag der offenen Tür eine eigene Umsetzung erarbeiten. Diese Nachhaltigkeit freut uns besonders.

25 2.4. Literaturalarm Des Kaisers neue Kleider

Auf Grund der vielen Voranmeldungen fand diese Veranstaltung gleich zweimal statt. Hans Christian Andersens Märchen vom Kaiser, der die perfekten Kleider wollte und letztendlich nackt auf die Straße geht, lockte in die AFW. Wir nutzten die Illustration von Jochen Stuhrmann, hier ist der Kaiser ein Frosch und sofort assoziierten die Kinder den Froschkönig noch mit in die Geschichte. Neben dem Bilderbuch stand aber auch die aktuelle Ausstellung im Fokus des Vormittags, so wurde im Anschluss noch das „Lieblingsschloss“ gekürt und die Kinder überlegten, welches Schloss eine anstehende Renovierung am nötigsten hat. Mit gut 50 Kindern wimmelte es so in der Ausstellung und die Damen und Herren des Freundeskreises Schlösser und Gärten in der Mark hätten ihre wahre Freude an den Kindern gehabt.

24 30.3. redeZeit Brandenburgs Schlösser und Herrenhäuser in der Vergangenheit und Gegenwart.

Natürlich hatte der Vorverkauf es vermuten lassen, die Veranstaltung war restlos ausverkauft und Frau Dr. Badstübner-Gröger „plauderte“ vor einem begeisterten Publikum in einer solchen Kurzweiligkeit über die ausgestellten Schlösser und Herrenhäuser, dass der Abend wie im Flug verging. Den roten Faden bildeten die jetzigen Besitzverhältnisse der jeweiligen Häuser und die unterschiedlichen Nutzungen, die diese Verhältnisse mit sich bringen. Nach dem Abend stand fest, wir wollen auch noch eine Schlössertour mit Frau Dr. Badstübner-Gröger anbieten, der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

22/23 30.3. / 2.4. Literaturalarm Des Kaisers neue Kleider

Auf Grund der vielen Voranmeldungen fand diese Veranstaltung gleich zweimal statt. Hans Christian Andersens Märchen vom Kaiser, der die perfekten Kleider wollte und letztendlich nackt auf die Straße geht, lockte in die AFW. Wir nutzten die Illustration von Jochen Stuhrmann, hier ist der Kaiser ein Frosch und sofort assoziierten die Kinder den Froschkönig noch mit in die Geschichte. Neben dem Bilderbuch stand aber auch die aktuelle Ausstellung im Fokus des Vormittags, so wurde im Anschluss noch das „Lieblingsschloss“ gekürt und die Kinder überlegten, welches Schloss eine anstehende Renovierung am nötigsten hat. Mit gut 50 Kindern wimmelte es so in der Ausstellung und die Damen und Herren des Freundeskreises Schlösser und Gärten in der Mark hätten ihre wahre Freude an den Kindern gehabt.

21 27.3. Literaturalarm Bilderbuch Meine große, kleine Welt

Heute kamen die ganz jungen Besucher auf ihre Kosten. Ein Klassiker von morgen für die Kinder von heute lockte in die AFW. Auch zwei Tagesmütter mit ihren Kindern kamen zu dem Termin, was uns sehr freute. Das Buch besticht durch eine gut durchdachte Bildfolge und lockt die Kinder auf eine Reise vom eigenen Zimmer bis ins All und über den Zoo zurück.

20 18.3. Ein großer Mann – B.B. – Brechtnachmittag mit Carmen-Maja Antoni, Jennipher Antoni und Guido Raschke

Passend zur heutigen Bundespräsidentenwahl fand in der Alten Feuerwache ein Brechtnachmittag statt. Die kritischen Texte Brechts ließen die Zeitspanne, die zwischen dem Entstehen und dem heutigen Tag besteht, vergessen. Brecht ist immer wieder tagesaktuell. Carmen–Maja Antoni als bekannte Brechtschauspielerin zog soviel Publikum in die Feuerwache, dass wir viele wieder nach Hause schicken mussten. Mit ihrer Tochter Jennipher Antoni und dem Pianisten Guido Raschke stand ein Trio vor dem Eichwalder Publikum, dass seines gleichen sucht. So wechselten Texte und Lieder in schneller Folge, auf Bekanntes folgte weniger Bekanntes und auch für die anwesenden Kinder und Jugendliche waren  einiges im Programm, wie etwa der Fisch Fasch mit dem weißen Asch.

Der nächste Termin mit Jennipher Antoni ist bereits für den Dezember gebucht.

19 16.3. 2012 Vernissage „Burgen, Schlösser und Herrenhäuser in Brandenburg“

In Kooperation mit dem Freundeskreis Schlösser und Gärten in der Mark e.V. konnten wir eine Fotoausstellung realisieren, die die Vielfalt von Schlössern und Herrenhäusern in der unmittelbaren Umgebung verdeutlicht. Oft ist eine Burg als Vorläuferbau  vorhanden, einige wenige Gebäude haben sich auch den Burgcharakter erhalten.

Unter der Schirmherrschaft der deutschen Gesellschaft e.V. eröffnete Frau Dr. Herzog eine sehr gut besuchte Ausstellung. Die Laudatio der Kunsthistorikerin Frau Marie Luise Rohde verdeutlichte den kunsthistorischen Schatz, den Brandenburg bewahren sollte. Die Ausführungen von Herrn Volkmar Billeb, dem Fotografen des Freundeskreises, machten deutlich, für einige Häuser ist es fünf vor zwölf, während andere als gut gepflegte Kleinodien bereits im neuen Glanz erstrahlen.

Die Vernissage wurde musikalisch durch Fiona Paulini, Flöte und Timothy Thorson, Klavier eingerahmt. Passend zu den Herrenhäusern hatte Fiona extra Flötenkonzerte von Friedrich dem Großen ausgesucht.

18 8.3.2012 Vernissage „Eichwalder Theaterwelten“

Im Januar und Februar 2012 veranstaltete Kind & Kegel in Kooperation mit dem Kleistmuseum, Frankfurt (Oder) und der Gemeinde Eichwalde die Ausstellung „Ingeborg Voss. Berliner Theaterwelten“.

Neben den zahlreichen erwachsenen Besuchern konnten wir viele Kindergruppen in der Ausstellung begrüßen. Die Hortgruppe der evangelischen KITA Jonas Wal wagte sich mit uns an eine eigene Interpretation der Ausstellung, die als gelungenes Beispiel der Nachhaltigkeit unter dem Titel „Eichwalder Theaterwelten“ nun der Öffentlichkeit in der Rathausgalerie Eichwalde präsentiert wird. Bei der Vernissage waren natürlich alle Künstler mit Familien anwesend. Mirek glänzte mit der Trompete und machte aus dem musikalischen „Beiprogramm“ einen Hauptteil. Er wird sicher auch auf einer der nächsten Vernissagen in der „Alten Feuerwache“ einen Auftritt bekommen, denn sein Können war schon sehr beeindruckend.

16,17 28.2. und 1.3.2012 Planetariumsbesuch mit den Kita-Kindern

Am 28.02. fuhren wir wieder einmal mit einer Gruppe Kindern in die Archenhold-Sternwarte. Mittlerweile gehört es im letzten Kitajahrgang zum festen Programm, die unendlichen Weiten des Universums zu entdecken. Auch dieses Mal durfte jedes Kind zunächst selber durch ein Teleskop sehen, bevor wir uns das Museum der Sternwarte genauer anschauten. Die Zeitreise im Planetarium selber ist immer wieder ein besonderes Erlebnis für die Kinder und so freuten wir uns bereits auf den 1.3., unseren zweiten Besuch mit der Kita im Planetarium. Dieser erfolgte nur wenige Tage später. Auch die zweite Gruppe war gespannt auf die Reise zu den Sternen und mit dieser Gruppe schauten wir uns auch das Aussengelände der Sternwarte genau an.

15 26.2.2012 Familientheater Balladen

Die erwachsenen Besucher kannten die Texte größtenteils, waren es doch vor allem die bekannteren Balladen, die am diesem Sonntag gespielt wurden. Sie faszinierte vor allem die kurzweilige Umsetzung der Texte auf einer für jede Ballade neu gestalteten Puppenbühne.

Die jüngeren Zuschauer spürten noch viel mehr die wortgewaltigen Texte, die aufgebauten Spannungsbögen und so fieberten sie mit den Protagonisten der Ballade mit. Beim Heideknaben versank die Jugend so beispielsweise tief in den Sitzen. John Maynard allerdings, den wir im Vorfeld ja in einem Literaturalarm bearbeitet hatten, erkannten die Wiederholungstäter im jungen Publikum sofort und sprachen den Text teilweise sogar mit.

14 17.2.2012 Lieder einer Kosmopolitin

Die klassisch ausgebildete Sängerin und Pianistin Natasha Tarasova sang Lieder nach eigenen Arrangements und wurde begleitet von Rainer Volkenborn am Bandoneon. Ein Abend für junges und jung gebliebenes Publikum. Eine ungewöhnliche Mischung aus Mezzosopran, Piano und Bandoneon mit Musik von Jazz über Tango bis zu mexikanischen Boleros, so hieß es in der Ankündigung. Der Abend wurde zu einem Feuerwerk, Natashas Temperament und Rainers verhaltene Zurückhaltung, die sich beim Bandonionspielen völlig verliert, bescherten eine Mischung, die so mitreißend war, dass wir uns bereits auf weitere Termine mit den Beiden freuen.

13 17.2.2012 Literaturwerkstatt Balladen

Ein Workshop für die größeren Grundschüler stand auf dem Kind & Kegel-Programm. Erlkönig und Zauberlehrling von Goethe gehört in den Lehrplan der Grundschule und wird auch heute noch auswendig gelernt. Wir hatten gehofft, an diesem Morgen generationenverbindende Texte behandeln zu können, leider waren keine Senioren der Einladung gefolgt. Vielleicht klappt dies ja beim nächsten generationenverbindenden Workshop zu Max und Moritz, die Kinder zumindest sind bereits angemeldet.

12 16.2.2012 Erlesen: Tanja Langer mit „Wir sehn uns wider in der Ewigkeit“

Am 21. November 1811 erschoss Heinrich von Kleist am Kleinen Wannsee zuerst Henriette Vogel und dann sich selbst. Tanja Langer schildert in dieser Novelle berührend und glaubwürdig zugleich die letzte Nacht zweier Menschen, die sich für einen gemeinsamen Freitod entschieden haben. Tanja Langer inszenierte und verfasste Theaterstücke und arbeitet als Journalistin und Schriftstellerin und dies war der gut besuchten Veranstaltung auch deutlich anzumerken. Inszeniert wie ein Theaterstück wirkte die Lesung, und so fesselte Tanja Langer die Zuhörer bereits in den ersten Minuten. Die Diskussion zum Ende brachte viel Neues zu Tage und unterstrich nochmals die hervorragende Recherche Frau Langers für dieses Buch.

11 9.2.2012 Hoffmanns Erzählungen zu Adolph von Menzel

 Wie immer waren Kinder und Erwachsene mit Kind & Kegel unterwegs, als wir uns mit Herrn Hoffmann Bilder aus dem Leben Friederich II ansahen. Für die Erwachsenen war sicher interessant, dass Menzel sie nicht zu Friedrichs Lebzeiten malte und sie somit vor allem die Sicht des folgenden Jahrhunderts auf den König widerspiegelten. Die Kinder entdeckten Windhunde und Pferdeköpfe, Künstlerfüße und weiße Flecken und alle lernten viel über die Schaffenszeit des nur knapp 1,50 m großen Künstlers.

10 6.2. 2012 Literaturwerkstatt Gedichte

Es hat sich in der Grundschule rum gesprochen, der erste Workshop bei Kind & Kegel war prima gelaufen und so gab es einen weiteren Termin und eine andere Umsetzung. Der Einstieg war natürlich der gleiche, „Die Mausefalle“ von Christian Morgenstern mit musikalischer Begleitung von Mozart, Bach und Vivaldi. Diese Klasse bearbeitet aber im Anschluss ein neues Gedicht, „Dunkel war´s der Mond schien helle“. Das Ergebnis hat uns überwältigt, Autos die wirklich um die Ecke fuhren, aber auch wunderbare schneebedeckte Wiesen oder regennasse – staubtrockene Straßen entstanden.

09 5.2.2012 Reineke Fuchs – Goethes Versepos gespielt und erzählt von Uwe Dreves mit musikalischer Begleitung durch Carsten Gerlitz am Klavier

Ein zweihundert Jahre alter Text wurde bei Kind & Kegel überaus lebendig. Uwe Dreves ließ all die Tiere dieser berühmten Fabel in der Alten Feuerwache lebendig werden. Reineke, das alte Schlitzohr, aber auch den ängstlichen Hasen Lampe oder den König und die Königin mit all ihren Charakterzügen arbeitet er für ein sehr altersgemischtes Publikum heraus. Die Feuerwache war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Großes Theater im kleinen Eichwalde, dank Uwe Dreves, Schauspieler und Professor für Sprecherziehung an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und seinem Pianisten Carsten Gerlitz Träger des Berliner Kulturpreis Bonzo und mehrfach Musical Director bei SAT.1, dem ZDF und RTL.

08 27.1. 2012 Literaturwerkstatt Gedicht

Die Mausefalle von Christian Morgenstern entführte zunächst in die Welt der klassischen Musik. Die Kinder lernten beim Betrachten der Bilder Mozarts Kleine Nachtmusik, Bachs Violinkonzert a-moll und den Frühling von Vivaldi kennen. Im Anschluss erarbeiteten sich die jungen Besucher das Gedicht, um es zum Ende in eigene Bilder umzusetzen. Schnell kann so aus einem kurzen Gedicht ein ganzer Vormittag werden. Kind & Kegel freut sich schon auf eine Widerholung direkt nach den Ferien, da sich so viele Kinder zum Literaturworkshop angemeldet hatten.

07 26.1.2012 redeZeit Freikauf – Freigekauft

Mit Ludwig Rehlinger, Ullrich Schacht und Andreas Apelt war das Podium bei der zweiten redeZeit hochkarätig besetzt. Ulrich Schacht, seinerzeit im Frauengefängnis Hoheneck geboren und mit 22 Jahren selbst zu 7 Jahren verurteilt, berichtete aus der Sicht der Inhaftierten. Ludwig Rehlinger begleitete auf westdeutscher Seite vom Beginn bis zum Ende fast durchgängig die Freikäufe, er gilt heute als einziger noch lebender Zeitzeuge, der direkt mit dieser Aufgabe betraut war.
Ulrich Schacht berichtete, was ihn „von Beginn an für das System verdorben hatte“, er erzählte die Geschichte seiner Eltern, berichtete aber auch von dem Leben im DDR-Gefängnis, dem Wissen der Häftlinge um den Freikauf.
Ludwig Rehlinger hingegen erläuterte die juristische Seite, erzählte von den schweren Entscheidungen und dem Wissen, nie alle frei zu bekommen. Ein tief bewegender Abend, der den Zuhörern noch lange in Erinnerung bleiben wird.

06 26.1.2012 Ausstellungsbesuch Ingeborg Voss

Auch am Donnerstag bevölkerte eine Kindergruppe die Ausstellung Ingeborg Voss. Nach einem Einstieg über ein Bilderbuch näherten wir uns der Thematik Theater und dem zeichnerischen Element, um am Ende selber Personen und Posen mit einfachen Strichen umzusetzen.

05 25.1.2012: Ausstellungsworkshop Ingeborg Voss

Kind & Kegel bietet immer wieder gerne ausstellungsbegleitende Programme an. So konnten an diesem Nachmittag Hortkinder die Arbeiten Ingeborg Voss im wahrsten Sinne unter die Lupe nehmen. Im Anschluss entstanden eigene Theaterbilder der Kinder, die bestenfalls im kommenden Monat in einer Ausstellung in der Rathausgalerie zu sehen sein werden.

04 24.1.2012: Horst Bosetzky liest zum 300. Geburtstag Friedrich II. aus „Tamsel

Die ersten Zuhörer waren bereits eine Stunde vor der Veranstaltung da, nicht zuletzt um sich die Ausstellung Voss in Ruhe anschauen zu können. Wie nicht anders erwartet, war das Haus bei Horst Bosetzky gut gefüllt, allerdings war er den meisten vor allem als Krimiautor bekannt. Der heutige Abend stand bei Kind & Kegel im Zeichen Friedrich des Großen und einem der Urahnen des Schriftstellers. Wie Johann Bosetzki Friedrich den Großen kennen lernte und durch ihn geadelt wurde, wird an dieser Stelle nicht verraten.
Mit Horst Bosetzky kam heute auch der RBB in die Alte Feuerwache und wir freuen uns bereits auf die Ausstrahlung eines Teils der Lesung innerhalb eines größeren Berichtes.

03 20.1.2012: Vernissage Ingeborg Voss. Berliner Theaterwelten

Als Frau Rehlinger im vergangen Jahr die Ausstellung Ingeborg Voss vorschlug, war Kind & Kegel sofort begeistert, passte sie doch wunderbar in unser Jahresmotto „klassisch unterwegs“.
So setzten wir uns ideell und personell stark für die Umsetzung der Ausstellung ein. Eine besondere Freude war uns, neben der hochkarätigen Besetzung bei der Vernissage, dass Frau Voss kurz vor ihrem 90. Geburtstag den Weg auf sich nahm, um die Ausstellung selber zu eröffnen. Mit dem Kleist Museum, Frankfurt/Oder, vertreten durch Herrn Dr. Wolfgang de Bruyn,  Frau Dr. Badstübner-Gröger, die eine wunderbare Laudatio hielt und Natasha Tarasova, die für den musikalischen Rahmen der Vernissage sorgte, gelang uns ein Abend, der bis in die späten Abendstunden die Gäste im Haus hielt.

02 20.1.2012: Literaturalarm Bilderbuch John Maynard

Wer ist John Maynard? Dieser Frage gingen gut 20 Kinder beim Literaturalarm Bilderbuch von Kind & Kegel nach. Die Tagesaktualität durch das Schiffsunglück Costa Concordia, war nicht geplant, machte den Text Theodor Fontanes aber noch eindrücklicher. Selbstverständlich wurde mit den Kindern auch das besondere einer Ballade näher beleuchtet. Ganz nebenbei konnten die Besucher auch bereits einen ersten Blick auf die Ausstellung Barbara Voss werfen.

01 13.1.2012: redeZeit  Gorbaschow und das Ende der Diktaturen in Osteuropa

Mit György Dalos hatte Kind & Kegel einen profunden Kenner der Situation in Osteuropa der späten achtziger und frühen neunziger Jahre in der Feuerwache zu Gast. Klar charakterisierte er Michael Gorbatschow und seine Entwicklung sowohl politisch als auch privat. Immer wieder setzte Dalos die politische Entwicklung, die letztendlich zu einem gesamten Systemumbruch in Europa führte, und die heutige Entwicklung seines Heimatlandes Ungarn in einen Kontext. Mit György Dalos gelang ein toller Auftakt der neuen Reihe redeZeit. Den Titel nahmen die Gäste so wörtlich wie er gemeint war, schnell entstand einen angeregte Diskussion auch zwischen den Generationen.

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