Musikalisches Abenteuer: Von Nussknackern, Mäusen und Feen
Samstagvormittag (18.12.2010) in der Alten Feuerwache, bei Kind & Kegel steht eine Eigenproduktion auf dem Programm. Ein weiteres musikalisches Abenteuer mit Birgit und Barbara, hier ist mitmachen angesagt. Während die eine die Geschichte zweier Mäuse im Haushalt des Komponisten Tschaikowsky erzählte, entführte die Andere die Kinder in die Geschichte vom Nussknacker und Mäusekönig von E.T.A. Hoffmann. Unterbrochen wurden die Geschichten wie immer von vielen bekannten Liedern zum Mitsingen, wie “Schneeflöckchen Weißröckchen” und “Oh Tannenbaum”, aber auch rhythmische „Kämpfe“ zwischen Mäusen und Zinnsoldaten fehlten nicht.
Natürlich wurde am Ende wieder gebastelt, sonst wäre es ja kein Musikalisches Abenteuer gewesen. Uns freut es, dass hier bereits die zweite oder dritte Generation von Nutzern heranwächst.
„Ich küsse ihre Hand, Madame“
Der Zauber der Musik zwischen den Weltkriegen nahm an diesem schneereichen Sonntagnachmittag alle Anwesenden in den Bann. Wie immer freut sich Kind & Kegel vor allem über die jungen Kulturinteressierten, der Anteil der Grundschüler unter ihnen war am 05.12.2010 auch für Henry de Winter auffallend und erfreulich zugleich. So nutzte er die Gunst der Stunde, die Jugend nicht nur musikalisch auf eine Zeitreise mitzunehmen. Die Mischung zwischen Geschichte, Geschichten und Musik war faszinierend und kurzweilig zugleich und ließ die große Zeit des Schwarzweißfilms in der Feuerwache wiederauferstehen. Wir werden sehen, ob wir vielleicht das nächste KinderKino mit einem Film dieser Zeit bestücken können.
KinderKino: Der kleine Eisbär
Nachdem der November so viel Programm für die älteren Nutzer beinhaltete, wollten wir bewusst die Jüngeren mit dem letzten KinderKino des Jahres am 03.12.2010 verzaubern. Dies ist gelungen, die jungen Zuschauer fieberten mit dem kleinen Eisbären mit, als der auf seine unfreiwillige Reise ging. Eine schöne Kuschelstunde im Arm der Mutter oder Oma, eine Portion Popcorn, was kann an einem verschneiten Freitagnachmittag schöner sein. Ermöglicht wird das KinderKino durch die Kooperation mit Kinder Film e.V.
Literaturalarm: Anne Voorhoeve
Ein trauriger Beginn des 26.11.2010 führte Frau Voorhoeve auf Umwegen zu uns nach Eichwalde. Um so mehr freute uns, dass die Lesung stattfinden konnte, denn sie war ein absolutes Erlebnis für alle, die dabei gewesen sind. Mit Ziska, einem jüdischen Mädchen aus Berlin, wurde die Vergangenheit lebendig. Anders als im Schulunterricht nahm einen die Identifizierung mit der jungen Protagonistin sofort gefangen, Anne Voorhoeve schlug die Zuhörer mit wenigen Sätzen in ihren Bann. Wir hörten, wie aus Ziska Francis wurde und wie der Krieg in England aus der Sicht eines deutschen jüdischen Mädchens erlebt wurde. Erzählt mit einer Heiterkeit, die das Thema nicht vermuten lässt, war es auch für die jüngeren Zuhörer ein gelungener Einstieg in die deutsche Geschichte. Dank an Frau Voorhoeve, wir warten gespannt auf die nächste Lesung. Auch diese Lesung wurde ermöglicht über die Kooperation mit und durch die Förderung durch den FBK Brandenburg.
Literaturalarm: Christina Koenig
Heute (26.11.2010) waren die jüngsten Schüler und die ältesten Kitakinder zu Besuch beim Literaturalarm. Die Veranstaltung fand am Tag des Vorlesens als „Initialszündung Lesen“ statt. Gleichzeitig begingen wir so das 20jährige Bestehen des Friedrich Bödecker Kreises Brandenburg, dessen Mitglied wir seit Anfang des Jahres sind. Frau Koenig schreibt seit vielen Jahren Erstlesebücher und wir wollten die Kinder so einstimmen auf den Weg der Phantasie, mitnehmen in die unendlichen Weiten der Bücherwelt. Wir sind nach dieser Veranstaltung diesbezüglich sehr zuversichtlich. Eine Autorenlesung ist immer ein besonderes Erlebnis, zudem bekam auch noch jede Gruppe im Anschluss eins von Christina Koenigs Büchern geschenkt. Dem Abenteuer Lesen steht also nichts mehr im Weg….
Ermöglicht wurde dieser Termin durch den Friedrich Bödecker Kreis, der auf diesem Weg auch sein 20 jähriges Bestehen feierte. Der FBK kümmert sich deutschlandweit um Autorenlesungen für Kinder und Jugendliche, um so junge Menschen für das Lesen zu begeistern. Wir finden diese Arbeit so wichtig, dass wir als KinderKulturVerein ebenfalls Mitglied beim Bödeckerkreis sind.
Hoffmanns Erzählungen: Spurensuche, Antisemitismus
Ein weites Mal gingen wir auf Entdeckungsreise in der Gemäldegalerie. Am 25.11.10 wollten wir zunächst auf Spurensuche gehen: gibt es bereits in Bildern der frühen Neuzeit Antisemitismus und wie zeigt er sich. Klingt trocken, ist es aber nicht, denn bei Thomas Hoffmann gibt es kein trockenes Thema, unvergleichlich die Verbindung von Kunstgeschichte, Geschichte und Geschichten. Auf Wunsch einiger Teilnehmer sprang Herr Hoffmann jedoch zunächst ein wenig in ein anderes Thema: Pilgern im Mittelalter. Einige der Kinder wollen einen neuen Versuch beim History Award wagen und zwar mit einem mittelalterlichen Thema. Schön ist, dass der Award mittlerweile zu einem Selbstläufer wird. Die Gruppe findet sich wie von allein, die Kinder bringen ihre eigenen Begabungen und Interessen mit in die Arbeit ein und man darf sicher gespannt sein, was dieses Mal dabei heraus kommt, um mit Luisa zu sprechen: „auf jeden Fall jede Menge Spaß“.
Rolf Zöllner für Gymnasiasten
12 Sonderöffnungstermine gab es bei der Ausstellung WendeFolgen von Rolf Zöllner, die Schwerpunkte waren je nach Unterrichtsfach unterschiedlich angelegt. Während die Geschichtsklassen und -kurse eher den geschichtlichen Kontext suchten, gingen die Kunstkurse vom künstlerischen Aspekt an die Fotoausstellung heran. Da Fotografie Abithema 2012 sein wird, kamen alle Oberstufenkurse Kunst in die Ausstellung und werden auch teilweise die Fotografien Zöllners für eine Leistungsbewertung nutzen. Auch die Fachbereiche Politik und Religion/LER kamen. Alle nutzten die gesprochenen Kommentare von Herrn Zöllner zur Vertiefung. Kind & Kegel freut sich über den wirklich außerordentlich guten Zuspruch seitens des Gymnasiums zu dieser Ausstellung. Die jüngsten Schüler kamen mit der ND Geschichte von der Grundschule und erfuhren an Hand der Ausstellungen nähere Hintergründe zu Teilung und Wiedervereinigung.
Mars 3 D im Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt
Mit der Kinderuni hatte es angefangen, Ulrich Köhler hielt dort einen Vortrag und lud uns anschließend mit einer Gruppe interessierter Kinder ein. Am 24.11.2010 machte sich ein größere Gruppe auf den Weg nach Adlershof, einige hatten den Vortrag gehört und wollten mehr wissen, Andere fanden über die Schule oder den Newsletter zu uns. Wir waren gespannt, was uns erwartete. Seit jeher beflügelt der Mars die Fantasie der Menschen. Die Ähnlichkeit mit der Erde macht unseren Nachbarplaneten zu einem wichtigen Objekt der Erforschung unseres Sonnensystems. Schließlich ist es nicht ausgeschlossen, dass auf dem Mars in früherer Zeit einfachste Lebensformen existierten – oder sogar noch heute existieren.
Mit unbemannten Raumsonden versuchen Wissenschaftler seit 40 Jahren, die Geheimnisse des Mars zu entschlüsseln. Wasser – unabdingbar für die Entstehung von Leben – und Eis haben auf der Oberfläche des Planeten ihre Spuren hinterlassen: einige dieser Spuren schauten wir uns genauer an. Wie immer war es ein besonderes Erlebnis, wenn Ullrich Köhler von den Planeten erzählt und besonders Interessierte meldeten sich im Anschluss zu ersten Vorverhandlungen bezüglich eines Praktikums beim DLR. Schöner kann Lob nicht sein.
Rolf Zöllner Vernissage
WendeFolgen, der Titel war bei dieser Ausstellung in vielfacher Hinsicht Programm. Offen war lange, findet sie statt, findet sie nicht statt, wer ist der Veranstalter, wann findet sie statt, stört sie einen Weihnachtsmarkt, wer hält die Laudatio, wer kümmert sich um die Betreuung und vieles mehr. Immer neue Wendungen, immer neue Folgen, an deren Ende am 19.11.2010 eine erfolgreiche Vernissage stand. Nicht zuletzt dank Malin, Marie und Nina, die für die musikalische und literarische Untermalung des Abends sorgten.
Rolf Zöllner, Fotojournalist, sagt von sich selber: „Ich kam erst spät zur Fotografie“, als er aber erst einmal dort angekommen war, blieb er auch. Mittlerweile hängen seine Fotos, die oft zu Zeitdokumenten wurden, im Deutschen Historischen Museum oder im Märkischen Museum, sie finden in TAZ oder ZEIT Raum und hängen nun für wenige Wochen in der Alten Feuerwache Eichwalde.
Wir kümmern uns um die Ausstellungsbetreuung und haben aus diesem Grund auch einen Audioguide mit Herrn Zöllner erstellt.
Erlesen: Kerstin Decker
Trotz schlechten Wetters war der Saal erfreulich gefüllt, als uns Kerstin Decker am 18.11.2010 mit auf eine Zeitreise nahm. Das Ziel: Das „Cafe Größenwahn“ in Berlins Mitte. Hier begann die Biografie von Else Lasker-Schüler, der Begründerin der avantgardistischen Moderne und des Expressionismus.
Ihr eigenwilliger Lebensweg aus dem behüteten Elternhaus in Wuppertal über mehrere Ehen und Beziehungen bis zu ihrem Tod in Israel fesselte alle Anwesenden.
Frau Decker ließ Else Lasker-Schüler durch ihre öffentlichen Briefe an ihren damaligen Mann, durch die Gedichtwechsel mit ihren Geliebten, durch ihre lebendige Erzählung lebendig werden. Ließ uns den Schmerz spüren, des Else Lasker-Schüler spürte, aber auch die unbändige Kraft und Energie, die ihr zu eignen war. Ein toller Abschluss der Erlesen-Reihe für das Jahr 2010. Freuen wir uns auf das Jahr 2011, denn es wird weitergehen bei Erlesen. Im kommenden Jahr wenden wir den Blick literarisch Richtung Osteuropa.
Musikalisch-literarische Reise in die versunkene welt der Bukowina
Ein wenig aufgeregt waren wir schon: Premiere in der Kirche, würden Gäste kommen…?
Sie kamen und sie ließen sich verzaubern von dem Programm, dass Christine Schlosser für uns zusammengestellt hatte. Es war ein ganz besonderer Kunstgenuss aus einer versunkenen Welt, die einmal eine Wiege der deutschen Kultur war, die Bukowina.
Das ehemalige Kronland, heute von politischen Grenzen zerrissen, von Hitler entvölkert und seiner Kultur beraubt, bekam durch die Schauspielstudenten Angela Bittel und André Haedicke eine Stimme. Die Gruppe Chiara und Tamara Hörbe gaben dieser Gegend ihre Seele, ihre Musik zurück. Gemeinsam brachten sie die Kirche mit bekannten und unbekannten jüdischen Liedern zum Klingen. Man muss wie die gut 100 Besucher dabei gewesen sein, um den Zauber zu verstehen, der sich für 1 ½ Stunden über die Kirche legte.
Unser Dank gilt der Ev. Kirchengemeinde und der EWE Stiftung, ohne sie wären wir dieses Wagnis nicht eingegangen. Ganz besonders möchten wir hier aber Christine Schlosser danken, die gesamte Recherche, Planung und Organisation lag in ihren Händen und machte diese musikalisch-literarische Reise in die versunkene Welt der Bukowina zu einem einzigartigen Erlebnis.
KinderUni Wildau
Auch am 13.11. waren wir wieder bei der KinderUni, es macht immer wieder großen Spaß und viele neue Ideen entstehen in den knapp drei Stunden in Wildau. Wir denken über mehrere gemeinsame Projekte für das Jahr 2011 neben der KinderUni nach. Lasst euch also überraschen.
Uns gefielen heute die Gastdozenten des Schiller-Gymnasiums, sie kamen mit den Worten: „Also wir machen da drin heute die Show, bekommen wir hier dann alles umsonst…“ zu uns. Leider waren es zu viele, um alle zu einem Würstchen einzuladen, dennoch haben die Elternvertreter großes Interesse an unserer Vereinsarbeit bekundet. Vielleicht gibt es also im kommenden Jahr doch „etwas umsonst“ für die Schüler der LuBK-Klasse des Schiller Gymnasiums.
KinderUni Wildau
Am 30.10. hatten wir wieder einen Stand bei der Wildauer KinderUni. Diese Mal waren wir besonders stolz, hatten wir mit Ulrich Köhler doch ein Vereinsmitglied als Gastdozent vermittelt.
Vertiefend zum Thema wird Uli am 24.11. mit uns die Ausstellung Mars 3 D besuchen. Neben vielen anregenden Gesprächen und der Mitgliederwerbung gestalten wir seit diesem Jahr auch ein „Beiprogramm“ für die jüngeren Geschwister der Jungstudenten. Eine gute Gelegenheit, unsere Vereinsarbeit live zu präsentieren.
Erlesen: Regina Scheer las aus “Im Schatten der Sterne”
Eine Neuerung war am 28.10. bei Erlesen geplant. Frau Scheer machte uns auf eine Filmdokumentation aufmerksam, die sich ebenso wie ihr Buch mit der Widerstandgruppe Baum beschäftigte.
Schnell stand bei uns der Entschluss fest, beides zu kombinieren. So zeigten wir in Anwesenheit der beiden Filmemacher Barbara Kasper und Lothar Schuster ihren Film: „Hella Hirsch und ihre Freunde“. Im Anschluss las Regina Scheer aus ihrem Buch: „Im Schatten der Sterne“. Beide Medien näherten sich der Widerstandsgruppe nicht über ihren Namensgeber Herbert Baum, beide wählten junge Frauen aus der Gruppe. Schnell fühlte man sich mit den jungen Leuten verbunden, die ein normales Leben führen wollten, dies war ihnen als Juden im nationalsozialistischen Deutschland verwehrt. Herbert Baum wurde in der DDR mehr als kommunistischer denn als jüdischer Widerstandskämpfer verehrt. Diesen Fakt beleuchtete die anschließende Diskussion. Vor allem die jungen Zuhörer, die erfreulicher Weise mittlerweile häufiger bei Erlesen anwesend sind, konnten so wichtige Rückschlüsse ziehen.
Alles in Allem eine wunderbare Veranstaltung, die uns u.a. durch Mittel der EWE Stiftung ermöglicht wurde. Sie machte den Anfang von zahlreichen Veranstaltungen anlässlich des 9.11. im geschichtlichen Kontext unseres Landes.
Kinderkino: Kletter-Ida
Am 08.10. hielten die Besucher des Kinderkinos mehrmals den Atem an, so aufregend und spannend waren Kletter-Idas Abenteuer. Zum Glück hatten die jüngeren Kinogänger ihre Mütter mitgebracht, manchmal war es einfach zu spannend oder traurig.
Hoffmanns dänische Erzählungen
Ein weiteres Mal Kunstgeschichte vom Feinsten am 07.10.. Passend zu den dänischen Wochen plauderte Thomas Hoffmann über Bertil Thorvaldsen, den berühmten dänischen Bildhauer. Ganz nebenbei wurde neben der Kunstgeschichte auch deutsche Geschichte vermittelt. So erfuhren die Kinder, wie innerhalb zweier Generationen Preußen zm Kaiserreich aufstieg und welchen positiven Folgen ein kunstinteressierter Herrscher für ein damals noch neues Museum hat.
Neben Thorvaldsen rücken die Künstler Schadow, Vater und Söhne und Abildgaard und Runge in den Focus. Auf unvergleichlichen Art wurden die großen Zusammenhange ebenso lebendig wie die persönlichen Schicksale eines viel zu früh gestorbenen Runge oder der tragische Verlust des älteren Bruders für Kasper David Friedrich in seiner Kunst.
Den Abschluss bildeten die Toteninsel als “schönstes Bild Berlins” und Dornröschen, um die lieben Kleinen auf die längst fällige Bettruhe einzustimmen. Der nächste Hoffmannsche Termin wurde von der Jugend wieder in die “Alte Nationalgalerie” verlegt, da sollen Menzel und Co Thema werden. Freuen wir uns auf den Dezember.
Herr der Steine
Der Herr der Steine rief und die jungen Geologen standen am 25.09. Schlange. Mit einem derartigen Zuspruch hatten wir nicht gerechnet. Herr Dr. Jagsch hatte aber zum Glück neben seinem Fachvortrag genügend Steine im Gepäck, dass jeder Teilnehmer auf seine Kosten kam. Hier gab es neben Bohrkernen auch Salzlecksteine und viele andere geologische Exponate zum Anfassen.
Zwei Geburtstagskinder wurden bedacht und erste Anfragen von Teilnehmern nach einem weiteren Termin wurden bereits an uns heran getragen. Unser Dank gilt Herrn Jagsch und seiner Frau, die nicht nur das geistige, sondern auch das körperliche Wohl der Jugend im Auge behielt.
Kinderuni Wildau
Am 25.09.10 fand die erste Vorlesungsrunde der Kinderuni im Jahr 2010 statt und Kind & Kegel war wieder mit von der Partie. Die Zusammenarbeit mit der Hochschule in Wildau ist immer wieder eine Bereicherung für uns. Ab der kommenden Vorlesung werden wir neben dem Catering ein eigenes kleines Geschwisterkinderprogramm anbieten.
Literaturalarm: Grit Poppe las aus “Weggesperrt “
Dank der Unterstützung von Christine Schlosser konnten wir am 17.09.10 mit einer weiteren Literaturreihe starten. Den Auftakt machte Grit Poppe mit ihrem Buch „Weggesperrt“ über Jugendwerkhöfe in der DDR. Eine 14-Jährige, deren Mutter die Ausreise beantragt hat, kommt in ein Heim und sieht sich dort neben der Arbeit ideologischer Indoktrination, Strafen und Arrest ausgesetzt. Nach der Lesung berichtete die Zeitzeugin Kerstin Kuzia von ihren Erfahrungen.
Verhalten war noch der Zuspruch durch die Jugend, die Anwesenden waren jedoch tief beeindruckt und berührt. Gerade die Diskussionsrunde zeigte, wie lebensnah Geschichte und ihre Vermittlung sein kann. Doch auch die Erwachsenen hörten viele Details ihrer Geschichte hier zum ersten Mal. Wurde doch immer vermittelt, der Jugendwerkhof sei vor allem für strafauffällige Jugendliche, erfuhr das Publikum hier aus erster Hand, wie die Wirklichkeit aussah. Allein die Tatsache, dass es neben den Jugendwerkhöfen ein funktionierendes Jugendstrafrecht gab, führt diese Aussage ad absurdum.
Kind & Kegel dank an dieser Stelle allen Zeitzeugen, die den Mut hatten ihr Schicksal über den Roman von Grit Poppe in die nächste und übernächste Generation zu tagen.
Erlesen: Rosemarie Köhler las aus „Sie lebten wie sie wollten“
Zu einem Spaziergang der anderen Art lud Kind & Kegel am 9.9.2010 in die Feuerwache ein, eine literarische Runde über die Friedhöfe Berlins stand auf dem Programm.
Die Journalistin Rosemarie Köhler entführte in vergangen Zeiten und lies bekannte, aber auch weniger bekannte Frauen für diesen Abend wieder lebendig werden.
Helene Weigel, mehr als nur die Ehefrau Berthold Brechts machte den Anfang. Gefolgt von Antonien von Chamisso, Henriette Herz, Doris Tucholsky, Marie Elisabeth Lüders, Susanne Erichson, Mathilde Jakob, Sigrid Kressmann-Zschach, Annamarie Doherr und Ruth Berlau, tauchten die Zuhörer ein in vergangen Zeiten. Mal befand man sich in den Literarischen Salons des 18. Jh., dann wieder in bei den Bausünden des 20. Jh. Gemeinsam war allen Frauen, dass sie alle ihr eigenes Leben lebten, während die Nachwelt sie oft nur als zu leichtfertig als Ehefrau, Mutter oder Geliebte in Erinnerung behielt. Schade, denn dem Leben dieser Frauen werden die kurzweiligen Biografien im Stile von Frau Köhler sicher eher gerecht.
So verbrachten wir zwar einen kalten, aber dennoch sehr kurzweiligen Abend in der Alten Feuerwache und freuen uns bereits auf den nächsten Literaturalarm. An dieser Stelle sei Christine einmal hochoffiziell unser aller Dank für die intensive Vorarbeit gesagt.
Hoffmann for ever
Am 26.8.10 traf sich eine mittlerweile feste Fangemeinde zu einer weiteren Erzählung. Vorbereitend auf die große Renaissanceausstellung 2011 erfuhren wir viel über drei große Portraitmaler dieser Zeit. Im Gegensatz zum Schwerpunkt in der Sonderausstellung widmeten wir uns allerdings der Kunst nördlich der Alpen.
Was galt es doch alles zu bedenken, nur Jesus in der Direktansicht, nur der Kaiser im Profil und der Rest des Volkes bitte im Halbprofil. Die Umsetzungen dieser sich im Laufe der Zeit aufweichenden Regel schauten wir uns bei Dürer, Hohlbein und Cranach intensiver an. Ganz nebenbei erfuhren wir viel aus dem Leben der damaligen Zeit.
Wir freuen uns bereits auf Hoffmann bei den Dänen!!
Verlängerung der Bruno-Taut-Ausstellung in der Alten Feuerwache
Kind & Kegel löste den Heimatverein bei der Betreuung der Taut-Ausstellung ab und ermöglichte so durch viel „(wo)men power” die Öffnungsverlängerung über die gesamten Sommerferien. Die Besucherzahlen sprachen für diese Verlängerung, selbst am letzten Ausstellungstag, dem 29.8.2010 kamen noch über 30 Besucher. Unser Dank gilt allen, die ihre Ferien mit „Betreuungsdiensten versüßt“ haben!!
Bruno-Taut-Ausstellung in der Alten Feuerwache
Wir freuen uns immer wieder, wenn das Gymnasium von den aktuellen Ausstellungen gebraucht macht und sind immer gerne zu individuellen Terminen bereit. Am Mittwoch, dem ?? kam der Geographiekurs von Herrn Nitsch, steht doch Stadtarchitektur im Rahmenplan der Oberstufe.
Fußballheldenturnier
Klar, das beste Fußballturnier des Jahres muss auch am heißesten Tag des Jahres stattfinden. Die Fußballhelden sind mittlerweile Eichwalder Tradition. Dieses Mal schwitzten Veranstalter und Spieler am 3.7.10 aber gleichermaßen, die Sonne brannte und die Wassermelonen konnten gar nicht schnell genug nach geschnitten werden. Schmöcke kümmerte sich wie immer um das spielerische Know How, veranstaltete der Verein doch parallel seinen Tag der offenen Tür. Uns hat gefreut, dass dieses Mal Spielerausleihen stattfanden, dass zwei Mädchen gleich zwei Medalien verliehen bekamen, waren sie doch für zwei Mannschaften gestartet und vor allem freuten uns die vielen zufrieden Gesichter.
Presseempfang in der Alten Feuerwache
Am 30.6.10 luden der Bürgermeister und Kind & Kegel zum Presseempfang anlässlich der History Award – Verleihung. Nachdem die drei Gewinner in der vergangen Woche mehrere Zeitungsinterviews und ein Radiointerview gegeben hatten, folgte an diesem Abend auch ein Bericht in der Aktuellen Stunde vom RBB. Im Vorfeld schauten alle Hortkinder mit interessierten Gästen den kompletten Film, besonders freuten uns die „echten” und die” Fernsehgroßeltern” der Kleinen, saßen doch unsere Zeitzeugen und die leiblichen Großeltern einträchtig nebeneinander und waren gleichermaßen stolz auf ihre Kinder. Auch der Bürgermeister strich die Botschaftertätigkeit dieser Gruppe heraus: „ihr habt Eichwalde weit über die Grenzen bekannt gemacht“. Unser Buffet wurde von Cataldi und Elena gesponsert, auch ihnen an dieser Stelle nochmals unserer herzlicher Dank.
Hoffmanns Erzählungen: Symbolik der Kunst zum Zweiten
Nach dem wir im Mai feststellen mussten, dass sich die Symbolik keinesfalls in 1 ½ Std. abarbeiten lässt, trafen wir uns am 24.6. ein weiteres Mal in der Gemäldegalerie. Wieder ging es um Symbolik und wieder lernten wir neue Bilder, neue Künstler und neue Betrachtungsweisen kennen. Interessant war beispielsweise, dass das Bewerbungsgespräch eines Kaufmanns von Welt im Venedig der Renaissance durchaus vor einem Kunstwerk stattfinden konnte. Entscheidend konnte damals durchaus sein, wie viel Kunstverstand der junge Mann hatte, ließ dies doch auch auf seine umfassende Bildung schließen.
Tango amoratado
Dunkelviolett, melancholisch und doch von lebensbejahender Heiterkeit, so präsentierte sich der Argentinische Tango am 20.6. in der Alten Feuerwache. Das Duo Tango amoratada verzauberte das Publikum gleich welchen Alters und entführte uns mit Flügel und Bandoneon nach Argentinien. Neben der Musik bestechen die Konzerte von Jürgen Karthe am Bandoneon und Fabian Klentzke am Klavier durch tolle Einführungen in die jeweiligen Stücke, aber auch in die Entwicklungsgeschichte des Argentinischen Tangos. Burkhart Fritz organisiert diesen Ohrenschmaus für uns, dafür möchten wir uns auf diesem Weg herzlich bedanken.
Selbstverteidigung
Am Samstag, dem 19.6. flogen im Gymnastikraum der Grundschule wieder die Holzspäne, als die Mädchen bei dem Vertiefungskurs Selbstverteidung einmal mehr erfuhren, wie viel Kraft wirklich in ihnen steckt. Bei dem Kurs geht es darum, Mädchen möglichst früh ein Selbstbewusstsein bezüglich Eigenwahrnehmung und Außenwirkung zu vermitteln. Dies ist ein wichtiges Instrument der Prävention. Als nächstes ist ein Kurs für junge Frauen zwischen 16-20 Jahren geplant.
History Award 2010
Sollen wir oder sollen wir nicht, dies war lange die Frage der Preisträger des vergangen Jahres. Letztendlich entschieden sie sich für eine erneute Teilnahme, allerdings wollten sie selber in einer moderierenden und führenden Funktion den Beitrag 2010 gestalten und dabei noch jüngere Menschen in das Projekt einbeziehen. Kinder der Hortgruppe der ev. Kita Jonas Wal schlüpften so in die Rolle der Enkelgeneration. Die Awardteilnehmer wollten bewusst mit Kindern arbeiten, die noch nicht mit Fakten und Zahlen und dem leider oft sehr trockenen Geschichtsunterricht in Berührung gekommen sind. Die Großelterngeneration wurde u.a. von Burkhart Fritz und Edda Schönherz vertreten, lautete das Thema des Wettbewerbs doch: Oma, Opa erzähl mal. Entstanden ist so der Beitrag: “Memory: zwei Seiten — eine Geschichte”. Es ging hierbei um “Sandmännchens Erben”, um eine Momentaufnahme aus der Kinderstube des deutsch-deutschen Fernsehens. Mehr Infos unter:
www.history-award.de oder
www.focus.de/schule/lehrerzimmer/wettbewerbe/history-award
Belohnt wurde die Mühe mit einem weiteren History Award für die jungen Dokumentarfilmemacher und größtem Lob von der Jurry. Besonders freute uns, dass wir auch fünf Vertreter der Hortgruppe am 15.6.10 bei der Preisverleihung in Hamburg dabei hatten. Hier wurden sicher erste Weichen zu einer Geschichtsleidenschaft gestellt. Ein für alle unvergessliches Erlebnis.
Bruno Taut in Eichwalde
Die Ausstellungen in der Alten Feuerwache sollen um eine Vormittagsöffnung bereichtet werden. Premiere war am Dienstag, dem 15.6.10. Bei einem Kaffee kann man nun in angenehmer Atmosphäre die laufenden Ausstellungen besuchen.
Rosenfest
In diesem Jahr schlossen sich die Kindereinrichtungen und Vereine, die mit jüngeren Kindern arbeiten, zusammen. Gemeinsam versuchte man am12.6.10, das Rosenfest auch auf nicht kommerzielle Weise für Kinder interessant zu machen. Wetter und Publikum waren dem äußersten Zipfel der Bahnhofstraße nicht besonders hold und so wird die Auswertung für die Vereine und Einrichtungen über ein weiteres Jahr auf dem Rosenfest entscheiden.
„Isi and friends“
Dass die Jugend auch Spaß am Singen und Musik machen hat, bewies das „Mitmachkonzert“ isi and friends am 4.6.10. Mit großem Enthusiasmus ging es ans Werk über afrikanische Gesänge zu Eigenproduktionen und Bekanntem. Eins steht fest, es soll weiter gehen mit dem Mugge machen.
Lange Nacht der Wissenschaften
Ein weiteres Mal stand Kind & Kegel am 5.6.10 mit engagierten Jugendlichen für unser Vereinsziel, die außerschulische Bildung, auf der klügsten Nacht des Jahres. Auch in diesem Jahr stand die Begeisterung für Physik von sehr jungen Kindern auf dem Programm. Wie ein Frisbee funktioniert, wurde hier an Hand vieler toller Experimente ans Kind gebracht. Besonderes Highlight war sicher der Drehstuhl mit “Eigenantrieb”.
Wie in jedem Jahr hatten wir auch die Möglichkeit, über einen Grillstand unsere Vereinskasse aufzubessern. Dank unseren Grillmeistern und dem neuen Vereinsgrill konnten über 500 Würstchen viele hungrige Mägen füllen.
Selbstverteidigung
Am 29.5. probten die Mädels ab 6 Jahren den “Ernstfall” im Gymnastikraum der Grundschule. Wie immer ging es mit viel Spaß zu und alle freuen sich bereits auf den Aufbaukurs.
Frida Kahlo
Einmal mehr beschäftigte sich eine Gruppe kunstinteressierter Kinder mit einer Sonderausstellung in Berlin. Am 28.5.10 verzauberten die Bilder dieser großen Künstlerin junge und alte Teilnehmer gleichermaßen. Etwas irritiert war die Führungsleitung, den Kindern konnte nicht mehr so viel Neues erzählt werden, sie waren fast ein bisschen zu gut vorbereitet. Beim anschließenden Malen konnte sich jeder ganz nach Gusto ausleben und die neuen Eindrücke künstlerisch umsetzen.
Demetrius
Was Schiller begann, fand nun am 22.5.10 in Eichwalde ein Ende. Viele haben sich schon an einer Vollendung dieses Dramenfragmentes versucht. In Eichwalde kam die Version von Dr. Rempel in einer sehr gelungenen Szenischen Lesung zur Aufführung. Andrea Rempel und Anke Goldners Lesung wurde durch ein pantomimisches Spiel in Szene gesetzt. Musikalisch dies durch David Bergermann bereichert, für ein überwältigendes Bühnenbild sorgte Sascha und last but not least ist Anton Goldner zu erwähnen, der die beiden sprecherfahrenen Damen Goldner und Rempel fast an die Wand spielte. Wir planen bereits eine weitere Aufführung entweder im Spätherbst oder bei unserem Literatursommer im kommenden Jahr.
Hoffmanns Erzählungen – Symbolismus in Bildern
Unser erster Abendtermin in der Gemäldegalerie am Potsdamerplatz am 6.5.10 war ein voller Erfolg. Die altersgemischte Gruppe (vom Enkel bis zum Großvater) lauschte wie immer gebannt Thomas Hoffmann, wieder einmal beeindruckt, wie viel Wissen und Liebe zur Kunst an einem einzigen Abend vermittelt werden kann. Ob Erdbeere oder Möhre, ob Gurke oder Katze, bei den alten Meistern ist nichts zufällig, alles hat seinen tieferen Sinn. Einen kleinen Einblick in die Vielfalt der Bildersprache durften wir an diesem Abend mit nach Hause nehmen. Gewürzt von Geschichten über Bildankäufe oder Rahmenrestauration, aber auch über Entstehungsgeschichten der einzelnen Werke und ihre verschlungenen Wege ins Museum. Bleibt nur die Frage: Wann ist wieder Hoffmanndonnerstag?
Erlesen – Klaus Bellin: ” Es war wie Glas zwischen uns…”
Flohmarkt rund um die Kirche
Wie bereits in den vergangenen Jahren organisierten wir mit der ev. Kirchengemeinde Eichwalde einen Flohmarkt rund um die Kirche. Bei herrlichem Wetter war am 24.4.10 der Ring der Stände fast geschlossen. Eine besondere Freude ist es immer, die Erst- und Zweitklässler über den Platz springen und erste eigene Geschäfte tätigen zu sehen.
Literaturarlam – Klaus Kordon
Der Höhepunkt der Literaturwoche bei Kind & Kegel war sicher der Besuch des renommierten Jugendbuchautors Klaus Kordon am23.4.10 in Eichwalde. Die Lesung, die in der Aula des Gymnasiums stattfand, wurde dankenswerter Weise wie die gesamte Woche von der brandenburgischen Sparkassenstiftung unterstützt. Hier noch einmal unser herzlichster Dank, die Veranstaltungen waren einfach toll. Das literarische Werk von Herrn Kordon aufzuzählen, sprengt sicher den Rahmen dieser Seite. Wir hörten mit der 10. Jahrgangstufe, einer 8. Klasse und einigen interessierten Schülern gebannt der Lebensgeschichte von Manfred Lenz zu. In den Romanen “Krokodil im Nacken” und “Auf der Sonnenseite” erlebt man mit ihm die Nachkriegszeit in Ostberlin, erfährt viel über DDR-Kinderheime und nimmt teil an seiner Entwicklung. Sein Wunsch, schreiben zu dürfen was er denkt, bringt ihn letztendlich in den Stasiknast und über einen Freikauf in den Westen. Seiner Frau geht es ähnlich, die Kinder, die bald folgen sollten, warteten noch ein weiteres Jahr im Heim, bevor man auch sie ausreisen ließ. Diese bewegende Geschichte ist keine Fiktion, sie spiegelt das Leben Klaus Kordons wieder, der nicht nur brillant las, auch seine zusammenfassenden Erzählungen fesselten.
Schade, dass etwa ein Drittel der Schüler dringend den Bus bekommen mussten. Den Wenigen, die auch noch während der Diskussionsrunde blieben, wird der Vormittag sicher in Erinnerung bleiben.
Literarurarlam – Tillie
Am 22.4.2010 waren die zweiten Klassen in der Feuerwache zum Literaturarlam. Doch was war das, eine Mauer verlief plötzlich durch den Saal und trennte beide Klassen und einen gesamten Mäusestaat. Tillie, die jüngste Maus, wollte sich damit nicht zufrieden geben und suchte verzweifelt einen Weg auf die anders Seite. Wie sie es schaffte und was dann passierte, beschreibt Leo Lionnie in seinem 1989 erschienen Buch, das hier spielerisch umgesetzt wurde. Alle Kinder bauten anschließend gemeinsam die trennende Mauer ab und bastelten mit einem Freund aus der anderen Klasse gemeinsam Mäuse….
Literaturarlam – Nina Petrick
Im Rahmen unserer Woche des Buches konnten wir am 21.4.10 Nina Petrick in der “Alten Feuerwache” begrüßen. Die ganze Woche steht unter dem Zeichen der Wiedervereinigung. So las Frau Petrick aus “Zweimal Marie”, einer Geschichte über ein Zwillingspaar, das unwissentlich kurz nach der Geburt getrennt wurde, um nun bei jeweils einem Elternteil in Ostberlin und Hamburg aufzuwachsen. Als sie sich zufällig am Plattensee begegnen, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Die beiden tauschen die Rollen und müssen sich in der jeweils fremden Welt zu Recht finden. Ein Happy End findet durch den Fall der Mauer statt. Frau Petrick erklärte immer wieder die historischen Hintergründe und so verbrachten zwei Klassen einen spannenden Vormittag in der Feuerwache und lernten ganz nebenbei noch einiges über die deutsch-deutsche Geschichte. Ermöglicht wurde uns dieses Projekt durch die Sparkassenstiftung Brandenburg.
Klaus Rähm
Parallel zur Lesung begrüßten wir zwei weitere Klassen in der aktuellen Ausstellung von Klaus Rähm. Nachdem sich eine Kunstlehrerin des Gymnasiums über die Lesung in die Feuerwache wagte, konnten wir noch weitere Schüler der Schule im Laufe des Vormittags in der Ausstellung begrüßen. Dies freut uns sehr, da die Ausstellung wirklich hervorragend die Fächer Deutsch und Kunst verbindet.
UniLab – Brückenbauer
In der Woche des Buches ins Unilab - keine Frage für die Physikids, denn am 20.4.2010 sollten wieder Spagettibrücken gebaut werden. Doch zunächst ging es in die Forschung. Mit einem Computerprogramm probierten sich die zukünftigen Brückenkonstrukteure aus. Sie waren kaum von den Computern fort zu bekommen, doch auch die Feldversuche machten riesigen Spaß, so darf man auf die Ergebnisse gespannt sein. Beim nächsten Termin geht es in die Klebe- und Bauphase.
Bücherrallye mit Kind & Kegel
Die erste Veranstaltung und damit den Auftakt zur Woche des Buches machte eine 3. Klasse der Grundschule am 20.4.10. Wir begaben uns mit ihnen auf eine Bücherrallye zum Thema Freundschaft, selbstverständlich stand neben sinnerfassendem Lesen viel Spaß und tolle Preise für jeden auf dem Programm.
Theater an der Parkaue: Darwins Erben
Am 16.4.2010 wollten wir es wissen, was bestimmt heute die “natürliche Auslese”: ist es das Geld oder vielleicht doch die Persönlichkeit? Das Stück spielt in Montreal; zwei Freunde, der eine arm, der andere reich, haben ihr Geld bei einem Pyramidengeschäft verloren. Nicht nur, dass das Geld weg ist, der Schläger Luc bedroht die beiden nun, denn auch ihm schulden sie Geld. Jacques versteht seinen Freund nicht, für diesen wäre es doch so einfach, sich das Geld von den reichen Eltern zu leihen. Wir fanden dass Stück ziemlich schwierig, dennoch hat es uns wie immer gut in der Parkaue gefallen.
Holzdruckwerkstatt
Osterferien und alle rennen zur Schule, da kann nur ein Angebot von Kind & Kegel im Spiel sein. Am 31.3.10 und 1.4.10 fand unser erster Holzdruckkurs für Kinder statt. Und wenn es nach Künstler und Kinder geht, wird es nicht bei diesem einen bleiben. “Felix” erklärte den Kindern die Technik und half bei der Umsetzung, entstanden sind tolle Druck, die alle stolz mit nach Hause nahmen. Da waren Pferde und Fische und andere Tiere ebenso wie Blumen und Römerstandarten zu entdecken. Einfach toll!!
KinderKino – Charlie und die Schokoladenfabrik
Am 30.3.10 gab es den einzig wahren Film als Einstimmung auf die Osterferien, nach Charlies Schokoladenfabrik giert man förmlich nach dem österlichen Schokoschock. Dank der guten Kooperation mit Kinderfilm Berlin war es uns möglich, dieses Highlight nach Eichwalde zu holen, die zahlreiche Zuschauerschar honorierte es mit fröhlichem Gelächter.
History Award 2010; Sandmännchens Erben
Ebenfalls am 30.3.10 widmete sich eine kleine Gruppe einem ernsteren Thema. Der History Award 2010 steht an und die Gewinner des letzten Jahres erklärten sich bereit, jüngere Protagonisten in einem neunen Projekt zu begleiten. Nachdem über mehrere Nachmittage mit vielen Kindern aus der Hortgruppe von Jonas Wal über Fernsehen, Fernsehverbot und Erfahrungen gesprochen wurde, trafen wir uns mit Edda Schönherz, der Moderatorin, die seinerzeit die Anmoderation für die erste Farbausstrahlung der DDR machte. Sie erzählte uns aus ihrem bewegten Leben und man darf auf das Ergebnis gespannt sein. Der Titel lautet Memory: zwei Seiten, eine Geschichte – Sandmännchens Erben.
Erlesen – Christine Wolter liest aus Traum Berlin Ost
Zum zweiten Mal trafen sich Literaturliebhaber am 25.2.10 in der Alten Feuerwache. Christine Wolter war aus Italien zu Besuch und verzauberte die Gäste mit Prosa und mehr. Ein breites Publikum lauschte begeistert und man war sich einig, Christine Wolter ist Erzählerin im doppelten Sinne. Lange saßen wir noch zusammen und Autorin wie Hörer hatten gleichermaßen Freude an den intensiven Gesprächen.
Malen in der Ausstellung
Gleich dreimal boten wir eben den normalen Öffnungszeiten der laufenden Ausstellung Kindern gezielt die die Möglichkeit, sich mit Kunst auseinander zu setzten. Am Mittwoch, dem 17.3.2010 besuchten die ältesten Kinder der Kita “Jonas Wal” gemeinsam mit uns die Ausstellung von Frau Ihmann. Hier begann sofort die Suche nach der Zahl, denn Ziffern waren wahrlich viele in der Ihmannschen Kunst zu finden. Doch auch Fragen, warum man Bilder niemals anfassen darf oder was der rote Punkt in Ausstellungen zu suchen hat, wurden geklärt.
Am 18.3.10 und am 25.3.10 bot Kind & Kegel darüber hinaus die Möglichkeit, sich aktiv mit den Bildern auseinander zu setzten und selber zum Pinsel zu greifen, um großflächige abstrakte Bilder zu Papier zu bringen.
Selbstverteidigung für Mädchen
Auf Grund der großen Nachfrage starte Kind & Kegel am 13.3.10 mit einem neuen Selbstverteidigungskurs. 12 Mädchen fanden sich im Gymnastikraum der Grundschule, um mit Spaß, aber auch Ernst mit unserer bewerten Partnerin auf diesem Gebiet zu arbeiten.
Kunst in der “Alten Feuerwache”: Ausstellung Weckend
Ein weiteres Mal konnten Kinder sich von der Kunst Ute Weckends inspirieren lassen und diesmal lenkte kein Bankraub die jungen Kunstinteressierten ab. So konnten wir doch einige junge Ausstellungsbesucher in der Feuerwache begrüßen.
Unilab
Ein weiter Termin stand am 9.3.10 auf dem Programm von Kind & Kegel. Die Boote sehen nun schon nach Schiffen aus, es ist schon spannend, wie unterschiedlich man die Papiervorgabe zu einem Boot umwandeln kann. Nun sind wir gespannt auf das Ergebnis.
Erlesen – Jens Sparschuh und seine “Schwarze Dame”
Am 25.2.10 war die Premiere der neuen Literaturreihe des Vereins und der Erfolg sprach für sich. Jens Sparschuh las und erzählte in einer gut gefüllten “Alten Feuerwache”. Das Konzept, nicht nur eine reine Lesereihe, sondern Raum für gemütliche Gespräche im Nachgang der Lesung zu bieten, ging nicht nur auf, sondern fand großen Zuspruch. Jens Sparschuh begeisterte und amüsierte vor allem mit der Geschichte rund um die Maus im Eintopf. Auch die Jugend wurde bereits vereinzelt motiviert, die Begegnung mit zeitgenössischen Autoren hautnah zu erleben. So freut sich Kind & Kegel auf die zweite Veranstaltung der Reihe Erlesen.
Hoffmanns Erzählungen: Auf Humboldts Spuren
Die Maler Johann Rugendas, Ferdinand Bellermann und Eduard Hildebrandt begaben sich im 19. Jh. auf den Spuren von Alexander von Humboldt auf die gefährliche und beschwerliche Reise nach Südamerika. Was sie in den Jahren zeichneten, malten oder auch aufschrieben, ist Thema einer tollen Sonderausstellung. Das Besondere ist sicher, dass alle Bilder direkt nach ihrer Rückkehr ins Museum kamen und daher unter optimalen Bedingungen aufbewahrt werden. Sie sehen immer noch wie gerade gemalt aus. Wie damals geschummelt und gearbeitet wurde, warum die Bilder im Anschluss sofort aufgekauft wurden und vieles mehr erzählte uns Thomas Hoffmann am Nachmittag des 19.1.10. Es war mal wieder wie immer SPITZE!
Kunst in der “Alten Feuerwache”: Ausstellung Weckend
Im Jahr 2010 bemüht sich Kind & Kegel weiter, die Ausstellungen in der Alten Feuerwache auch für Kinder attraktiv zu machen. Daher wird es in diesem Jahr mindestens zwei Termine pro Ausstellung geben, zu denen Kindern die Möglichkeit gegeben wird sich selber künstlerisch auszuprobieren. In den Ausstellung liegt Malmaterial und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Am 18.2.10 hatten Eichwaldes Kinder zum ersten Mal die Gelegenheit dies zu nutzen. Da am selben Tag ein Banküberfall auf die Sparkasse verübt wurde gab es für die Interessenten allerdings ein noch viel interessanteres Thema als die Ausstellung.
Politischer Aschermittwoch für die Jugend
Am 17.2.10 konnten die neunen Kandidataten für das Kinder- und Jugendparlament Eichwaldes ein erstens Mal in ihre zukünftige Arbeit schnuppern. Das amtierende Parlament stellte seine Arbeit vor, die Kandidaten hatten die Möglichkeit sich kennen zu lernen und alle konnten sich von der Staatsekretärin Tina Fischer und dem Bürgermeister Bernd Speer Tipps geben lassen worauf es ankommt im politischen Geschäft. Es entstand eine lebhafte Diskussion und sicher werden die Jugendlichen keine Hemmungen haben dem Bürgermeister beim Wort zu nehmen und im Kontakt bleiben. Kind & Kegel versuchte mit diesem Nachmittag einen Beitrag zur gelebten Demokratie im Ort zu leisten und organisierte und moderierte die Gesprächsrunde.
Physikusse im Wettbewerb
Es ist wieder soweit, die “Papierbootolympiade” ist eröffnet, wer baut das tragfähigste Papierboot, diese bundesweite Ausschreibung lockt auch unsere Physikusse. So wurden am 9.2.10 erste Feldversuche und Berechnungen gestartet, Thesen aufgestellt und wieder verworfen und heiß diskutiert. Man darf gespannt auf das Ergebnis sein.
Schneekugeln zum Selbstbauen
Ein weiteres Mal traf sich die Bastelgruppe von Kind & Kegel im Kunstraum der Grundschule, mittlerweile gibt es hier einen “festen Kundenstamm”. Am 28.1.10 wurden Schneekugeln gebastelt, doch zu nächst mussten die Kinder ein Ü-Ei knacken um eine mögliche Figur für die Schneekugel zu bekommen. Nach dem Genuss ging es an die Arbeit, die Schraubgläser wurden individuell gestaltet und mit “Schnee” und Glimmer gefüllt, am Ende waren wunderschöne Schneekugeln entstanden, die unseren schneereichen Winter in Eichwalde sicher noch bis ins Frühjahr und den Sommer erhalten.
KinderKino Ronjaräubertochter
Am 22.1.10 hieß es zum ersten Mal in diesem Jahr Film ab im Eichwalder KinderKino, dass wir Dank der Kooperation mit Kinderfilm Berlin für die Eichwalder Kinder organisieren. An diesem Abend lief Ronja Räubertochter und etwa 30 Kinder tummelten sich in der “Alten Feuerwache” um mit Ronja zu bangen, zu lachen und zu singen. Für das kommende KinderKino denken wir über eine erweiterte Variante nach. Zunächst soll der Film “Charlie und die Schokoladenfabrik” in der deutschen Übersetzung laufen, um im Nachgang für die älteren Kinder nochmals im englischen Originalton ausgestrahlt zu werden. Wir hoffen auf diese Art einen Beitrag zum Fremdsprachenlernen leisten zu können, auch scheint es uns im Sinne des europäischen Jahres der indigenen Völker angebracht Filme auch im Original abzuspielen.
UniLab 2010
Selbstverständlich sind die Physikids auch in diesem Jahr regelmäßig in der Humboldt – Uni in Adlershof. Der erste Termin in diesem Jahr war der 12.1.10 und wir bauten Styroporsägen – das absolute Highlight! Die Einführung ins Thema war spektakulär, die eigene Umsetzung spannend und das Beste ist, die Dinger funktionieren einfach prima. Wir konnten uns kaum von der Uni los reisen…Nun wollen wir an einem Bootsbau Wettbewerb teilnehmen, Start wird beim nächsten UniLab Termin sein, daher hier der Aufruf, an weiter interessierte Kinder, die nur am Bootsprojekt teilnehmen wollen wir starten am 9.2.10.
KnirpsKino Peterson und Findus
Das Kind & Kegel Jahr 2010 begann mit einer Veranstaltung für unsere jüngsten Nutzer. Die Kindergartenkinder von Jonas Wal und die Tageskinder von Frau Leiphold nutzten den kalten Januartag um am 20.1.10 in der Alten Feuerwache eine vergnügliche Kinostunde zu genießen. Die Abenteuer von Peterson und Findus inspirierten im Anschluss noch zum “Raketenstarten” und Lieder singen. Wäre es nach den Kinder gegangen hätte die gesamte DVD gezeigt werden können, Kind & Kegel beschränkte sich auf zwei Filme und stellte in Aussicht die beiden nächstgelesen Findusbücher beim nächsten KnirpsKino zu zeigen.